Karriere-News

96.583 Euro kriegen Schweizer Ingenieure und Architekten

Architekten und Ingenieure in der Schweiz erhalten im Baugewerbe je nach Position Gehälter von im Schnitt knapp 70.000 Euro bis rund 100.000 Euro.

Architekten und Ingenieure in der Schweiz erhalten im Baugewerbe je nach Position Gehälter von im Schnitt knapp 70.000 Euro bis rund 100.000 Euro.

Bild: Fotolia.de/Markus Bormann

Karriere 14.09.2012
Schweizer Architekten und Ingenieure können sich freuen: 1,7% mehr haben sie in diesem Jahr in der Lohntüte als noch im Vorjahr. Damit erhalten sie im Schnitt 96.583 Euro (Median). Trotz ... 

Schweizer Architekten und Ingenieure können sich freuen: 1,7% mehr haben sie in diesem Jahr in der Lohntüte als noch im Vorjahr. Damit erhalten sie im Schnitt 96.583 Euro (Median). Trotz des leichten Lohnzuwachses blieb bei 40 % der Ingenieure und Architekten in diesem Jahr die Vergütung unverändert. Das zeigt die aktuelle Vergütungsstudie des Berufsverband Swiss Engineering, an der knapp 3.700 Ingenieure und Architekten von März bis Mai dieses Jahres teilnahmen.

Am höchsten fielen die Lohnzuwächse mit einem Plus von 2,8% in Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten aus, am niedrigsten (0,9%) in Großunternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Dennoch zahlen große Unternehmen mit 100.700 Euro im Schnitt höhere Gehälter als in kleinen Unternehmen (10-49 Beschäftigte), die rund 93.300 aufrufen (Median).

Die größten Gehaltsunterschiede sind jedoch durch die unterschiedlichen Positionen zu beobachten. Im Baugewerbe reichen die Gehälter für einen Mitarbeiter ohne Führungsfunktion von etwa 69.000 Euro über Spezialisten mit Führungsfunktion mit ca. 85.000 Euro bis zum Geschäftsführer/Inhaber mit gut 100.000 Euro.

Gute Chancen für Studienabgänger

In Deutschland hingegen gibt es im Baugewerbe und in Ingenieur- und Planungsbüros für Sachbearbeiter im Schnitt 39.780 Euro bzw. 39.000 Euro. Projektingenieure bringen es auf 43.750 Euro im Baugewerbe und in Ingenieur- und Planungsbüros auf 42.000 Euro. Hingegen werden Projektmanager im Baugewerbe mit 53.140 Euro und in Ingenieur- und Planungsbüros mit 52.100 Euro vergütet, wie die Studie „Gehälter für Ingenieure 2011 des VDI Verlags zeigt. Daten für Geschäftsführer führt die Untersuchung nicht auf. Dennoch zeigt der Vergleich überdeutlich, dass die Gehälter in der Schweiz die in Deutschland überflügeln.

Berufseinsteiger in der Schweiz haben kaum Schwierigkeiten beim Einstieg in Ingenieur- und Architekturberufe: Bereits 61% der Befragten hatten einen Monat nach Studienabschluss einen passenden Job gefunden. Nach einem halben Jahr waren mehr als 90% in Lohn und Brot. Dass es sich bei der Wahl des ersten Arbeitgebers offenbar nicht um einen Notnagel handelte, zeigt eine Wechselrate von 18% innerhalb der ersten beiden Jahre.

Schweizer Berufseinsteiger verdienen 65% mehr als deutsche

Mit einem stolzen Anfangslohn von etwa 66.400 Euro können Berufseinsteiger nach dem Studium rechnen. Allerdings liegen die Gehälter für den Bau- und Planungsnachwuchs darunter: In der Baubranche gibt es im Schnitt 6.000 Euro weniger, und zwar etwa 60.300 Euro. Das entspricht auch dem Einstiegsgehalt eines Bauingenieurs. Absolventen der Architekturstudiengänge erhalten mit 59.400 Euro etwas weniger.

Damit liegen die Schweizer Einstiegsgehälter deutlich über den Offerten in Deutschland, wo junge Ingenieure im Schnitt 36.600 Euro im Baugewerbe erhalten. In Ingenieur- und Planungsbüros liegen sie mit 37.344 Euro etwas höher. Das zeigt die Untersuchung Einstiegsgehälter für Ingenieure 2011 des VDI Verlags. Die Schweizer Berufseinsteiger erwarten überwiegend die aufgerufenen Gehaltsangebote: Jeder fünfte hatte Einstiegsgehälter bis knapp 62.000 Euro erwartet, 28% wollen jedoch mehr in der Lohntüte, zwar bis zu 66.000 Euro.

Sonja Smalian

Gute Ausbildung ausgezeichnet

Karriere 13.09.2012
Das Berliner Wohnungsunternehmen Gewobag und der Dienstleister für Kälte- und Klimatechnik Benndorf und Hildebrand wurden beim Wettbewerb zum Reinickendorfer Ausbildungsbuddy 2012 als ... 

Das Berliner Wohnungsunternehmen Gewobag und der Dienstleister für Kälte- und Klimatechnik Benndorf und Hildebrand wurden beim Wettbewerb zum Reinickendorfer Ausbildungsbuddy 2012 als ausbildungsfreundliches Unternehmen ausgezeichnet.

Wo wird der Nachwuchs gut ausgebildet? Hilfestellung und Orientierung bei diesen schwierigen Fragen versuchen zunehmend Wettbewerbe auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene zu geben. Beim Reinickendorfer Ausbildungsbuddy 2012 wurden nun die Unternehmen ausgezeichnet, die sich über das normale Maß hinaus für Ausbildung einsetzen. Auf dem Treppchen landeten auch zwei Vertreter der Immobilienwirtschaft: das Wohnungsunternehmen Gewobag und der Kälte- und Klimatechniker Benndorf und Hildebrand.

Gewobag sicherte sich mit seinem projektorientierten Ausbildungsansatz den ersten Platz. Der Nachwuchs darf bereits im ersten Lehrjahr mit einem eigenen Budget eine Wohnung renovieren (siehe Artikel "Fünf Wohnungen, fünf Azubis - und 100.000 Euro", IZ 39-40/11). Im dritten Lehrjahr bereiten die Azubis die Hauptversammlung mit vor. Derzeit bildet Gewobag 26 junge Menschen aus und setzt sich besonders dafür ein, Menschen mit Migrationshintergrund für die Ausbildung zu gewinnen. Im vergangenen Jahr wurde das Unternehmen bereits vom Arbeitgeberverband der Deutschen Immobilienwirtschaft zum vorbildlichen Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet.

Mit dem dritten Platz beim Reinickendorfer Ausbildungsbuddy 2012 wurde die Firma Benndorf und Hildebrand geehrt. Die Jury überzeugte der Ansatz aus internen Schulungen, offener Gesprächskultur und familiärer Atmosphäre. Insgesamt hatten sich 15 Unternehmen an dem Wettbewerb beteiligt, der in Zusammenarbeit mit der Initiative Ausbildungsplatz-Paten ausgelobt worden war. Die Schirmherrschaft hat der Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Gesundheit und Bürgerdienste, Uwe Brockhausen, übernommen.

TIPP

Sie haben gerade Ihre Ausbildung, ein (duales) Studium, einen Auslandsaufenthalt oder eine Zusatzausbildung absolviert? Dann lassen Sie andere an Ihren Erfahrungen teilhaben und gewinnen Sie bis zu 500 Euro! Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2012. Info: www.myausbildungplus.de

Sonja Smalian