Karriere-News

Gerüstbauer bekommen ab Mai mindestens 11,35 Euro die Stunde

Karriere 13.03.2018
Der Mindestlohn für Gerüstbauer steigt - das ist aber auch die einzige Einigung, die die Tarifpartner bisher erzielt haben. ... 

Der Mindestlohn für Gerüstbauer steigt - das ist aber auch die einzige Einigung, die die Tarifpartner bisher erzielt haben.

Mehr als ein Vierteljahr nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen für das Gerüstbauhandwerk nach der dritten Verhandlungsrunde haben sich die Bundesinnung Gerüstbau und die Gewerkschaft IG Bau auf einen neuen Mindestlohn von 11,35 Euro in der Stunde geeinigt. Dieser gilt ab dem 1. Mai 2018. Bisher bekamen Gerüstbauer mindestens 11 Euro die Stunde. Wäre der alte Mindestlohn am 30. April ohne gesicherten Anschlussmindestlohn ausgelaufen, hätten den Beschäftigten womöglich ein Rückfall auf die gesetzlich garantierten 8,84 Euro gedroht.

Voraussetzung dafür, dass der Mindestlohn für alle ca. 24.000 Gerüstbauer in Deutschland in rund sechs Wochen tatsächlich steigt, sei, dass die neue Bundesregierung bis dahin die Allgemeinverbindlichkeit für den neuen Branchenmindestlohn erklärt habe, so die IG Bau. Erst dann müssen auch Betriebe den Mindestlohn zahlen, die nicht tarifgebunden sind.

„Jetzt wollen wir ein faires Plus für die Tariflöhne verhandeln“

Die Gewerkschafter verstehen die erzielte Einigung beim Thema Mindestlohn als Startschuss für weitere Lohnerhöhungen: „Jetzt wollen wir ein faires Plus für die Tariflöhne verhandeln und sind mit den Arbeitgebern dazu in Vorbereitungsgesprächen“, wird der stellvertretende Bundesvorsitzende der IG Bau, Dietmar Schäfers, in einer Presseaussendung zitiert. Die IG Bau fordert ein Plus von 1 Euro auf 16,80 Euro pro Stunde für den Ecklohn. Außerdem sollen auch Azubis mehr Geld bekommen. Die Arbeitgeberseite bestätigt die Wiederaufnahme der Verhandlungen in einer eigenen Mitteilung: „Für die Verhandlungen zum Lohntarifvertrag wird es einen weiteren Termin geben.“ Der alte Lohntarifvertrag für den Gerüstbau ist im August 2017 ausgelaufen.

Arbeitgeberseite sperrte sich gegen Mindestlohn für Facharbeiter

Die Bundesinnung für das Gerüstbauerhandwerk hatte nach dem Verhandlungsabbruch im November 2017 erklärt, sie habe eine dreiprozentige Erhöhung des Lohntarifvertrags bei einer zweijährigen Laufzeit angeboten. Beim Mindestlohn war sie nach eigenen Angaben zu einer Steigerung von 6,4% in den nächsten drei Jahren bereit, was einen Anstieg auf 11,70 Euro in diesem Zeitraum bedeutet hätte.

Die von der Gewerkschaft geforderte Einführung eines Mindestlohns 2 für Facharbeiter in Höhe von 14,70 Euro bezeichnete die Arbeitgeberseite im Dezember als „indiskutabel“: „Wir sehen in einem Mindestlohn 2 für Facharbeiter kein Verbesserungspotential für den Wettbewerb, solange nicht sichergestellt ist, dass der Facharbeitermindestlohn auch flächendeckend kontrolliert wird“, hatte Marcus Nachbauer, Verhandlungsführer der Tarifkommission auf Arbeitgeberseite, damals verlauten lassen. Von einem Mindestlohn 2 ist in den aktuellen Mitteilungen beider Seiten allerdings keine Rede.

