Karriere-News

Gleicher Ort, gleicher Lohn

Karriere 02.11.2017
Die Arbeits- und Sozialminister der EU einigen sich auf eine Reform der Entsenderichtlinie. Das löst gemischte Gefühle aus. ... 

Die Arbeits- und Sozialminister der EU einigen sich auf eine Reform der Entsenderichtlinie. Das löst gemischte Gefühle aus.

Die europäischen Arbeits- und Sozialminister haben sich auf eine Reform der Entsenderichtlinie von 1996 geeinigt. Der Kerngedanke: gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit am gleichen Ort. Entsandte Arbeiter sollen also im Prinzip genauso bezahlt werden wie einheimische Kollegen. Firmen, die Bauarbeiter z.B. aus dem osteuropäischen Ausland auf deutsche Baustellen schicken, könnten damit zukünftig dazu verpflichtet werden, außer dem Mindestlohn auch andere Vergütungsbestandteile, die in Deutschland z.B. für schwere Arbeiten fällig werden, zu zahlen.

Während die Gewerkschaft IG Bau die Reformpläne begrüßt, weil sie den "durch die bisherigen Regelungen der Entsenderichtlinie verursachten Lohndruck deutlich reduziert", hält der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes die Pläne für wenig praxistauglich, nicht zielführend und kontraproduktiv: Schon die Einhaltung des Mindestlohns sei schwer zu kontrollieren - wie solle das erst aussehen, wenn z.B. auch die Zahlung von Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschlägen kontrolliert werden müsste?

Daran, dass entsandte Arbeitnehmer nicht zu den gleichen Lohnkosten auf deutschen Baustellen arbeiten wie deutsche Facharbeiter, werde sich außerdem ohnehin nichts ändern, denn z.B. die Sozialabgaben für ausländische Arbeitnehmer seien ja weiterhin deutlich niedriger als für deutsche Beschäftigte, so der Arbeitgeberverband. Würden die Reformpläne in der Baubranche umgesetzt, sei dies nicht etwa zum Wohl entsandter Arbeitnehmer, im Gegenteil: Damit würde "der Scheinselbstständigkeit und damit dem Unterlaufen von Mindeststandards Tür und Tor geöffnet".

Harald Thomeczek

HBC macht Berufstätige in Wirtschaftsrecht fit

Karriere 01.11.2017
Die Hochschule Biberach (HBC) bietet ab dem Sommersemester 2018 die berufsbegleitenden Bachelor- und Master-Studiengänge Wirtschaftsrecht mit dem Schwerpunkt Bau und Immobilien an. Die ... 

Die Hochschule Biberach (HBC) bietet ab dem Sommersemester 2018 die berufsbegleitenden Bachelor- und Master-Studiengänge Wirtschaftsrecht mit dem Schwerpunkt Bau und Immobilien an. Die Weiterbildungsstudiengänge sollen Kompetenzen an den Schnittstellen von (Immobilien-)Wirtschaft und Recht vermitteln und Berufstätige so in die Lage versetzen, Prozesse juristisch einordnen zu können. Angesprochen fühlen sollen sich primär Mitarbeiter aus Bau- und Immobilienunternehmen, aber z.B. auch Mitarbeiter aus Rechts-, Bau- und Immobilienabteilungen von Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen, von Behörden oder öffentlichen Verwaltungen sind herzlich willkommen. Das Bachelor-Studium ist auf mindestens sieben (und maximal zehn Semester) taxiert und kostet in den ersten sieben Semestern 2.130 Euro pro Halbjahr (plus Semesterbeitrag); ab dem achten Semester wird eine Studiengebühr von 1.270 Euro fällig. Der Master-Abschluss ist auf mindestens drei Semester angelegt. Die Kosten: 5.290 Euro pro Semester in der Regelstudienzeit, danach sind es 3.175 Euro (jeweils plus Semesterbeitrag). Damit Berufstätige Job und Studium unter einen Hut bringen können, wechseln sich Präsenzveranstaltungen (Blockwochen) und Online-Learning-Einheiten miteinander ab. Möglich ist auch die Belegung einzelner Module, die die HBC zertifiziert.

Harald Thomeczek