Karriere-News

Rüdiger Hornung verlässt TÜV Süd ImmoWert

Köpfe 10.08.2017
Rüdiger Hornung ist nicht länger Geschäftsführer von TÜV Süd ImmoWert. Hornung, seit Februar 2012 verantwortlich für den Immobilienbewerter des TÜV Süd, hat das Unternehmen im Juli ... 

Rüdiger Hornung ist nicht länger Geschäftsführer von TÜV Süd ImmoWert. Hornung, seit Februar 2012 verantwortlich für den Immobilienbewerter des TÜV Süd, hat das Unternehmen im Juli verlassen. Seine Nachfolge teilen sich seit dem 1. August 2017 Robert Oettl und Norbert Rupp. Beide sind 47 Jahre alt und Mitgründer des Beratungsunternehmens cgmunich, das der TÜV Süd 2014 übernommen und 2016 mit einer anderen Tochter, der K+S Haustechnik Planungsgesellschaft, zur TÜV Süd Advimo verschmolzen hatte. Rupp und Oettl übernehmen die Rolle als Co-Geschäftsführer von TÜV Süd ImmoWert zusätzlich zu ihren bisherigen Posten beim TÜV Süd: Oettl ist und bleibt Sprecher der Geschäftsführung von TÜV Süd Advimo, Rupp war und ist Prokurist ebendieser Gesellschaft sowie Business Unit Manager in der Division Real Estate & Infrastructure des TÜV Süd.

TÜV Süd ImmoWert zählt über 50 Mitarbeiter an acht Standorten in Deutschland. Diese erstellen Beleihungs- und Marktwertgutachten für Finanzierer und Versicherer ebenso wie Verkehrswertgutachten. Außerdem führen sie u.a. Nachhaltigkeitszertifizierungen durch. TÜV Süd ImmoWert gehört zu besagter Real-Estate-Division.

Harald Thomeczek

Was Immobilienfirmen Einsteigern zahlen

Was der erste Gehaltsscheck eines Betriebswirts in der Bau- oder Immobilienbranche zeigt, ist nicht nur von seinem Studienabschluss abhängig.

Was der erste Gehaltsscheck eines Betriebswirts in der Bau- oder Immobilienbranche zeigt, ist nicht nur von seinem Studienabschluss abhängig.

Quelle: istockphoto.com, Urheber: AndreyPopov

Karriere 10.08.2017
BWL-Absolventen mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung verdienen laut einer aktuellen Gehälterauswertung in Bauunternehmen im Schnitt gut 45.000 Euro. Für Immobilienunternehmen weist die ... 

BWL-Absolventen mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung verdienen laut einer aktuellen Gehälterauswertung in Bauunternehmen im Schnitt gut 45.000 Euro. Für Immobilienunternehmen weist die Analyse ein niedrigeres Durchschnittsgehalt von rund 44.000 Euro für Betriebswirte aus. Diese Zahlen bilden die Verdienstmöglichkeiten von BWLern in der Immobilien- und Baubranche offenbar ganz gut ab. Insbesondere in der Immobilienwirtschaft scheint für Berufsanfänger jedoch auch mehr drin zu sein.

Wer einen Master-Abschluss in BWL gemacht hat und in der Immobilienbranche arbeitet, erhält laut besagter Gehaltsdatenanalyse der Hamburger Vergütungsberatung Gehalt.de und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Durchschnitt ein Bruttojahresgehalt von ca. 50.100 Euro. Die Bachelor-Absolventen kommen demnach mit ca. 39.200 Euro deutlich schlechter weg. In der Bauwirtschaft zeigt sich eine ähnliche Relation, hier verdienen BWLer der Untersuchung zufolge jedoch etwas mehr als in Immobilienfirmen, nämlich durchschnittlich 51.700 Euro bzw. 42.200 Euro.

Dafür wird in Immobilienunternehmen mit einem Master-Abschluss in der Spitze besser verdient: 25% der Master-Absolventen in Immobilienunternehmen kriegen mehr als ca. 59.100 Euro. In Bauunternehmen fängt die Gruppe der Spitzenverdiener unter den Master-Absolventen schon bei knapp 54.900 Euro an. In der Immobilienbranche ist allerdings laut der Analyse auch das Gefälle größer als in der Bauwirtschaft: So erhalten 25% der in Immobilienfirmen tätigen Bachelor-Absolventen weniger als rund 31.500 Euro. Unter den Bachelor-Absolventen in der Baubranche verdienen die 25% mit den niedrigsten Gehältern immerhin bis zu 36.300 Euro.

