Karriere-News

Robert Heinzmann führt Shaftesbury Asset Management Germany

Robert Heinzmann.

Robert Heinzmann.

Bild: Shaftesbury

Köpfe 07.06.2016
Robert Heinzmann (51) ist seit dem 15. Mai 2016 Geschäftsführer von Shaftesbury Asset Management (Germany). Er folgt auf Bernd Haggenmüller. ... 

Robert Heinzmann (51) ist seit dem 15. Mai 2016 Geschäftsführer von Shaftesbury Asset Management (Germany). Er folgt auf Bernd Haggenmüller.

Haggenmüller hat die Gesellschaft nach neun Jahren verlassen, soll aber bereits ein neues Betätigungsfeld gefunden haben. Heinzmann war in der Vergangenheit, zwischen 2009 und 2014, u.a. als Director für GE Capital Real Estate und bei GE Holding in Frankfurt tätig. Er leitete dort für GE u.a. das Immobilien-Asset-Management. Bei der Shaftesbury Asset Management (SAM)-Gruppe ist er für Akquisitionen und das Asset-Management in Deutschland zuständig.

Die SAM-Gruppe - und eine AIFM-regulierten Tochtergesellschaft - sitzt in Luxemburg. Zudem gibt es Büros in Deutschland, Frankreich, Spanien und der Schweiz. "Die Expansion in weitere europäische Märkte einschließlich Großbritanniens wird derzeit aktiv vorangetrieben", heißt es. SAM managt nach eigenen Angaben aktuell ein Immobilienvermögen von rund 1,5 Mrd. Euro für institutionelle und reiche Privatkunden.

Buntes Beuteschema: von Core bis opportunistisch

Im Jahr 2015 wurde mit dem Fonds Shaftesbury Real Estate Partners 1, einem regulierten Luxemburger Vehikel, der erste Fonds der Gruppe mit einem Zielvolumen von ca. 300 Mio. Euro aufgelegt. Der Fonds soll bzw. kann auch in Deutschland investieren. Die Fremdkapitalquote beziffert Heinzmann auf bis zu 50%. Im Fokus seien Core-plus- und Value-add-Immobilien an A- und B-Standorten. In Frage kämen alle gewerblich genutzten Assetklassen.

Für verschiedene Kunden plant SAM zudem Immobilienzukäufe mit einem Volumen von rund 1 Mrd. Euro in den Risikoklassen Core, Core plus, Value-add und opportunistisch in Spanien, Portugal, Frankreich, der Schweiz, Deutschland und Großbritannien. "Der Investmentanteil für Objekte in Deutschland ist flexibel und hängt von potenziellen Investitionsmöglichkeiten ab", sagt Heinzmann.

Harald Thomeczek

Capital Bay: Sonja Bischoff kümmert sich um Retail-Portfolio

Sonja Bischoff.

Sonja Bischoff.

Bild: Capital Bay

Köpfe 07.06.2016

vdp: Louis Hagen tritt in die Fußstapfen von Jan Bettink

Dr. Louis Hagen.

Dr. Louis Hagen.

Bild: MünchenerHyp

Köpfe 03.06.2016

Anett Barsch ist erste Frau im BFW-Bundesvorstand

Gruppenbild mit Dame: Die BFW-Mitgliedsunternehmen haben einen neuen Bundesvorstand gewählt. Anett Barsch ist nicht nur die einzige Frau in diesem Gremium, sondern die erste überhaupt.

Gruppenbild mit Dame: Die BFW-Mitgliedsunternehmen haben einen neuen Bundesvorstand gewählt. Anett Barsch ist nicht nur die einzige Frau in diesem Gremium, sondern die erste überhaupt.

Bild: BFW

Köpfe 02.06.2016
Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen hat seinen Vorstand neu gewählt - und mit Anett Barsch erstmals eine Frau in dieses Gremium berufen. ... 

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen hat seinen Vorstand neu gewählt - und mit Anett Barsch erstmals eine Frau in dieses Gremium berufen.

Auf der jüngsten Mitgliederversammlung auf dem Deutschen Immobilien Kongress des BFW wurden BFW-Präsident Andreas Ibel sowie die BFW-Vizepräsidenten Frank Vierkötter und Christian Kube in ihren Ämtern bestätigt. Dirk Lindner, bis dato Schatzmeister, und Michael Hauff haben nicht mehr für den Vorstand kandidiert. Das Amt des Schatzmeisters hat Dirk Salewski übernommen, der als Vorstand wiedergewählt wurde.

