Karriere-News

Joboffensive 2015: IZ befragt Studenten und Arbeitgeber

Schlange stehen für den Job? In ihrer aktuellen Umfrage ermittelt die Immobilien Zeitung die Arbeitsmarktlage in der Branche.

Schlange stehen für den Job? In ihrer aktuellen Umfrage ermittelt die Immobilien Zeitung die Arbeitsmarktlage in der Branche.

Bild: Fotolia.de/FotolEdhar

Karriere 25.02.2015
Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt in der Immobilienbranche? Seit 15 Jahren führt die Immobilien Zeitung im Rahmen der Joboffensive ihre jährliche Arbeitsmarktbefragung durch und ... 

Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt in der Immobilienbranche? Seit 15 Jahren führt die Immobilien Zeitung im Rahmen der Joboffensive ihre jährliche Arbeitsmarktbefragung durch und ermittelt den Personalbedarf und die Qualifikationsanforderungen in der Immobilienwirtschaft. Arbeitgeber und Studenten sind jetzt wieder aufgerufen, ihre Einschätzung abzugeben.

Im vergangenen Jahr bescheinigten die Arbeitgeber der Branche einen Wachstumskurs. Insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Asset-Management, Planung/Steuerung und Immobiliendienstleistung waren damals auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Ob dieser Trend anhält, in welchen Tätigkeitsfeldern aktuell gesucht wird, welche Chancen Berufseinsteiger haben und mit welchen Gehältern sie rechnen können, ermittelt die aktuelle Befragung.

Sind Sie in Ihrem Unternehmen personalverantwortlich tätig? Dann beantworten Sie die kurze Umfrage für Arbeitgeber.

Die Arbeitsmarktanalyse in Form des neuen "IZ-Karriereführers 2015/16 für die Immobilienwirtschaft" erhalten die teilnehmenden Unternehmen gratis.

Studenten stehen ebenfalls im Fokus: Welche Jobwünsche haben sie und welche Qualifikationen bringen sie mit? Für Studierende der Fachrichtungen Immobilienwirtschaft, Facility-Management und verwandter Studiengänge ist die Teilnahme an der Joboffensive mit einer Verlosung verbunden: Sie können Preise im Gesamtwert von 58.000 Euro gewinnen, darunter Informationspakete der Immobilien Zeitung, Fachbücher und Eintrittskarten zur Expo Real 2015.

Schließen Sie Ihr Immobilienstudium voraussichtlich bis März 2017 ab? Dann beantworten Sie die Umfrage für Studenten und nehmen Sie an der Verlosung teil.

Die Joboffensive, eine Initiative der Immobilien Zeitung, fördert den Kontakt zwischen Arbeitgebern der Immobilienwirtschaft und dem Branchennachwuchs. Die Initiative wird von Aareal Bank Group, Bernd Heuer & Partner Human Resources, BNP Paribas Real Estate, CBRE, Commerz Real, Corpus Sireo, ECE, Kaufland, Messe München/Expo Real, Patrizia Immobilien und RGM unterstützt. Partner bei der Durchführung der Umfragen ist Immo Media Consult. Teilnahmeschluss ist der 17. April 2014.

Britta Kriechel

Seeler und Pohl gründen Investmenthaus HSP Hamburg Invest

Joachim Seeler.

Joachim Seeler.

Bild: Seeler

Köpfe 24.02.2015
Joachim Seeler (50) und Harald Pohl (58) haben ein Investmentunternehmen namens HSP Hamburg Invest gegründet und fungieren dort beide als Geschäftsführer. Die in Hamburg ansässige Firma ... 

Joachim Seeler (50) und Harald Pohl (58) haben ein Investmentunternehmen namens HSP Hamburg Invest gegründet und fungieren dort beide als Geschäftsführer. Die in Hamburg ansässige Firma konzentriert sich im Auftrag institutioneller Investoren auf den Erwerb von Immobilien in Deutschland, besorgt Finanzierungen und bietet Anlagestrukturen für die Immobilieninvestments an.

Pohl und Seeler, der bei der Wahl am 15. Februar 2015 für die SPD in die Hamburger Bürgerschaft gewählt wurde und sich dort um die Wirtschafts- und Finanzpolitik kümmern will, setzen bei den Käufen unter anderem auf öffentlich geförderte Wohnungen (Förderung durch die KfW oder die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)) und auf Gewerbeimmobilien mit sehr langfristigen Mietverträgen.

Die beiden HSP-Geschäftsführer waren zuletzt als Vorstand (Seeler) resp. Senior Advisor (Pohl) bei Lloyds Fonds tätig. Zuvor hatten sie bei der von Seeler gegründeten Hamburg Trust jahrelang zusammengearbeitet. In früheren Jahren fungierte Seeler als Vorstand der HSH Real Estate, und Pohl war im Vorstand der DG Hyp und der Essener Hypothekenbank.

Bernhard Bomke

Fortbildung zur Wohnungslüftung

Karriere 19.02.2015
Sonja Smalian

Mehr Gehalt für Chefs von CRE-Einheiten

Betriebsimmobilien machen nicht selten 10% der Bilanzsumme und 5% bis 15% der Gesamtkosten bei Industrieunternehmen aus. Die Manager dieser Werte erhalten immer höhere Vergütungen.

Betriebsimmobilien machen nicht selten 10% der Bilanzsumme und 5% bis 15% der Gesamtkosten bei Industrieunternehmen aus. Die Manager dieser Werte erhalten immer höhere Vergütungen.

Bild: Monkey Business/Fotolia.com

Karriere 19.02.2015
Die Chefs von Corporate-Real-Estate-Einheiten (CRE) können sich freuen: Ihre Gesamtvergütungen sind 2014 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Besonders Corporate Real Estate Manager in Europa ... 