Harald Thomeczek

GWW verliert Geschäftsführer Stefan Storz an Volkswohnung

Köpfe 13.03.2018
Die GWW Wiesbadener Wohnungsbaugesellschaft verliert einen ihrer beiden Geschäftsführer an das ebenfalls kommunale Wohnungsunternehmen Volkswohnung aus Karlsruhe: Stefan Storz (50), der der ... 

Die GWW Wiesbadener Wohnungsbaugesellschaft verliert einen ihrer beiden Geschäftsführer an das ebenfalls kommunale Wohnungsunternehmen Volkswohnung aus Karlsruhe: Stefan Storz (50), der der GWW-Geschäftsführung seit 2010 angehört, wechselt zum 1. Mai 2018 nach Baden. Er beerbt dort Alleingeschäftsführer Reiner Kuklinski (67), der dann nach elf Jahren und neun Monaten an der Spitze des Unternehmens in Rente geht.

Storz' Vertrag lief eigentlich bis 2020, er hat ihn gekündigt. Die GWW sucht noch nach einem Nachfolger, denn am Prinzip der Doppelspitze will das Wiesbadener Unternehmen unbedingt festhalten. Eine Stellenanzeige wurde geschaltet; Bewerbungen werden noch bis zum 29. März 2018 entgegennommen. Storz war in der Geschäftsführung für das Bestandsmanagement und die Kundenteams zuständig, sein (Noch-)Kollege Hermann Kremer kümmert sich um die Grundstücksakquise sowie Projektentwicklung bzw. Neubau.

Die Volkswohnung bewirtschaftet ca. 13.200 eigene Wohnungen und 250 Gewerbeeinheiten und verwaltet 900 Wohnungen für Dritte. Die Volkswohnung-Gruppe beschäftigte laut dem Geschäftsbericht 2016 Ende des vorvergangenen Jahres rund 280 Mitarbeiter. Die GWW kommt mit ihrer Schwestergesellschaft GeWeGe Wohnungsgesellschaft der Stadt Wiesbaden auf einen ähnlich großen Bestand aus rund 13.500 Wohnungen und zählt 170 Mitarbeiter.

Harald Thomeczek

Peach Property: Verwaltungsrat wird eine Nummer größer

Köpfe 13.03.2018
Die Zürcher Peach Property Group, ein Bestandshalter deutscher Wohnungen, erweitert den Verwaltungsrat. Künftig soll das Gremium vier statt bisher drei Köpfe haben. Das Unternehmen will den ... 
Harald Thomeczek

Meag: Hans-Joachim Barkmann übernimmt für Günter Giehr

Hans-Joachim Barkmann.

Hans-Joachim Barkmann.

Quelle: Meag

Köpfe 12.03.2018
Günter Manuel Giehr (60), Geschäftsführer bei Meag Munich Ergo AssetManagement und dort zuständig für Immobilien, geht Ende 2018 in Rente. Die globale Verantwortung für die Assetklasse ... 

Günter Manuel Giehr (60), Geschäftsführer bei Meag Munich Ergo AssetManagement und dort zuständig für Immobilien, geht Ende 2018 in Rente. Die globale Verantwortung für die Assetklasse Immobilien bei der Meag-Gruppe übernimmt zum 1. Januar 2019 Dr. Hans-Joachim Barkmann (57). Giehr trägt seit Herbst 2008 die Last dieser Verantwortung. Vorher, seit 1999, war er in der Geschäftsführung von Meag verantwortlich für Risikocontrolling, Back Office und IT. Barkmann ist seit September 2008 Geschäftsführer der Meag Munich Ergo Kapitalanlagegesellschaft. Am 1. Januar 2005 hatte er bei der Meag als Geschäftsführer der Meag Real Estate Hamburg angefangen. In dieser Rolle war er u.a. als Projektleiter für die großflächige Bestandsoptimierung des gesamten deutschen Wohnungs- und Gewerbeportfolios der Meag in den Jahren 2006 und 2007 zuständig. Der Vermögensverwalter des Rückversicherers Munich Re und der Versicherungsgruppe Ergo managt Immobilienanlagen im Umfang von 11 Mrd. Euro. Gemessen am gesamten Anlagevolumen von 252 Mrd. Euro nehmen sich diese eher klein aus.