Die genannten Zahlen fußen auf 145 (Bau) bzw. 62 (Immobilien) Gehaltsdatensätzen. Insgesamt wurden 3.288 Datensätze aus den vergangenen zwölf Monaten per Zufallsstichproben ausgewertet. Über alle Branchen hinweg verdienen BWL-Einsteiger im Durchschnitt 43.947 Euro. Am meisten bekommen sie in der Autoindustrie (52.226 Euro). Unternehmensberatungen (51.803 Euro), Versicherungen (51.444 Euro) und Banken (50.703 Euro) folgen. Ca. 90% aller Angaben wurden von Arbeitnehmern beim Ausfüllen von Online-Fragebögen auf Gehalt.de bzw. dem Gehaltsportal Gehaltsvergleich.com gemacht und wurden einer Plausibilitätsprüfung unterzogen.

Die Frage ist nur, wie zuverlässig sie das Gesamtbild in der Immobilien- und Bauwelt abbilden. Die ist schließlich sehr heterogen, und die Gehälter schwanken von Region zu Region mit u.a. den Lebenshaltungs- und Immobilienkosten stark. Außerdem gibt die Auswertung keinen Aufschluss darüber, wie viele der Betreffenden ein BWL-Studium mit Immobilienspezifizierung - die preistreibend wirken könnte - absolviert haben. Hinzu kommt, dass die Durchschnittswerte nicht nur die Gehälter von Frischlingen, sondern auch von Leuten mit bis zu zwei Jahren Berufserfahrung enthalten.

Den Kölner Personalberater Olaf Kenneweg überrascht es, dass "im Bereich Bau mehr - wenn auch nicht so viel, aber immerhin - als in der Immobilienwirtschaft zu verdienen sein soll". Davon mal abgesehen, scheinen die ermittelten Durchschnittsgehälter ein zutreffendes Abbild der Branche zu geben: Kenneweg hält für bau- und immobilienwirtschaftliche Absolventen Einstiegsgehälter von 42.000 bis 48.000 Euro für realistisch. Bei Top-Kandidaten seien auch Ausschläge bis zu 50.000 oder 52.000 Euro möglich. Mit der Berufserfahrung klettern die Gehälter nämlich relativ schnell, wenn die Leistung stimmt. Nach drei Jahren sind Kenneweg zufolge realistischerweise 54.000 bis zu 70.000 Euro drin.

Wer ein gutes bis sehr gutes Gehalt anstrebt, muss einiges mitbringen, zuförderst ein spezialisiertes bau- und immobilienwirtschaftliches Studium. Gefragt sind je nach Ausrichtung BWL mit der Vertiefungsrichtung Immobilienwirtschaft, ein Abschluss in Bau- bzw. Wirtschaftsingenieurwesen oder in Architektur. Für das Rechnungswesen und das Controlling reicht auch ein BWL-Studium mit den üblichen kaufmännischen Vertiefungen, aber ohne Immobilienspezifizierung. Weiterhin schätzen Arbeitgeber praxisrelevante Praktika und zumindest in Teilbereichen gute bis sehr gute Englischkenntnisse "und eine entsprechende Persönlichkeit mit dem notwendigen Drive, die nicht nur an die Work-Life-Balance denkt, sondern mehr erreichen möchte als andere", skizziert Kenneweg.

In den unterschiedlichen Teilsegmenten wird unterschiedlich gut gezahlt: Ein Asset-Manager z.B. verdient in aller Regel besser als ein Property-Manager, aber schlechter als ein Portfolio- oder Fonds-Manager. Auf dem Arbeitsmarkt insgesamt stehen die Zeichen für den Immobiliennachwuchs günstig: Ein Junior-Projektentwickler, der noch vor fünf Jahren 42.000 Euro im Einstieg verdienen konnte, kann heute ein Jahresgehalt von 48.000 Euro erzielen.

Auch der Personalchef eines Immobilienvermögensverwalters, den die IZ befragt hat, käme mit 44.000 Euro in Verhandlungen mit Berufseinsteigern nicht mehr weit. "Die Leute, die wir brauchen, kriegen wir aktuell ab 4.000 bis 4.200 Euro brutto im Monat", sagt er. Macht um die 50.000 Euro im Jahr. "Das ist aber nur das Grundgehalt. Da kommen 10% als Bonus obendrauf." Das liegt auch daran, schränkt der Personaler ein, dass er a) ausschließlich "Top-Absolventen" sucht und b) mit Investment-Banken, M&A-Beratungen, Private-Equity-Gesellschaften und Investment-Boutiquen um die besten Köpfe kämpft. Das treibt die Preise. Für die Immobilienbranche insgesamt will er seine Aussagen aufgrund der hohen und speziellen Anforderungen, die er an Kandidaten stellt, nur bedingt gelten lassen.