Die Chefs von Corporate-Real-Estate-Einheiten (CRE) können sich freuen: Ihre Gesamtvergütungen sind 2014 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Besonders Corporate Real Estate Manager in Europa konnten von diesem Aufwärtstrend profitieren, wie eine aktuelle Vergütungsstudie von CoreNet Global zeigt.

Mit einer Gesamtvergütung von durchschnittlich 228.059 USD (rund 201.000 Euro) wurden Heads of Corporate Real Estate im vergangenen Jahr in Europa entlohnt. Das entspricht einem Plus von 35% gegenüber dem Jahr 2013. Berücksichtigt wurden dabei neben kurzfristigen, variablen Vergütungsbestandteilen wie Boni auch der Wert von langfristigen zusätzlichen Vergütungsbestandteilen, z.B. in Form von Aktienpaketen. Besonders die variablen Vergütungsbestandteile sind für die deutliche Steigerung der Gesamtbezüge verantwortlich. Das Basisgehalt für die Position des Head of Corporate Real Estate war 2014 im Schnitt 18% höher als noch 2013 und betrug im vergangenen Jahr 158.301 USD (rund 139.540 Euro).

Eine Führungskraft innerhalb einer CRE-Einheit erhielt in Europa insgesamt im vergangenen Jahr kaum weniger als ein CRE-Bereichsleiter, nämlich 212.625 USD (rund 187.400 Euro). Das Basisgehalt lag mit 142.359 USD (rund 125.488 Euro) knapp 16.000 USD unter dem eines CRE-Leiters.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie von CoreNet Global (CNG) und FPL Associates. 229 CNG-Mitglieder aus 205 verschiedenen Unternehmen beteiligten sich an der Umfrage. Davon betreuen 54% der CRE-Einheiten Immobilien in Europa und 93% in den Vereinigten Staaten. Insgesamt wurden Vergütungszahlen für 19 Positionen ermittelt. Doch nur für zwei Positionen gibt es auch Werte für den europäischen Markt. Insgesamt liegen die einzelnen Vergütungsbestandteile der europäischen Corporate-Real-Estate-Chefs tendenziell eher unter denen ihrer nordamerikanischen Kollegen. Doch das habe auch etwas mit den unterschiedlichen Sozialsystemen zu tun, sagt Thomas Glatte, Präsident von CoreNet Global in Zentraleuropa.

Nicht nur die Heads of Corporate Real Estate in Europa profitierten von gestiegenen Basisgehältern. Insgesamt gaben 89% der Befragten an, dass sich ihre Basisgehälter zwischen 2013 und 2014 erhöht hatten. Dass sich dieser Trend auch in diesem Jahr fortsetzen wird, davon gehen 86% der Befragten aus. Sie rechnen mit einem Plus von rund 4%.

Boni erhalten 91% der Befragten. Diese berechnen sich überwiegend nach der individuellen Leistung. 52% erhielten 2013 einen höheren Bonus als im Vorjahr und genauso viele erwarten für 2014 wieder eine Steigerung ihrer variablen Vergütungsbestandteile, und zwar im Schnitt um 14%. Doch langfristige Vergütungsbestandteile gehören noch nicht zum Standard bei CRE-Einheiten: Lediglich 40% verfügen über ein solches Incentive-Programm. Doch wo ein solches existiert, rechnen 87% der Befragten damit, davon auch zu profitieren. Zu den am häufigsten gewährten weiteren Vergünstigungen zählen Zuschüsse für das Home-Office, ein Parkplatz, Vereinsmitgliedschaften, Mobilfunkpakete und eine Kantine bzw. gesponsertes Essen.

CRE-Manager kümmern sich um die betriebseigenen Immobilien von Unternehmen. Gut ein Drittel der Befragten sind in Technologie- oder Finanzunternehmen beschäftigt, doch 3,4% betreuen den Gebäudebestand von Immobilienunternehmen. Keine kleine Aufgabe: Im Schnitt kümmern sich die CRE-Einheiten um 565 Standorte mit einer Größe von rund 1,3 Mio. m2. Dabei hantieren die CRE-Teams nicht mit geringen Werten: Immobilien würden oft 10% und mehr der Bilanzsumme von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen ausmachen, heißt es auf der Internetseite der Irebs Immobilienakademie, die eine Weiterbildung zum CRE-Management in Kooperation mit CNG anbietet. Zudem würden Experten die Immobilienkosten auf ca. 5% bis 15% der Gesamtkosten der Unternehmen schätzen.

Aus den Liegenschaftsverwaltern sind strategisch arbeitende Manager geworden, und zwar auch aus der Sicht der Unternehmen. "Die Flughöhe der CRE-Manager hat sich in den letzten zehn bis 15 Jahren sukzessive erhöht", sagt Glatte. Sie würden stärker strategische Aufgaben ausüben und belegen innerhalb der Unternehmen häufiger Führungspositionen. "Das Management von Betriebsimmobilien umfasst mittlerweile das Finanz-, Technologie-, Arbeitsplatz- und oft sogar das Markenmanagement des Unternehmens." Mit dieser Rollenveränderung erklärt Glatte auch die steigende Vergütung in der Branche.

Wer sich für das Berufsbild interessiert, sollte angesichts der vielfältigen und kommunikativen Aufgaben vor allem in den Soft Skills überzeugen können: abstrahieren, strukturieren, Themen zu den Führungskräften transportieren und diese überzeugen sei wichtig. Analytisch-strategisches Denken sei für die Aufgaben ebenfalls notwendig. Darüber hinaus zähle finanzwirtschaftliches Know-how. Je operativer CRE-Manager tätig sind, desto wichtiger sei auch technisches Wissen, sagt Glatte. "Und Englischkenntnisse sind ein absolutes Muss."

Sonja Smalian