Anett Barsch ist die erste Dame im Vorstand

Neu in den Vorstand eingezogen ist Anett Barsch vom BFW-Landesverband Nordrhein-Westfalen bzw. von Corpus Sireo Projektentwicklung Wohnen. Sonst - also abgesehen von den beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern - trägt der neue Vorstand die Gesichtszüge des alten: Andreas Eisele, Walter Kießling, Uwe Kraft, Karl-Heinz Maerzke, Ralf Possinger, Karl Strenger, Hendrik Thomsen und Walter Winkelmann wurden wiedergewählt. Zwei alte Vorstände raus, nur eine neue Vorstandsfrau rein: Summa summarum ist der BFW-Bundesvorstand auf dreizehn Köpfe geschrumpft.

Barsch ist die erste Frau im BFW-Bundesvorstand. Sie ist seit 2014 Vorstandsmitglied des BFW-Landesverbands Nordrhein-Westfalen. Im Februar 2016 wurde sie für weitere drei Jahre in dieser Funktion wiedergewählt. Für Corpus Sireo Projektentwicklung Wohnen ist Barsch seit 2002 tätig. Seit fünf Jahren verantwortet sie dort die operative Geschäftsführung.

Harald Thomeczek

Geld allein macht nicht glücklich

Bei der Wahl des Arbeitgebers werden viele Aspekte gegeneinander abgewogen.

Bei der Wahl des Arbeitgebers werden viele Aspekte gegeneinander abgewogen.

Bild: Milles Studio/fotolia.com

Karriere 02.06.2016
Die meisten Teilnehmer der IZ-Studentenumfrage 2016 sind noch zu haben. Unternehmen, die sich die Schaffenskraft von Talenten sichern wollen, sollten deren Kriterien bei der Arbeitgeberwahl ... 

Die meisten Teilnehmer der IZ-Studentenumfrage 2016 sind noch zu haben. Unternehmen, die sich die Schaffenskraft von Talenten sichern wollen, sollten deren Kriterien bei der Arbeitgeberwahl ernst nehmen. Denn Geld allein macht die Jungen nicht glücklich.

Fast drei Viertel (72%) aller 588 Studenten, die an der IZ-Umfrage 2016 im Rahmen der Joboffensive für die Immobilienwirtschaft teilgenommen haben, haben noch keine Stelle für die Zeit nach dem Studium. Bei den 447 Vollzeitstudenten liegt dieser Anteil mit rund 77% höher als bei den 94 Weiterbildungsstudenten, wobei auch hier immerhin 53% noch keinen (neuen) Job für die Zeit danach haben, und den 47 dualen Studenten (66%).

Bei der Umfrage durften allerdings auch Studierende bis vier Semester vor Abschluss mitmachen. Nicht für alle Befragten hat also bislang die Notwendigkeit bestanden, sich nach einer Anstellung für die Zeit danach umzuschauen. Doch auch der Blick auf die 296 Studierenden - gut die Hälfte aller Teilnehmer -, die noch in diesem Jahr fertig werden sollten, offenbart kein substanziell anderes Bild: Von diesen sagten immerhin weniger als 61%, dass sie noch keine Stelle für die Zeit nach dem Studium haben. Im Vorjahr lag der vergleichbare Anteil noch deutlich höher: Damals standen 75% derer, die im selben Jahr ihren Abschluss machten, noch ohne Job da.

Also lautet die gute Nachricht für die Arbeitgeber auch in diesem Jahr: Die meisten Nachwuchskräfte sind noch zu haben. Doch wie können sich Unternehmen die Arbeitskraft eines Mitarbeiters in spe sichern? Am besten, indem sie die Kriterien, die Studierende bei ihrer Arbeitgeberwahl anlegen, ernst nehmen.

Welche das sind, zeigt die IZ-Studentenbefragung ebenfalls. Unangefochten auf Platz eins liegt seit Jahr und Tag der Aspekt Aufstiegsmöglichkeiten bzw. Karriereperspektiven. Ebenfalls hoch im Kurs bei den Studenten stehen - und zwar in genau dieser Reihenfolge - Weiterbildungsangebote, die Unternehmenskultur, die Höhe des Gehalts und der Standort des Unternehmens. Wobei sich die Unternehmenskultur im Studenten-Ranking der Aspekte für die Arbeitgeberwahl in diesem Jahr noch vor das Gehalt geschoben hat und damit erstmals auf Rang drei liegt, nach Platz sechs im Vorjahr. Nachwuchskräfte, so möchte man schließen, die sich zunehmend aussuchen können, wem sie ihre Schaffenskraft leihen, können die Jobwahl verstärkt nach vermeintlich soften Faktoren ausrichten.

