Karriere-News

Annekathrin Bethke

Annekathrin Bethke beim Segelkurs, um den Sportbootführerschein See zu erwerben.

Annekathrin Bethke beim Segelkurs, um den Sportbootführerschein See zu erwerben.

Bild: Annekathrin Bethke

Karriere 30.07.2015
Annekathrin Bethke (29) ist seit 2013 Geschäftsführerin von Dahler & Company Franchise. Die gebürtige Berlinerin war 2006 als Auszubildende zu Dahler & Company nach Hamburg gekommen. ... 

Annekathrin Bethke (29) ist seit 2013 Geschäftsführerin von Dahler & Company Franchise. Die gebürtige Berlinerin war 2006 als Auszubildende zu Dahler & Company nach Hamburg gekommen. Von 2009 bis 2013 übernahm sie die Marketingleitung bei der Dahler & Company Group und absolvierte parallel ein Bachelorstudium BWL an der Europäischen Fernhochschule. In ihrer Freizeit stehen Yoga, Laufen, Fitness und Motorbootfahren auf der Agenda. Bethke ist Mitglied im Marketeer Club Europe und im Fitnessclub Aspria Uhlenhorst.

Wo wohnen Sie zurzeit?

In St. Georg. Eigentum.

Bitte beschreiben Sie Ihre Wohnung mit ein paar Sätzen.

Eine kleine Maisonette-Wohnung, die sehr zentral gelegen ist. 200 m zur Alster, 100 m zum innerstädtischen Leben, Einkaufen, Cafés, Kultur - alles sehr nah. Immer lebendig. Hochgeklappte Bordsteine gibt es hier nicht.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Wohnung?

Der Küchentresen zum entspannten und kreativen Arbeiten und die Badewanne am späten Abend zum Abschalten.

Haben Sie bei dieser Immobilie oder einer anderen beim Bau schon einmal selbst mit Hand angelegt?

Na ja. Selbst mit Hand angelegt wäre deutlich übertrieben. Aber ich konnte bei dem Neubauprojekt so einiges selbst auswählen. Bei der Wahl der Möbel habe ich auf bereits zusammengebaute Möbel gesetzt. ;-)

Was muss die perfekte Wohnung unbedingt haben?

Eine große Badewanne!

Wie und wo möchten Sie im Alter gerne wohnen?

Muss ich mir dazu jetzt schon konkrete Gedanken machen? Mittelfristig finde ich Full-Service- und Mixed-Use-Konzepte traumhaft.

Womit haben Sie als Erwachsene zum ersten Mal Geld verdient?

Ich habe bei Caterings meines Onkels gekellnert.

Wie haben Sie den Weg in die Immobilienbranche gefunden?

Geplant. Immobilien und die Branche haben mich immer fasziniert. Familiär war ich diesbezüglich auch schon positiv geprägt.

Was wären Sie heute gerne, wenn nicht Immobilienprofi?

Inhaberin einer Marketingagentur.

Haben Sie eine Lieblingsimmobilie?

Keine konkrete. Aber ein Haus in der Toskana ist traumhaft. Das liegt nicht nur an der Immobilie selbst, sondern vor allem an dem Umfeld, der Kultur, dem Essen, der Lebensfreude.

Und welches Gebäude in Deutschland würden Sie gerne abreißen?

Muss ich irgendetwas zerstören wollen? Jede Immobilie hat ihre Berechtigung gehabt.

Was bringt Sie privat auf die Palme? Und was beruflich?

Ignoranz und Arroganz.

Nennen Sie einen Ihrer Lieblingssongs?

Keine Macht den Pessimisten! Von Gregor Meyle.

Welche kürzlich besuchte Veranstaltung hat Ihnen besonders gut gefallen?

Konzert von Fritz Kalkbrenner.

Wie können Sie besonders gut entspannen oder abschalten?

Beim Sport oder Yoga vergesse ich das Alltägliche. Wenn ich dann im Anschluss noch Zeit für Wellness und Sauna habe, bin ich entspannt.

In welcher Lokalität kann man Sie häufiger antreffen?

Bei einem sehr guten Italiener, Cuneo in Hamburg, oder in der Bar vom The George Hotel.

Und mit welcher noch lebenden Persönlichkeit würden Sie dort gerne einmal einen Abend verbringen?

Mit Yahoo-Chefin Marissa Meyer. Power- und Karrierefrau.

Verraten Sie uns auch noch Ihr Lieblingsgericht?

Sushiiiii! Ich kann morgens, mittags und abends Sushi essen und genießen.

Wie feiern Sie Ihre Erfolge?

