Karriere-News

WL Bank: Michael Speth führt Übergangsaufsichtsrat

Köpfe 29.05.2018
Die Immobilienbank WL Bank, eine Tochter der DZ Bank, hat einen neuen Aufsichtsrat - der allerdings nur bis Mitte August im Amt sein wird. Die WL Bank wird schließlich bis Ende Juli 2018 mit der ... 

Die Immobilienbank WL Bank, eine Tochter der DZ Bank, hat einen neuen Aufsichtsrat - der allerdings nur bis Mitte August im Amt sein wird. Die WL Bank wird schließlich bis Ende Juli 2018 mit der DG Hyp, einer anderen Tochter der DZ Bank, verschmolzen. Der Aufsichtsrat der fusionierten Immobilienbank, die auf den Namen DZ Hyp hören wird, konstitutiert sich in der zweiten Augustwoche.

Im Rahmen der Hauptversammlung der WL Bank mussten die Karten im Kontrollgremium in der vergangenen Woche der guten Ordnung halber trotzdem neu gemischt werden. Das Ergebnis: Michael Speth, Vorstandsmitglied der DZ Bank, ist der Nachfolger von Hans-Bernd Wolberg. Wolberg kam 2010 in den Aufsichtsrat, rückte 2013 zum Vorsitzenden auf und ist jetzt satzungsgemäß aus dem Amt geschieden.

Ebenfalls raus sind Dr. Wolfgang Baecker, der 2005 Aufsichtsratsmitglied wurde und 2013 zum stellvertretenden Vorsitzenden avancierte, und Werner Schulze Esking, der dem Gremium seit dessen Einrichtung 1987 ununterbrochen angehörte. In Baeckers Fußstapfen als Vizechef trat jetzt Rainer Peters, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Halle/Westfalen. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Uwe Berghaus, ebenfalls ein Vorstandsmitglied der DZ Bank, Friedrich Steinmann, Mitglied der Direktion der Stiftung Westfälische Landschaft, und Hans-Peter Ulepić, der Vorstandssprecher der Gladbacher Bank.

Welche Köpfe des neuen WL-Bank-Aufsichtsrats ab August auch im Kontrollgremium der DZ Hyp Präsenz zeigen werden - und welche nicht - steht nach Angaben der WL Bank noch nicht fest.

Harald Thomeczek

Instone stellt kräftig neue Leute ein

Karriere 28.05.2018
Der Wohnungsentwickler Instone Real Estate will personell kräftig zulegen. Rund 70 neue Mitarbeiter will Firmenchef Kruno Crepulja in den kommenden zwei bis drei Jahren rekrutieren. ... 

Der Wohnungsentwickler Instone Real Estate will personell kräftig zulegen. Rund 70 neue Mitarbeiter will Firmenchef Kruno Crepulja in den kommenden zwei bis drei Jahren rekrutieren.

Zum Börsengang im Februar 2018 hat sich Instone das Ziel gesetzt, die Zahl der fertiggestellten Wohnungen im Jahr mittelfristig von ca. 1.000 auf etwa 2.000 zu verdoppeln und den jährlichen Verkaufsumsatz so auf bis zu 1 Mrd. Euro hochzutreiben. Wer ambitionierte Wachstumspläne hegt, benötigt dafür in aller Regel auch zusätzliches Personal: "Klar planen wir auch personell zu wachsen: von aktuell rund 300 Mitarbeitern auf ungefähr 370 in den nächsten zwei, drei Jahren", sagte CEO Kruno Crepulja der Immobilien Zeitung (IZ). "Allein in diesem Jahr haben wir schon 15 neue Mitarbeiter eingestellt." Doch auch Crepulja weiß: "Die Nachfrage nach Wohnimmobilienexperten - ob für die technische oder für die kaufmännische Seite von Projektentwicklungen - ist natürlich groß. Der Markt saugt diese Leute nur so auf."

Instone ist aus der ehemaligen Bauträgersparte von Hochtief und dem Leipziger Entwickler GRK entstanden. Beide wurden einst nacheinander vom Private-Equity-Fondsmanager Activum aufgekauft, zusammengeführt und an die Börse gebracht.

Wer sich einen persönlichen Eindruck von Crepulja als möglichem neuen Chef verschaffen will, besuche am Samstag, dem 9. Juni 2018, die Jobbörse IZ-Karriereforum in Frankfurt.

Harald Thomeczek

Wolff & Müller geht neue Wege in der Personalentwicklung

Karriere 28.05.2018
Der Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft treibt den Bauunternehmen und ihren Auftraggebern Sorgenfalten auf die Stirn. Der Stuttgarter Mittelständler Wolff & Müller will jetzt im War for ... 

