Karriere-News

IZ matcht Firmen und Bewerber digital

Die IZ-Karrierewoche: 200 Jobs und spannende Talks.

Die IZ-Karrierewoche: 200 Jobs und spannende Talks.

Quelle: Immobilien Zeitung

Karriere 29.10.2020
Die IZ-Karrierewoche 2020, die erste digitale Jobmesse für die Immobilienwirtschaft, ist am Montag an den Start gegangen. Anders als auf den analogen Vorgängerveranstaltungen tummeln sich ... 

Die IZ-Karrierewoche 2020, die erste digitale Jobmesse für die Immobilienwirtschaft, ist am Montag an den Start gegangen. Anders als auf den analogen Vorgängerveranstaltungen tummeln sich viele Berufstätige unter den Bewerbern.

Planungssicherheit ist ein hohes Gut im Eventmanagement. Das hat nicht zuletzt die Komplettabsage des Expo Real Hybrid Summit kurz vor Messebeginn gezeigt. Eine von Anfang an rein digital ausgelegte Jobmesse ist indes gegen Absagen wegen steigender Infektionszahlen gefeit.

Die 26 Immobilienfirmen, die an der Karrierewoche der Immobilien Zeitung teilnehmen, haben gut 200 offene Stellen an die digitale Jobwall gepinnt. Damit kann die große Mehrheit der - zu Beginn der Karrierewoche - gut 250 Teilnehmer einen Job abstauben. Die Veranstaltung läuft noch bis zum 30. Oktober. Kurzentschlossene können bis Freitagvormittag ein Ticket lösen.

Die meisten Unternehmen waren schon auf dem IZ-Karriereforum an der Goethe-Universität in Frankfurt dabei. Diesmal kommen sie aber mit mehr Berufserfahrenen in Kontakt: Jeder dritte Bewerber ist berufstätig, jeder Vierte über 30. Im Vorjahr lag der Anteil der Berufstätigen nur bei 12%. Der Anteil der Studenten und Absolventen ist dagegen von 80% auf 61% gesunken.

Dazu passt, dass das mit Abstand wichtigste Motiv für eine Teilnahme heißt: Ich will einen neuen Job finden. Erst danach folgt der Direkteinstieg nach dem Studium. Den Unternehmen kommt diese stärkere Durchmischung gelegen: "Da 2020 zum ersten Mal auch Berufserfahrene durch die Veranstaltung angesprochen werden, erhoffen wir uns besonders in dieser Zielgruppe einige interessante neue Kontakte", sagt Anabel Wunderlich, Director Human Resources bei Savills. Ihre Jobangebote richten sich daher "an Kandidaten sämtlicher Senioritätsstufen, von Studenten bis hin zu sehr berufserfahrenen Kandidaten".

Wechselwillige können sich unbeobachtet von ihrem jetzigen Arbeitgeber nach Offerten umschauen. Dazu müssen sie nur ihr Bewerberprofil anonymisieren. Ihre Identität wird erst gelüftet, wenn eine Anfrage für ein virtuelles Gespräch positiv beschieden wird, es also zu einem Matching kommt. Eine Kontaktaufnahme ist in beide Richtungen möglich. Montagvormittag hatten Firmen und Bewerber schon ca. 200 Karriere-Matches klargemacht.

Harald Thomeczek

Karrierewoche ist gestartet

Karriere 29.10.2020
Anke Pipke

Ottmar Heinen scheidet bei Project Beteiligungen aus

Köpfe 28.10.2020
Erst vor kurzem ist Alexander Schlichting in den Vorstand von Project Beteiligungen eingetreten, nun hat ihn der Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Gremiums ernannt. Vorgänger Ottmar Heinen hat ... 

Erst vor kurzem ist Alexander Schlichting in den Vorstand von Project Beteiligungen eingetreten, nun hat ihn der Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Gremiums ernannt. Vorgänger Ottmar Heinen hat das Unternehmen verlassen. Bei der Project Vermittlungsgesellschaft ist Schlichtings Weggefährte Christian Grall nun als zusätzlicher Geschäftsführer an Bord.