Beim After Work mit meinem Team.

Mit wem würden Sie gerne mal für einen Tag das Leben tauschen?

Oliver Samwer, weil ich neugierig bin, wie ein Tag bei jemandem abläuft, der so viele erfolgreiche Unternehmen hochzieht.

Gibt es etwas im Ausland, was Sie in Deutschland vermissen?

Mut zur Selbstständigkeit.

Sie haben 100.000 Euro zur freien Verfügung und müssen das Geld komplett ausgeben - welchen Traum erfüllen Sie sich?

Ein eigenes Unternehmen starten.

Sonja Smalian

Makeln und verwalten künftig nur mit Sachkundenachweis

Die Qualität der Leistung wird sich insbesondere durch den Sachkundenachweis erhöhen, glauben Verbandsvertreter.

Die Qualität der Leistung wird sich insbesondere durch den Sachkundenachweis erhöhen, glauben Verbandsvertreter.

Bild: Javierafael/Fotolia.com

Karriere 23.07.2015
Nach Jahren der Diskussion ist es endlich so weit. Der Zugang zum Makler- und Verwalterberuf wird in Deutschland neu geregelt. Künftig sind ein Sachkundenachweis und eine ... 

Nach Jahren der Diskussion ist es endlich so weit. Der Zugang zum Makler- und Verwalterberuf wird in Deutschland neu geregelt. Künftig sind ein Sachkundenachweis und eine Berufshaftpflichtversicherung vorgeschrieben. So steht es im Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), der seit ein paar Tagen vorliegt. Auch wenn es hier und da noch Nachbesserungswünsche gibt, der Jubel bei den Verbänden überwiegt.

Einen Tag nach Bekanntwerden des Referentenentwurfs ist Martin Kaßler, Geschäftsführer des Dachverbands Deutscher Immobilienverwalter (DDIV), immer noch wohlgelaunt. "Heute ist ein guter Tag", sagt er im Hinblick auf den Gesetzentwurf. Nach Erhalt des 16 Seiten umfassenden Dokuments habe er sich abends eine Zigarre gegönnt. Seit Jahren setzt sich der DDIV wie andere Verbände auch für eine Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Verwalter von Wohnungseigentum ein. Eine wichtige Hürde war 2013 genommen, als die Forderungen in den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD aufgenommen wurden. Und nun liegt der Gesetzentwurf vor. "Die Bundesregierung hat Wort gehalten", hält Kaßler fest. Auch beim Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen ist die Freude groß. "Jetzt liegen endlich Fakten auf dem Tisch. Das kann uns keiner mehr wegnehmen. Das ist super", sagt Sun Jensch, IVD-Bundesgeschäftsführerin.

Gefeiert wird die Änderung von § 34c Gewerbeordnung. Immobilienmakler und Wohneigentumsverwalter (WEG-Verwalter) erhalten künftig nur die gewerberechtliche Erlaubnis, wenn sie einen Sachkundenachweis und eine Berufshaftpflichtversicherung vorlegen können. Wie schon zuvor müssen die erforderliche Zuverlässigkeit und geordnete Vermögensverhältnisse bestehen.

Der Fach- und Sachkundenachweis wird eine IHK-Prüfung sein, die ca. 400 Euro kostet. Wahrscheinlich werde die Hälfte der Antragsteller schon über einen beruflichen Ausbildungsabschluss verfügen, der der Sachkunde gleichgestellt ist, heißt es im Entwurf. Wie die Prüfungsinhalte für den Sachkundenachweis aussehen könnten, hat der IVD in einem Gutachten formuliert. Als Mindestanforderung sieht der Verband die Ausbildung zum/zur Immobilienkaufmann/-frau an. Doch dies spielt im Gesetzgebungsverfahren zunächst keine Rolle, sondern erst in der Rechtsordnung, die dann "mit Leben gefüllt" wird.

Von der Sachkundeprüfung entbunden sind mittels einer sogenannten Alte-Hasen-Regelung Makler und Verwalter, die länger als sechs Jahre ununterbrochen am Markt aktiv waren. Allerdings müssen sie diese Expertise innerhalb einer Frist nachweisen. Die Gewerbetreibenden sind zudem verpflichtet, die Qualifikation ihrer Mitarbeiter zu prüfen, sofern diese an den erlaubnispflichtigen Vermittlungs- bzw. Verwaltungstätigkeiten mitwirken, also z.B. Eigentümerversammlungen durchführen. Andernfalls kann der WEG-Verwalter bzw. Makler haftbar gemacht werden. Blaupause für diese Regelung seien die Versicherungs- und Finanzvermittler, sagt Kaßler. Auch so genannte Bankenmakler in Kreditinstituten benötigen künftig eine gewerberechtliche Erlaubnis, die auf die Sachkunde beschränkt ist.