"Die Gen Y schaut nicht nur aufs Gehalt", weiß Tim Schomberg, im Hauptberuf Head of Business Development Institutionals bei Catella Real Estate in München und im Ehrenamt Chair des Young Leaders Committee von ULI Germany. "Es geht ihr nicht um den letzten Euro, sondern um Pakete." Womit Schomberg zum einen variable, erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile meint, zum anderen aber auch nicht-monetäre Aspekte wie Weiterentwicklungsmöglichkeiten oder Aufstiegschancen.

Nach Erfahrung von Iris Schönbeck, Director Human Resources von Corpus Sireo, legen Studierende bei der Auswahl des Arbeitgebers - und zwar stärker als Vorgängergenerationen - höchste Priorität darauf, "schon früh Verantwortung übernehmen und eigenständig arbeiten zu können". Dafür hat bei ihnen offenbar die Bereitschaft abgenommen, sich um der Karriere willen zu entwurzeln: "Wenn sich zum Ende eines Trainee-Programms die Frage stellt, ob wir einen Trainee übernehmen, zeigt sich häufig, dass die Jungen teilweise sehr fokussiert auf ihre Heimatregion sind", berichtet Schönbeck.

Barbara Hatzer, Head of HR Development & Marketing von ECE, hat bislang nur selten erlebt, dass Verhandlungen zur Übernahme von Trainees an den Gehaltsvorstellungen scheitern. Angesprochen würden vor allem die Rahmenbedingungen: Welche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bietet man mir im Unternehmen? Welche Arbeitsbedingungen und welche Karriereperspektiven habe ich? Identifiziere ich mich mit der Unternehmenskultur?

In puncto Fortentwicklung gehen Arbeitgeber unterschiedliche Wege. Art-Invest Real Estate ist grundsätzlich bereit, Weiterbildungen zu unterstützen: "Macht z.B. ein Mitarbeiter mit Bachelor ein berufsbegleitendes Masterstudium, fördern wir so etwas durchaus finanziell und übernehmen gegebenenfalls die Studiengebühren, wenn der Mitarbeiter die Reisekosten trägt. Für die Präsenzzeiten bringt der Mitarbeiter Urlaubstage ein, und die andere Hälfte steuern wir bei. Voraussetzung ist, dass der Mitarbeiter einen Bindungsvertrag über typischerweise drei Jahre unterschreibt", sagt der geschäftsführende Gesellschafter Rüdiger Freiherr von Stengel. Verlässt der betreffende Mitarbeiter Art-Invest dennoch vor Ablauf dieser Frist, muss er die übernommenen Studiengebühren anteilig zurückerstatten.

Gerd Kropmanns, bei der Wohnkompanie NRW geschäftsführender Gesellschafter, steht dem Ansinnen von Mitarbeitern, eine Weiterbildung zu machen, grundsätzlich ebenfalls offen gegenüber: "Wir übernehmen auch einen Teil der Kosten von hochwertigen Fortbildungen wie zum Beispiel dem Kontaktstudium Immobilienökonomie an der Irebs."

Eine Garantie auf eine solche Förderung gibt es freilich nicht: "Hier entscheiden wir individuell und im engen Austausch mit dem jeweiligen Mitarbeiter. Unabhängig von dem einhergehenden Incentive muss es für beide Seiten Sinn machen und letztendlich ‚erarbeitet‘ sich der Mitarbeiter diese Belohnung während seiner Beschäftigung", erklärt Kropmanns. Die Wohnkompanie NRW finanziert Fortbildungen anteilig vor und vereinbart mit dem Mitarbeiter eine Rückzahlung über die Beschäftigungsjahre. Tritt er vor dem vereinbarten Zeitraum aus, muss er dem Unternehmen anteilig die Kosten zurückerstatten.

In Zeiten boomender Immobilienmärkte mag die Tatsache überraschen, dass die Arbeitsplatzsicherheit - wenngleich sie 2016 nicht mehr ganz so stark gewichtet wurde wie im Vorjahr - weiterhin relativ weit oben im Ranking der wichtigsten Aspekte bei der Wahl des Arbeitgebers liegt. Schönbeck erklärt sich das so: "In der Immobilienwirtschaft kann es sensationell gut laufen - aber auch weniger gut." Diese Zyklen, die die Branche kennzeichnen, könnten ein Grund sein, warum junge Menschen, die sich gezielt für eine immobilienspezifische Ausbildung entscheiden - und die also genau wissen, worauf sie sich einlassen -, bei der Jobwahl besonders genau hinschauen, wem sie ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen.

Programme zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie spielen für die Befragten keine große Rolle. Und zwar unabhängig davon, ob man Männlein oder Weiblein fragt: Den 333 männlichen Studenten sind nur drei Aspekte weniger wichtig, bei den 249 Damen landet dieses Kriterium unter insgesamt 21 Faktoren auf Platz 15.

Harald Thomeczek