Der Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft treibt den Bauunternehmen und ihren Auftraggebern Sorgenfalten auf die Stirn. Der Stuttgarter Mittelständler Wolff & Müller will jetzt im War for Talents auch mit einer eigenen Personalentwicklungsgesellschaft und neuen Denkansätzen punkten.

Die Wolff & Müller Personalentwicklung GmbH (WMPE) wurde im Oktober 2017 gegründet. Geführt wird sie von Julia-Carolin Schmid, die auch das Geschäftsführungsbüro der Wolff & Müller Holding leitet. Kümmerten sich vorher drei Leute innerhalb der Personalabteilung der Holding um die Entwicklung der Mitarbeiter in der hauseigenen Akademie, beschäftigen sich heute in der Dienstleistungsgesellschaft zehn Personalentwickler mit nichts Anderem als dem Scouting und der Veredelung von Talenten - und allen anderen auch: "Alle unsere gut 2.000 Mitarbeiter werden regelmäßig geschult, jede Zielgruppe individuell: Studienabgänger haben meistens ein generalistisches Bachelorstudium absolviert und wollen sich dann vertiefen. Es gibt aber auch viele Mitarbeiter aus dem gewerblichen Bereich, die sich fortbilden wollen."

"Gravierender Fachkräftemangel" quer durch alle Geschäftsbereiche

Die tiefer liegende Motivation, eine eigene Gesellschaft für Personalentwicklung auf die Beine zu stellen, beschreibt Schmid so: "Wir haben einen gravierenden Fachkräftemangel. Das zieht sich durch alle unsere Geschäftsbereiche, vom Bau über die Projektplanung und -entwicklung bis hin zu Dienstleistungen wie Facility-Management oder Immobilienverwaltung. In der technischen Gebäudeausrüstung z.B. bekommen wir kaum noch Fachexperten und müssen große Anstrengungen bei der Personalsuche unternehmen." Schmids Mission: "Wir wollen einen Mehrwert im Kampf um Talente bieten und ein attraktiver Arbeitgeber sein."

Subunternehmen als zweite Kundengruppe

Die WMPE soll kostendeckend arbeiten und versteht sich als Dienstleister der operativen Unternehmensbereiche von Wolff & Müller - und nicht nur von diesen: Von den Angeboten der Personalentwicklungsgesellschaft angesprochen fühlen sollen sich auch Bauunternehmen oder Planungsbüros, die von Wolff & Müller als Generalunternehmer beauftragt werden. Nicht weniger als bis zu 80% der Bauleistung stemmt Wolff & Müller nämlich mit solchen Nachunternehmern.

Einarbeitungsprogramm für Jungbauleiter

Als Beispiel für eine der Neuerungen, die sie und ihr Team seit der Gründung der WMPE im eigenen Haus initiiert haben, nennt Chefpersonalentwicklerin Schmid ein kürzlich entwickeltes Einarbeitungsprogramm für Jungbauleiter: "Denken Sie an den klassischen jungen Bauingenieur, der von der Universität kommt und jetzt bei uns ins Berufsleben startet. Der will natürlich raus auf die Baustelle. Trotzdem müssen wir unseren jungen Ingenieuren den gesamten Wertschöpfungsprozess nahelegen." Die Jungbauleiter an diesen Prozess heranzuführen - dafür nimmt man sich bei Wolff & Müller künftig ein halbes Jahr Zeit, ehe es für die Frischlinge ernst wird.

"Mehr Netto vom Brutto" - z.B. mit E-Bike-Leasing

Noch diskutiert werden bei Wolff & Müller Fragen rund um den Arbeitsplatz der Zukunft, was u.a. "steuerbegünstigte Möglichkeiten für mehr Netto vom Brutto" einschließt: "Ein E-Bike zu leasen ist z.B. günstiger, wenn dies über die Firma läuft", sagt Bernd Hautz, Personalleiter der Wolff & Müller Holding. Außerdem macht sich ein Arbeitskreis aus Führungskräften in diesem Zusammenhang Gedanken über die Umsetzbarkeit des sogenannten Cafeteria-Systems: "Es geht darum, dass sich jeder Mitarbeiter seine Gehaltsbestandteile zu einem gewissen Teil selbst zusammensetzen kann. Konzerne haben das klassischerweise heute schon im Angebot. Für uns als Mittelständler wäre das schon ein großer Schritt."

Mögliche Beispiele: Ein Mitarbeiter, dem dies aufgrund seiner Position bzw. Funktion eigentlich nicht zustehen würde, könnte dennoch unter bestimmten Umständen einen Firmenwagen für den (weiten) Weg zur Arbeit erhalten. Oder ein Mitarbeiter hat die Option, anstatt einer Gehaltserhöhung einen steuerfreien Kindergartenzuschuss zu erhalten. Das Prinzip dahinter: "Ich nehme mir das, was ich gerade brauche."

Harald Thomeczek