Zweite wichtige Neuerung ist die erforderliche Berufs- bzw. Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, um die gewerberechtliche Erlaubnis zu erhalten. Über eine solche Versicherung verfügen schon jetzt mehr als 97% der rund 1.850 Mitgliedsbetriebe des DDIV. Die knapp 6.000 IVD-Mitglieder müssen sowohl eine Vermögensschaden- als auch eine Betriebshaftpflichtversicherung vor Eintritt in den Verband nachweisen, sagt Jensch. Eine Vertrauensschadenversicherung erhalten sie zusätzlich über die Mitgliedschaft.

Es gibt aber auch Nachbesserungswünsche am Gesetzentwurf. Der Verein Wohnen im Eigentum (WiE) kritisiert die Alte-Hasen-Regel. WiE fordert mit Verweis auf den Verbraucherschutz, dass innerhalb der ersten fünf Jahre nach Inkrafttreten der Berufszugangsregelung auch die "alten Hasen" Prüfungen ablegen sollten. So könnten sie nachweisen, dass sie ihr Fach beherrschen, sagt WiE-Geschäftsführerin Gabriele Heinrich und moniert, dass die Regeln sonst erst bei der nächsten Generation greifen würden.

Die beiden Verbände IVD und DDIV bemängeln, dass im Gesetzentwurf der Mietverwalter nicht berücksichtigt wurde, obwohl dieser ebenfalls treuhänderisch tätig ist. Bei der Versicherungspflicht verfolgen beide unterschiedliche Zielsetzungen. Der DDIV setzt sich für eine Erweiterung der Versicherungspflicht auf die Deckung von Personen- und Sachschäden ein und plädiert für den Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung. Der IVD hingegen hält eine Vertrauensschadenversicherung für Immobilienverwalter für erforderlich. Zudem spricht sich der DDIV für eine Weiterbildungspflicht aus. So etwas gebe es auch im Verkehrsgewerbe, beispielsweise bei Lkw-Fahrern, so Kaßler.

Nichtsdestotrotz sieht Jensch den Referentenentwurf als "Meilenstein für die Branche" an. Künftig werde es nicht mehr Juristen oder andere Gelegenheitsmakler geben, die mal schnell eine Immobilie "nebenbei" vermitteln. Allein die Tatsache, dass in Deutschland nicht einmal bekannt sei, wie viele "34c eigentlich am Markt aktiv seien", ist nach Jenschs Ansicht schon ein starkes Zeichen. So einen Wildwuchs wird das neue Gesetz eindämmen. Die Branche werde sich künftig über die Qualität selektieren, glaubt Jensch.

Den Zeitplan des BMWi für die Umsetzung der Pläne bezeichnet Jensch als "sportlich". Die Verbände müssen bis zum 7.August 2015 zum Referentenentwurf Stellung nehmen. Das Gesetzgebungsverfahren könnte dann bis zum Jahresende 2015 abgeschlossen sein, heißt es seitens des IVD. Nach Verkündung der Änderungen in der Gewerbeordnung im Bundesgesetzblatt bleiben laut Referentenentwurf neun Monate bis zum Inkrafttreten der Regelungen. Nach der jetzigen Zeitplanung wäre der 1. Oktober 2016 dann der Stichtag. Bis dahin heißt es für den Gesetzgeber noch die entsprechende Rechtsverordnung, die u.a. Prüfungsverfahren und -inhalte sowie Qualifikationsanforderungen regeln wird, zu erarbeiten. Gleiches gilt für die Prüfungsunterlagen für die Industrie- und Handelskammern.

Makler und Verwalter hätten ab dem 1.Oktober genau sechs Monate Zeit von der "Alte-Hasen-Regel" Gebrauch zu machen. Geschehe dies nicht, warnt der IVD, würde am 1. April 2017 die früher erteilte Erlaubnis entfallen - und mit ihr die Möglichkeit den Beruf auszuüben.

Sonja Smalian

WIR-Akademie erhält Preis

Karriere 23.07.2015
WIR - Wohnen im Revier ist für die Nachwuchsarbeit ihrer Akademie mit dem DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2015 ausgezeichnet worden. ... 

WIR - Wohnen im Revier ist für die Nachwuchsarbeit ihrer Akademie mit dem DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2015 ausgezeichnet worden.