Ganz wichtig sind dem HR-Chef des Vermögensverwalters neben einem exzellenten Studienabschluss möglichst viele Praktika, zumindest ein Schuss internationale Erfahrung, z.B. durch ein Masterstudium im Ausland, und perfekt sitzendes Englisch. "Solche Leute gibt es durchaus - aber sie sind am meisten gesucht. Das ist ein ganz aggressiver Markt." Um gute Leute länger zu halten, muss der Mann allerdings nicht nur zu Beginn des Anstellungsverhältnisses gewaltige Anstrengungen unternehmen. Der abwerbungswillige Wettbewerb schläft nicht: "Unsere Leute kriegen wöchentlich Anrufe. Wir müssen die Gehälter darum entsprechend dem Marktwert anheben. Geld darf nicht der Grund sein, dass wir gute Leute verlieren, wenn alle anderen Rahmenbedingungen passen." In den ersten vier, fünf Berufsjahren - vor allem in fetten Jahren wie diesen - verdopple ein sehr guter Absolvent sein Gehalt und stoße in den sechsstelligen Bereich vor.

Izabela Danner, Personalchefin von JLL, beantwortet die Frage nach dem Einsteigergehalt von BWLern in ihrem Haus so: "Berufseinsteiger mit BWL-Studium werden bei JLL individuell nach ihren Erfahrungen und Kenntnissen eingestuft. Wer relevante Praktika und Berufserfahrung vorweisen kann, hat entsprechende Vorteile." Zudem spiele es eine Rolle, in welchem Geschäftszweig die neuen Kollegen anfangen: In den Transaktionsbereichen gibt es Umsatzbeteiligungen, in anderen Abteilungen hingegen einen Ermessensbonus auf Grundlage getroffener Zielvereinbarungen. "Insofern kann es trotz gleichen Studiengangs Unterschiede in den Vergütungsmodellen geben."

Danner wird noch etwas konkreter: Die Studenten, die JLL im IZ-Arbeitgeberranking 2017 zum begehrtesten Arbeitgeber des Branchennachwuchses gewählt haben, hegen im Durchschnitt einen Gehaltswunsch von rund 47.000 Euro. "Als Gesamtvergütung kann das aufgehen", sagt Danner. "Aber nicht als Grundgehalt, sondern als Gesamtpaket inklusive Boni, und auch nicht für Trainees, sondern nur für Direkteinsteiger."

Die Studenten, die Corpus Sireo bei der IZ-Arbeitsmarktumfrage 2017 zu ihrem Wunscharbeitgeber erkoren und das Unternehmen damit auf Platz zwei im IZ-Arbeitgeberranking gehievt haben, erwarten von ihrem künftigen Arbeitgeber im Schnitt ein Bruttojahresgehalt von rund 46.000 Euro nach dem Abschluss ihres derzeitigen Studiums. "Die Größenordnung stimmt", sagt Iris Schönbeck, Head of Human Resources Management von Corpus Sireo.

Das Unternehmen ist offen für Bewerber mit Bachelor- oder Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaft oder Immobilienwirtschaft/-management und idealiter ersten praktischen Erfahrungen. Schönbeck präzisiert: "Berufseinsteiger können nach dem Abschluss eines Trainee-Programms bei uns in Abhängigkeit von ihrem Bildungsweg - Bringen sie einen Bachelor oder einen Master mit? Haben sie Praktika gemacht, und, wenn ja, wie viele? - und dem Standort, an dem sie für uns tätig werden, in aller Regel mit marktgerechten Gehältern von 45.000 und 48.000 Euro rechnen."

Beim Kölner Baukonzern Strabag mit u.a. der Projektentwicklungstochter Strabag Real Estate hält man die von Gehalt.de ermittelten Gehälter für BWL-Einsteiger für "einigermaßen realistisch". Letztlich sei immer das Stellenprofil ausschlaggebend dafür, wie viel jemand bei Strabag verdiene. Grundsätzlich erfolge die Einstufung der Einstiegsgehälter nach Tarif. Abweichungen nach oben nicht ausgeschlossen, wenn "einschlägige Praktika, erste Vorerfahrung oder Zusatzqualifikationen" vorliegen. Zwischen unterschiedlichen Studienrichtungen würden jedenfalls keine Unterschiede gemacht.

Harald Thomeczek

Chefgehälter in Bau- und Immobilienbranche sind nicht Spitze

Die Hälfte der Geschäftsführer in der Immobilienbranche verdient weniger als 109.000 Euro. Das besagt zumindest die Auswertung eines Gehaltsvergleichsportals.