Harald Thomeczek

Andreas Wende gründet noch eine Firma unter dem Arena-Dach

Karriere 12.03.2018
Andreas Wende, Ex-Investmentchef von Savills und heute COO der NAI apollo group, hat eine weitere Firma gegründet. Gemeinsam mit Henning Heinemann, Geschäftsführer des Immobilienmanagers ... 

Andreas Wende, Ex-Investmentchef von Savills und heute COO der NAI apollo group, hat eine weitere Firma gegründet. Gemeinsam mit Henning Heinemann, Geschäftsführer des Immobilienmanagers Waypoint Real Estate und vorher Niederlassungsleiter von DIC Onsite, hob Wende das Managementunternehmen Arena Landlord Services mit Sitz in Frankfurt aus der Taufe. Das neue Unternehmen hat sich die Betreuung von Gewerbeobjekten abseits der sogenannten A-Städte auf die Fahnen geschrieben. Auf der Liste der angebotenen Dienstleistungen stehen in erster Linie: das Vermietungsmanagement, die Bestandsmieterbetreuung, die Steuerung der Dienstleister vor Ort, die Verkaufsvorbereitung, das Vermarktungsmanagement, die Steuerung von Due-Diligence-Prozessen, Repositionierungen und das Asset-Management.

Wende hatte im Sommer 2017 schon eine Firma gegründet, die das Wort "Arena" im Namen trägt: das Unternehmen Arena Wohninvest, das in Hamburg sitzt und rund um den Ver- und Ankauf von Wohnungen und ganzen Wohnungspaketen berät und vermittelt. Hier ist Christian von Järten Wendes Compagnon. Der Herr ist Gründer und Geschäftsführer der von Järten & Cie Immobilien Unternehmensgruppe, die bei der Vermarktung sowie Vermittlung von Wohn- und Anlageimmobilien hilft.

Harald Thomeczek

Mario Caroli ist bald nicht mehr Gesellschafter von E&G

Köpfe 12.03.2018
Mario Caroli wird im Zuge der Abspaltung des Immobiliengeschäfts von Ellwanger & Geiger als persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank ausscheiden. Wie die Stuttgarter Zeitung ... 

Mario Caroli wird im Zuge der Abspaltung des Immobiliengeschäfts von Ellwanger & Geiger als persönlich haftender Gesellschafter der Privatbank ausscheiden. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, geht Caroli von Bord, sobald ein Nachfolger für ihn als Geschäftsleiter der Bank gefunden ist - und auch die Bafin ihren Segen dazu gegeben hat. Die Bank trennte sich von allen drei Immobilientöchtern: So erwarben Caroli und Björn Holzwarth den von ihnen geführten Gewerbeimmobilienmakler Ellwanger & Geiger Real Estate. Auch der Wohnimmobilienmakler Ellwanger & Geiger Private Immobilien gehört den beiden nun zu gleichen Teilen. Und die dritte Immobilientochter, E&G Funds & Asset Management, wurde von Caroli und seinem Co-Geschäftsführer Ralf Schlautmann übernommen.

"Die Neujustierung erfolgt rechtzeitig", sagte Caroli der Stuttgarter Zeitung. Teil eines Bankkonzerns zu sein, habe die Immobiliengesellschaften ausgebremst. So seien Provisionen aufgrund von Vorschriften aus dem Bankbereich gedeckelt, und auch die Prüf- und Meldepflichten seien umfassender. Für die Immobilien Zeitung waren weder Caroli, der sich auf dem Weg nach Cannes zur Immobilienmesse Mipim befindet, noch der verbleibende Gesellschafter von Ellwanger & Geiger, Dr. Volker Gerstenmaier, bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme zu erreichen.

Harald Thomeczek