Nach dem Ausscheiden von Ottmar Heinen, seit Jahresbeginn Vorstandsvorsitzender, ist Alexander Schlichting auf dessen Posten nachgerückt. Er führt das Unternehmen nun zusammen mit Finanzvorstand Markus Schürmann. Dem Wechsel an der Spitze seien "divergierende Ansichten zu unternehmensstrategischen Schwerpunktsetzungen" vorausgegangen, teilen die Bamberger mit.

Zu Schlichtings Aufgabengebiet gehören jetzt neben dem Publikumsvertrieb und der Produktentwicklung auch die Ressorts Personal, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing.

Zudem bleibt der 45-Jährige zunächst geschäftsführender Gesellschafter der Project Vermittlungsgesellschaft. An seiner Seite wird ab Januar 2021 Christian Grall (34) als weiterer Geschäftsführer Platz nehmen. Schlichting freut sich, mit Grall "einen langjährigen Wegbegleiter wieder bei der Project Vermittlungs GmbH willkommen zu heißen".

Nachtrag, 4. März 2021: Laut Mitteilung von Project Investment hat Ottmar Heinen "im gegenseitigen Einvernehmen die Gruppe zum 28. Februar 2021 verlassen".

Anke Pipke

Jan-Christoph Maiwaldt gibt Chefposten bei noventic ab

Köpfe 28.10.2020
Nach zehnjähriger Zugehörigkeit will Jan-Christoph Maiwaldt, Vorsitzender der Geschäftsführung der noventic GmbH und CEO der noventic group, eine "neue Herausforderung angehen", wie das ... 

Nach zehnjähriger Zugehörigkeit will Jan-Christoph Maiwaldt, Vorsitzender der Geschäftsführung der noventic GmbH und CEO der noventic group, eine "neue Herausforderung angehen", wie das Unternehmen mitteilt. Damit zieht sich nun innerhalb einer überschaubaren Zeit der zweite Geschäftsführer zurück.

Im Sommer erst hat sich Andreas Göppel, unter anderem Geschäftsführer der noventic GmbH, verabschiedet. Seine Aufgaben haben sich zunächst Maiwaldt und Rupert Paris geteilt. Inzwischen hat sie Dr. Dirk Then, dem Handelsregister zufolge selbst noch nicht lange im Gremium, übernommen. Ebenfalls noch recht jung in der Geschäftsführung der Gesellschaft ist laut öffentlicher Bekanntmachung Stephan Bause.

Nun kündigt Maiwaldt selbst seinen Abschied an. Er will seinen Platz bis spätestens Ende Januar 2021 geräumt haben. So ganz loslassen wird er allerdings nicht. Der 59-Jährige wird noventic weiterhin beratend zur Seite stehen, etwa mit Aufsichtsratstätigkeiten. Darüber hinaus bleibt er in der Funktion als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Mannheimer noventic-Beteiligung PPC aktiv.

"Es wird keine Nachbesetzung der Position von Herrn Maiwaldt geben", teilt noventic mit. Der Staffelstab werde an das bestehende Management-Team mit Stephan Bause, Rupert Paris und Dr. Dirk Then übergeben.

Die noventic group beschäftigt sich mit der klimaintelligenten Steuerung von Immobilien. Europaweit zählt sie knapp 900 Mitarbeiter.

Anke Pipke

PwC: Investitionen in hybride Arbeitsmodelle zahlen sich aus

Verwaistes Büro: Irgendwann kehren die Mitarbeiter wieder zurück, aber vermutlich seltener als vorher.

Verwaistes Büro: Irgendwann kehren die Mitarbeiter wieder zurück, aber vermutlich seltener als vorher.

Quelle: imago images, Urheber: Westend61

Karriere 28.10.2020
Die Diskussion rund um Homeoffice und Büromarkt nimmt manchmal die Züge eines Glaubenskriegs an. Die Beratungsgesellschaft PwC wollte Licht ins Dunkel bringen und fragte 100 große ... 

Die Diskussion rund um Homeoffice und Büromarkt nimmt manchmal die Züge eines Glaubenskriegs an. Die Beratungsgesellschaft PwC wollte Licht ins Dunkel bringen und fragte 100 große Unternehmen nach ihren konkreten Absichten. Das Ergebnis: 60% der Firmen wollen ihre Büroflächen in den kommenden drei Jahren um durchschnittlich ca. 20% abbauen. Die Mitarbeiter sollen im Gegenzug 65% mehr Zeit im Homeoffice verbringen dürfen. Die Gretchenfrage, ab wann sich eine Flächenreduzierung jeweils für Mieter und Eigennutzer finanziell lohnt, beantworteten die Berater anhand von Modellrechnungen selbst: ab einem Anteil von 8% bzw. 10%.