Die Hälfte der Geschäftsführer in der Immobilienbranche verdient weniger als 109.000 Euro. Das besagt zumindest die Auswertung eines Gehaltsvergleichsportals.

Quelle: Fotolia.com, Urheber: andriano_cz

Karriere 08.08.2017
Geschäftsführer in der Immobilienwirtschaft und der Baubranche verdienen deutlich schlechter als in Banken, in der Chemiebranche oder der Autoindustrie. Das geht aus einer Auswertung des ... 

Geschäftsführer in der Immobilienwirtschaft und der Baubranche verdienen deutlich schlechter als in Banken, in der Chemiebranche oder der Autoindustrie. Das geht aus einer Auswertung des Vergleichsportals Gehalt.de hervor.

Demnach kriegen Chefs in Bauunternehmen im Durchschnitt 127.393 Euro brutto im Jahr. In Immobilienunternehmen kommen Geschäftsführer durchschnittlich auf 122.763 Euro. Damit liegen die Bau- und Immobilienwirtschaft im Branchenranking lediglich auf Rang 22 bzw. 23. Im Schnitt am besten bezahlt werden der Auswertung zufolge Geschäftsführer in Pharmazieunternehmen: Sie erhalten durchschnittlich 210.748 Euro. Es folgen die Telekommunikationsbranche mit einem Mittelwert von 208.286 Euro, Banken mit 206.475 Euro und die Autoindustrie mit 205.147 Euro. Schlechter als in der Immobilien- und Baubranche schneiden nur die Chefs im Gesundheitswesen (110.749 Euro) und im Einzelhandel (102.838 Euro) ab.

Nur im Gesundheitswesen und im Handel verdienen Geschäftsführer schlechter

Legt man nicht den Durchschnitt zu Grunde, sondern den Median, der genau die Mitte aller Daten beschreibt - und daher als genauer als der statistische Durchschnitt gilt, weil 50% aller untersuchten Gehälter über und die anderen 50% unter diesem Wert liegen - haben die Banken die Nase vorn: Die Hälfte der Chefs in Geldhäusern geht mit mehr als 186.642 Euro nach Hause. Auf Platz zwei folgen in diesem Ranking die Chemiebranche/Verfahrenstechnik mit einem Median von 183.999 Euro. Die Geschäftsführer von Immobilien- und Baufirmen finden sich auch nach dieser Methodik weit hinten in der Tabelle, nämlich wieder auf den Plätzen 22 und 23: Hier liegt der Median bei 112.001 Euro bzw. 108.937 Euro. Weniger verdienen der Auswertung von Gehalt.de zufolge auch nach dieser Methodik nur die Chefs von Unternehmen aus dem Gesundheitswesen (90.509 Euro) und im Einzelhandel (82.476 Euro).

Viele kleinere Bau- und Immobilienfirmen in der Zufallsstichprobe

Das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Immobilien- und Baubranche hat seinen Grund möglicherweise auch darin, dass in der Zufallsstichprobe, die der Auswertung zu Grunde liegt, viele kleinere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern aus diesen beiden Branchen vertreten sind. Insgesamt hat das Vergleichsportal die Gehälter der Geschäftsführer aus den verschiedenen Branchen anhand von 4.825 Daten ermittelt. Von diesen Datensätzen sind 229 der Immobilienwirtschaft und 166 der Baubranche zuzuordnen.

Dennoch: An der Grundaussage, dass in anderen Branchen mehr zu holen ist, lässt sich offenbar nicht rütteln: "Die Baubranche hat im Vergleich zu anderen Industriebranchen noch nie überdurchschnittlich gut abgeschnitten", sagt Kerstin Koose, Consultant bei COP CompensationPartner. Die Immobilienbranche stehe im Vergleich mit anderen Dienstleistungsbranchen besser da, werde aber traditionell von Banken, Versicherungen und Unternehmensberatungen übertroffen und reiche an Industriebranchen oder die IT-Branche kaum noch heran.

In den angegebenen Bruttojahresgehältern sind Grundgehälter, Überstundenvergütungen bzw. ein Freizeitausgleich und variable Gehaltsbestandteile wie Tantiemen, Provisionen, Prämien und Boni enthalten, jedoch keine Firmenwagen. Über alle Branchen hinweg verdient ein Geschäftsführer übrigens durchschnittlich 138.217 Euro. Die eine Hälfte kriegt mehr als 118.410 Euro, die andere Hälfte weniger als das. Die oberen 25% verdienen mehr als 166.632 Euro, die unteren 25% verdienen weniger als 82.978 Euro.

Harald Thomeczek

TU München bildet BIM Professionals aus

Karriere 08.08.2017