Karriere-News

Martin Linz führt Geschäfte von Terragon Projekt

Köpfe 18.07.2017

Ende August endet die Ära Hartlief bei Corpus Sireo

Ingo Hartlief.

Ingo Hartlief.

Quelle: Corpus Sireo Real Estate, Urheber: Dirk Beichert

Köpfe 17.07.2017
Ingo Hartlief, 52, wird den Asset-Manager Corpus Sireo Real Estate Ende August 2017 verlassen - "auf eigenen Wunsch und in bestem Einvernehmen", wie es heißt. ... 

Ingo Hartlief, 52, wird den Asset-Manager Corpus Sireo Real Estate Ende August 2017 verlassen - "auf eigenen Wunsch und in bestem Einvernehmen", wie es heißt.

Hartlief gibt dann nicht nur seine Position als COO und stellvertretender Sprecher der Geschäftsführung des Unternehmens auf, sondern zugleich auch seine Tätigkeit als CEO der Swiss Life Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG). Seine Aufgaben wird bis auf Weiteres das, wie es heißt, Executive Committee des Hauses übernehmen. Bis Ende des Jahres will Hartlief den Kölnern beratend zur Seite stehen.

Der COO war im Juli 2010 zu Corpus Sireo gekommen. Er verantwortete Unternehmensangaben zufolge den Zugewinn von 8 Mrd. Euro schweren Immobilien-Assets under Management. Zu seinen Tätigkeiten gehörten die Konzeption von acht institutionellen Fonds, das Gewinnen von Kunden für diese Fonds sowie die Akquisition von Objekt- und Portfoliomandaten. Der 52-Jährige war obendrein maßgeblich mit dem Aufbau der Swiss Life KVG betraut. Swiss Life hatte in der Ära Hartlief die Sparkassen als Eigentümer von Corpus Sireo abgelöst. Unter seiner Führung wurde mit dem Swiss Life Living and Working der erste offene Immobilienpublikumsfonds des Hauses aufgelegt.

Bernhard Bomke

Vonovia-Vorstand verdient 46 Mal so viel wie ein Mitarbeiter

Karriere 14.07.2017
Bei der im Dax notierten Wohnungsgesellschaft Vonovia nähert sich das Verhältnis der Vorstandsgehälter zu dem, was ein normaler Mitarbeiter verdient, dem durchschnittlichen Gefälle bei den ... 

Bei der im Dax notierten Wohnungsgesellschaft Vonovia nähert sich das Verhältnis der Vorstandsgehälter zu dem, was ein normaler Mitarbeiter verdient, dem durchschnittlichen Gefälle bei den DAX-30-Unternehmen an. Im letzten Jahr verdiente ein Vonovia-Vorstandsmitglied im Schnitt 46 mal so viel wie ein normaler Mitarbeiter. Im Jahr 2015 war es noch das 42fache.

Die Vorstandsmitglieder der Wohnungs-AG Vonovia verdienten im vergangenen Jahr 46 Mal so viel wie einer ihrer eigenen Mitarbeiter im Durchschnitt. Das geht aus der "Studie zur Vergütung der Vorstände in den DAX- und MDax-Unternehmen im Geschäftsjahr 2016" hervor, die die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Controlling der Technischen Universität München unlängst veröffentlicht haben. Für das Geschäftsjahr 2015 hatten die DSW und die TU München die Studie noch eine gemäßigtere Spreizung bei der Wohnungsgesellschaft festgestellt: Damals war die durchschnittliche Gesamtvergütung eines Vonovia-Vorstandsmitglieds noch 42 Mal so hoch gewesen wie der durchschnittliche Personalaufwand pro Mitarbeiter.

Personalaufwand pro Vonovia-Mitarbeiter sank stärker als die durchschnittliche Vorstandsvergütung

Dass das Gehaltsgefälle zwischen der Vonovia-Vorstandsetage und der sonstigen Belegschaft im letzten Jahr zugenommen hat, liegt aber nicht etwa daran, dass die Gehälter der Vorstände stärker gestiegen wären als die ihrer Mitarbeiter. Tatsächlich sind die Pro-Kopf-Vorstandsgehälter bei der Vonovia von 2016 auf 2015 im Schnitt gesunken, wie ein Vergleich der aktuellen Studie mit der entsprechenden Untersuchung aus dem Vorjahr zeigt: Hatten die Vonovia-Vorstandsmitglieder demnach 2015 noch durchschnittlich 2,4 Mio. Euro verdient, waren es 2016 rund 2,2 Mio. Euro. Dass das Gefälle zum gemeinen Mitarbeiter dennoch zugenommen hat, liegt daran, dass der Personalaufwand pro Vonovia-Mitarbeiter noch stärker gesunken ist: Verdiente ein Vonovia-Mitarbeiter 2015 noch durchschnittlich rund 56.000 Euro, bekam er 2016 nur noch 48.000 Euro.

Gehaltsschere hat sich seit 2014 etwas geschlossen

Über alle DAX-30-Vorstände hinweg passt der durchschnittliche Verdienst eines gewöhnlichen Mitarbeiters etwa 50 Mal in die Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds aus dem eigenen Unternehmen. Das war schon 2015 so und im vergangenen Jahr hat sich daran nichts geändert. Der durchschnittliche Personalaufwand pro Mitarbeiter in den 30 DAX-Unternehmen ist konstant bei ca. 67.000 Euro geblieben, ebenso wie die Vorstandsgehälter, die lediglich um ein mageres Prozent auf 3,38 Mio. Euro zulegten. Die Bandbreite reicht aktuell von Faktor 23 zu Faktor 83. Vonovia notiert mit Faktor 46 ziemlich genau im Mittelfeld, nämlich auf Platz 14.

Vor zwei Jahren verdienten die Vorstandsmitglieder im DAX noch 54 Mal so viel wie ihre eigenen Leute. Die Gehaltsschere hat sich also seit 2014 etwas geschlossen. Die - trotz explodierender Gewinne und gestiegener Aktienkurse im vergangenen Jahr - moderate Entwicklung der Vorstandsgehälter im DAX erklären die Studienautoren damit, dass die Unternehmen seit einiger Zeit versuchen, ihre Vergütung stärker an der langfristigen Entwicklung des Aktienkurses auszurichten. Die variable Barvergütung, die kurz- bis mittelfristig orientiert ist, geht gleichzeitig deutlich zurück.

Harald Thomeczek