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Spielwarenkette Intertoys zieht sich aus Deutschland zurück

In den Niederlanden wird Intertoys auch in Zukunft im ganzen Land Präsenz zeigen.

In den Niederlanden wird Intertoys auch in Zukunft im ganzen Land Präsenz zeigen.

Quelle: imago/Hollandse Hoogte

Karriere 26.07.2018
Der niederländische Spielwarenfilialist Intertoys zieht sich komplett aus Deutschland zurück, weil er hierzulande nach eigenen Angaben Verluste schreibt. Aussicht auf Besserung sieht das ... 

Der niederländische Spielwarenfilialist Intertoys zieht sich komplett aus Deutschland zurück, weil er hierzulande nach eigenen Angaben Verluste schreibt. Aussicht auf Besserung sieht das Unternehmen nicht.

Intertoys wird alle 23 bestehenden Filialen in Deutschland dicht machen. Entsprechende Medienberichte bestätigte eine Sprecherin der Immobilien Zeitung: "Die Läden sollen alle Ende Januar 2019 geschlossen werden. Es kann sein, dass manche Geschäfte, im Zusammenhang mit der Übergabe der Immobilien, ein paar Wochen früher geschlossen werden." Alle rund 250 Mitarbeiter in Deutschland, davon 25 Festangestellte und 225 Teilzeitkräfte - "einschließlich 200 Hilfskräfte" -, verlieren ihre Jobs.

Die Umsätze lohnen den Aufwand nicht mehr

Der Grund für den Komplettrückzug: Die in den deutschen Filialen erzielten Umsätze lohnten den Aufwand und die Kosten nicht mehr, die es brauche, die Läden am Leben zu halten, so die Sprecherin. Intertoys schreibe in Deutschland mittlerweile Verluste. Und man sehe "keine Möglichkeiten, dies auf lange Sicht zu verbessern".

Läden sind im Schnitt 350 qm groß

Das Unternehmen eröffnete 1996 den ersten Markt hierzulande in Bochum. Von den derzeit 23 Filialen befinden sich fast alle in Nordrhein-Westfalen. Sie sind im Schnitt rund 350 qm groß. Zu den Mietverträgen will sich das Unternehmen nicht äußern. Nur so viel: Die Immobilien gehörten verschiedenen Eigentümern. Es gebe keinen Deal mit einem Nachfolger, der die Läden bzw. Mietverträge übernehmen werde. Für potenzielle Nachmieter seien die Flächen in jedem Fall spätestens ab Ende Januar 2019 "verfügbar".

Niederländischen Kindern und ihren Eltern bleibt Intertoys erhalten: "Intertoys ist in den Niederlanden Marktführer für Spiele und Spielwaren und will dies auch unbedingt bleiben", so die Sprecherin. In seinem Heimatland zeigt das Unternehmen mit über 400 über das ganze Land verteilten Läden Präsenz.

Harald Thomeczek

Esch: Nach dem Urteil ist vor dem Prozess

Köpfe 23.07.2018
Kaum hat der Bundesgerichtshof Immobilienunternehmer Josef Esch wegen unerlaubter Bankgeschäfte verurteilt, droht ihm ein weiterer Strafprozess. Das Landgericht Köln hat Akten aus einem ... 

Kaum hat der Bundesgerichtshof Immobilienunternehmer Josef Esch wegen unerlaubter Bankgeschäfte verurteilt, droht ihm ein weiterer Strafprozess. Das Landgericht Köln hat Akten aus einem Untreueverfahren (Az. 116 KLs 12/13) aus der Schublade geholt und will darüber verhandeln.

Es geht - mal wieder - um Geschäfte mit Sal. Oppenheim. Konkret um einen gut bezahlten Repräsentantenvertrag. Esch soll den Kontrakt mit einem früheren Manager der KölnArena eingefädelt haben, ohne dass der Mann für sein Honorar etwas leistete. Die Anklage aus dem Jahr 2013 wirft Esch vor, durch den Abschluss des Vertrags Projektgesellschaften geschädigt zu haben, die er und Sal. Oppenheim hielten.

Monika Hillemacher

Vonovia-Chef verdient 117-mal so viel wie seine Untergebenen

Karriere 23.07.2018
Rolf Buch, der Vorstandsvorsitzende von Vonovia, hat im Jahr 2017 117-mal so viel verdient wie ein durchschnittlicher Beschäftigter des Wohnungskonzerns. Im DAX-30-Vergleich steht der ... 

Rolf Buch, der Vorstandsvorsitzende von Vonovia, hat im Jahr 2017 117-mal so viel verdient wie ein durchschnittlicher Beschäftigter des Wohnungskonzerns. Im DAX-30-Vergleich steht der Vonovia-Boss damit recht gut da: Der Median der CEO-to-Worker-Pay-Ratio liegt beim 85fachen. Die Hälfte der Chefs der DAX-30-Unternehmen liegt also darüber, die andere darunter. Die Spanne ist sehr breit und liegt zwischen Faktor 232 (Deutsche Post) und Faktor 25 (Commerzbank). Das alles steht in einem Report des Instituts für Mitbestimmung und Unternehmensführung der Hans-Böckler-Stiftung.

Die Schere zwischen der Managervergütung und der Entlohnung gemeiner Mitarbeiter geht laut der Untersuchung immer weiter auseinander. Wirft man Vorstandsvorsitzende und Vorstandsmitglieder der 30 DAX-Konzerne in einen Topf, berechnet das durchschnittliche Vorstandsgehalt und setzt es ins Verhältnis zum bereinigten Konzernpersonalaufwand pro Mitarbeiter, ergibt sich eine Manager-to-Worker-Pay-Ratio von 71. Das ist neuer Rekord: Als die Hans-Böckler-Stiftung sich 2005 zum ersten Mal dem Verhältnis von Vorstands- und Mitarbeitervergütung widmete, notierte die Pay-Ratio in der damaligen Zusammensetzung des Aktienindex gerade mal beim 42fachen. Anno 2014 lag der entsprechende Wert beim 57fachen. Die Studie wurde bis dato alle drei Jahre erstellt. Der Vonovia-Vorstand im Ganzen schneidet - ebenso wie CEO Buch in der Einzelwertung - mit einem Wert von 88 aktuell klar überdurchschnittlich ab.

Harald Thomeczek