Karriere-News

Wohnungswirtschaft: Tarifverhandlungen bislang ergebnislos

Die Tarifverhandlungen in der Wohnungswirtschaft gehen in die dritte Runde.

Die Tarifverhandlungen in der Wohnungswirtschaft gehen in die dritte Runde.

Bild: BilderBox.com

Karriere 12.06.2015
Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 64.000 Beschäftigten in der Deutschen Wohnungswirtschaft ist am 11. Juni 2015 ergebnislos beendet worden. Der Arbeitgeberverband ... 

Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die rund 64.000 Beschäftigten in der Deutschen Wohnungswirtschaft ist am 11. Juni 2015 ergebnislos beendet worden. Der Arbeitgeberverband der Deutschen Immobilienwirtschaft (AGV) nennt die Forderungen von IG BAU und Ver.di "deutlich überzogen".

Der AGV habe ein Angebot vorgelegt, das sich an den jüngsten Tarifabschlüssen in der Versicherungswirtschaft und dem öffentlichen Dienst orientierte, sagte Prof. Dr. Michael Worzalla, Vorstand des AGV.

Die Ergebnisse der Tarifverhandlungen für Versicherungsangestellte des Innendienstes sehen u.a. eine Gehaltssteigerung in zwei Stufen in Höhe von 2,4% in diesem Jahr und 2,1% im Folgejahr vor. Für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder steigen die Tarife ebenfalls in zwei Schrit­ten um 4,83%, teilte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di mit.

Für die Beschäftigten in der Wohnungswirtschaft fordern die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und ver.di eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um einen Festbetrag von 215 Euro, die Erhöhung der Ausbildungsentgelte um 110 Euro sowie zwei zusätzliche freie Tage für Gewerkschaftsmitglieder. Ferner verlangen sie von den Arbeitgebern eine verbindliche Erklärung, in Verhandlungen über einen Tarifvertrag zum demografischen Wandel in der Wohnungswirtschaft einzusteigen.

Die Gewerkschaftsforderungen würden in den unteren Lohngruppen einem Plus von knapp 12% und in den oberen Lohngruppen von gut 6% entsprechen, sagte Worzalla. Der AGV bezeichnet die Forderungen der Gewerkschaft als "deutlich überzogen" in einer Pressemitteilung. Die Verhandlungen werden am 24. Juni 2015 fortgesetzt.

Sonja Smalian

Deutschen Städtetag wählt Eva Lohse zur Präsidentin

Dr. Eva Lohse.

Dr. Eva Lohse.

Bild: Deutscher Städtetag

Köpfe 11.06.2015
Der Deutsche Städtetag hat Dr. Eva Lohse zur neuen Präsidentin gewählt. Ihre Amtszeit beträgt zwei Jahre. Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin war seit 2013 Vizepräsidentin des Deutschen ... 

Der Deutsche Städtetag hat Dr. Eva Lohse zur neuen Präsidentin gewählt. Ihre Amtszeit beträgt zwei Jahre. Die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin war seit 2013 Vizepräsidentin des Deutschen Städtetags. Dem Präsidium des kommunalen Spitzenverbandes gehört sie seit 2005 an. Lohse löste den Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly ab, der seit 2013 an der Spitze des Deutschen Städtetags stand und nun zum Vizepräsidenten gewählt wurde. Zwischen 2009 und 2013 war er einer der stellvertretenden Präsidenten gewesen.

Zu Stellvertretern der Präsidentin wurden Oberbürgermeisterin Barbara Bosch (Reutlingen), Oberbürgermeister Peter Jung (Wuppertal), Oberbürgermeister Burkhard Jung (Leipzig), Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl (Augsburg), Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (Mülheim an der Ruhr) sowie Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon (Freiburg im Breisgau). Dagmar Mühlenfeld wird zum 20. Oktober 2015 ausscheiden. Für sie rückt dann die Saarbrückener Oberbürgermeisterin Charlotte Britz nach, die dem Präsidium seit 2013 angehört.

Zudem gibt es im kommenden Jahr einen Wechsel in der Geschäftsführung. Helmut Dedy (57) wird zum 1. Juni 2016 seine Position als Hauptgeschäftsführer antreten. Seit 2012 ist Dedy Ständiger Stellvertreter des Hauptgeschäftsführers und Finanzdezernent. Er wird die Nachfolge des langjährigen Hauptgeschäftsführers Dr. Stephan Articus antreten, der nach 17 Jahren auf dieser Position in den Ruhestand geht.

Ebenfalls zum 1. Juni 2016 nimmt Verena Göppert (53) ihre Arbeit als stellvertretende Hauptgeschäftsführerin und Finanzdezernentin des Deutschen Städtetags auf. Die Juristin ist seit 1993 beim Deutschen Städtetag beschäftigt und seit 2006 Beigeordnete für Arbeit, Jugend, Gesundheit und Soziales.

Sonja Smalian