Die Autoren der Studie "Mehr Home, weniger Office" gehen in ihrer Modellrechnung von einem Bürostandort mit 500 Mitarbeitern, einer 7.500 qm großen Bürofläche und einer monatlichen Nettomiete von 20 Euro/qm aus (bei einer jährlichen Indexierung von 2%). In diesem Mietszenario lohnt sich ein Flächenabbau schon ab ca. 8% reduzierter Fläche. Baut ein Unternehmen die im Durchschnitt genannten 20% ab, liegt die Kostenersparnis nach den ersten zehn Jahren bei 8%. "Dies entspricht einem Nettobarwert von 3,8 Mio. Euro", notieren die Autoren.

Um hohe Anfangsinvestitionen kommen die Unternehmen nicht herum

Diesem Rechenmodell liegen einige Voraussetzungen zugrunde. So planen die befragten Arbeitgeber Umbaumaßnahmen an ihren bestehenden Büroflächen und weitere Investitionen, um hybride Arbeitsmodelle zu ermöglichen bzw. zu verbessern. Geld ausgeben wollen die Firmen insbesondere für zusätzliche Meetingräume, flexibles Desk Sharing, digitale Infrastruktur oder Schulungen.

Damit die obige Rechnung im Mietszenario aufgeht, sollten Investitionen in die bestehende Bürofläche 630 Euro/qm nicht übersteigen. Zudem darf die Restlaufzeit des Mietvertrags nicht länger als neun Jahre sein. Sonst fressen die Strafzahlungen an den Vermieter für entgangene Miete die Kosteneinsparungen wieder auf.

Eigennutzer sparen später, aber mehr

Ist der Nutzer zugleich Eigentümer der Büroimmobilie, lohnt sich ein Flächenabbau mit anschließender Nachvermietung an Dritte ab ca. 10% reduzierter Fläche. Die Berater gehen dabei von einer Nachvermietung der nicht mehr benötigten 20% Bürofläche zu einem Mietpreis von 20 Euro/qm aus. Die Kosten für den Umbau der verbleibenden Flächen sollten die Grenze von 700 Euro/qm nicht überschreiten.

Ein Flächenabbau von 20% führt in diesem Modell zu einer Kostenersparnis von ca. 12% in den ersten zehn Jahren. Aufgrund einer einkalkulierten Leerstandsperiode von sechs Monaten und der Gewährung mietfreier Zeit (weitere drei Monate) werden Kosteneinsparungen zwar später als im Mietszenario erzielt. Da aber Strafzahlungen an den Vermieter wegfallen, fällt die Ersparnis insgesamt größer aus.

Homeoffice ist nicht nur bei Arbeitnehmern beliebt

"Beide Seiten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, haben sehr positiv für das Homeoffice votiert, auch für die Produktivität dieses Modells. Es gab wenig Gegenstimmen", sagt David Rouven Möcker, einer der beiden Autoren der Studie. "Überrascht hat uns auch, dass die Mitarbeiter schon vor Corona im Durchschnitt zwei Tage die Woche zuhause gearbeitet haben. Das mag daran liegen, dass die Hälfte der befragten Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche kommt."

"Das Büro wird nicht überflüssig"

Seine Kollegin Rita Marie Roland betont: "20% weniger Bürofläche sind kein ganz klarer Cut. Es geht nicht darum, dass das Büro überflüssig wird. Nur sollten Unternehmen ihre Optionen prüfen." Zudem stuften die befragten Arbeitgeber 50% der Bürojobs angesichts der Tätigkeitsprofile als nicht Homeoffice-tauglich ein.

Die Befragung fand im August und September 2020 statt. Befragt wurden Führungskräfte von 100 Unternehmen mit mindestens 50 Büroarbeitsplätzen in Deutschland. Mehr als ein Drittel dieser Unternehmen beschäftigt über 3.500 Mitarbeiter. Gut die Hälfte macht einen Umsatz von mehr als 500 Mio. Euro im Jahr.

Harald Thomeczek