Unter dem Namen WIR - Wohnen im Revier kooperieren zwölf kommunale und kommunalnahe Wohnungsunternehmen im Ruhrgebiet miteinander. Mit der WIR-Akademie arbeiten sie bei der Förderung und Entwicklung von Nachwuchstalenten über Unternehmensgrenzen hinweg zusammen. Für dieses Engagement verliehen ihnen Aareon und DW - Die Wohnungswirtschaft den DW-Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2015. Es ist nicht die erste Auszeichnung für das Personalentwicklungskonzept. Schon 2012 erhielt die WIR-Akademie den HR Excellence Award.

Viermal hat die WIR-Akademie seit ihrer Gründung im Jahr 2007 stattgefunden. Jeweils zehn bis fünfzehn Nachwuchstalente der beteiligten Immobilienunternehmen nehmen an dem Personalentwicklungsprogramm teil. Gemeinsam bearbeiten sie Themen wie Nahversorgung im Quartier oder Corporate Social Responsibility in der Wohnungswirtschaft. Dabei trainieren die jungen Immobilienprofis ihre Präsentationstechniken, vernetzen sich untereinander und lernen, sich selbst zu reflektieren. Team- und Einzelcoachings ergänzen das Programm.

Organisator ist der Arbeitskreis Personal und Prozesse zusammen mit einem wechselnden Unternehmen als Paten der Veranstaltung. 2016 soll die nächste WIR-Akademie stattfinden.

Sonja Smalian

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Stellenausschreibungen auf dem IZ-Karriereforum 2015. Die Arbeitgeber kommen aus ihren Unternehmen heraus, um sich mit potenziellen Bewerbern zu treffen.

Stellenausschreibungen auf dem IZ-Karriereforum 2015. Die Arbeitgeber kommen aus ihren Unternehmen heraus, um sich mit potenziellen Bewerbern zu treffen.

Bild: Alexander Sell

Karriere 16.07.2015
Die heutige Generation der Studierenden wird von den Unternehmen umworben. Das hemmt zwar die Sorge vor dem Berufseinstieg, macht aber die Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber nicht ... 

Die heutige Generation der Studierenden wird von den Unternehmen umworben. Das hemmt zwar die Sorge vor dem Berufseinstieg, macht aber die Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber nicht unbedingt einfacher. Bei ihrer Entscheidung stützen sich die Studierenden vor allem auf die vier Kriterien passendes Tätigkeitsfeld, Karriereperspektiven, positives Unternehmensimage und Standort - weniger auf Gehalt und Arbeitsplatzsicherheit.

Die Signale vom Arbeitsmarkt könnten besser kaum sein. 61% der Immobilienunternehmen wollen bis zum Frühjahr 2016 mehr Mitarbeiter einstellen. Jede dritte offene Stelle soll mit einem Berufseinsteiger besetzt werden. Die durchschnittlichen Einstiegsgehälter liegen auf dem höchsten Niveau seit 2003. Auf Karriere- und Hochschulmessen treten die Unternehmen aktiv auf die Studierenden zu und bieten ihre Direkteinstiegspositionen und Traineeprogramme, nicht selten mit Auslandsstation, feil. Praktika, Werkstudentenplätze, von Unternehmen bereitgestellte Themen für Bachelor- und Masterarbeiten sowie Kaminabende und Unternehmensvorstellungen gehören inzwischen zum guten Ton an quasi jeder Hochschule. Wer vor fünfzehn oder mehr Jahren seinen Hochschulabschluss gemacht hat, reibt sich angesichts dieser Umstände die Augen und versucht sich zu erinnern, wie es früher überhaupt möglich war, die Eintrittspforte ins Berufsleben zu durchschreiten.

Doch die schöne neue Welt bringt ganz eigene Herausforderungen mit sich. Die Umworbenen haben die Qual der Wahl angesichts vieler verlockender Optionen und großer Mobilität. Gleichzeitig sind die Bachelorabsolventen häufig erst Anfang 20. Kennen sie ihre eigenen Bedürfnisse schon gut genug, um mit ihrer Entscheidung glücklich zu sein? Welche Kriterien legen die Studierenden also für die Wahl ihres Wunscharbeitgebers zugrunde? Was lässt einen Top-Arbeitgeber aus der Masse herausstechen?

Am Wichtigsten ist das, was auch am wichtigsten sein sollte: das Tätigkeitsfeld (siehe Grafik "Das Tätigkeitsfeld gibt den Ausschlag"). Wer intensiv studiert hat, will sein Wissen auch in einem passenden Umfeld anwenden. Wer sich für ein spezialisiertes Immobilienstudium und beispielsweise gegen ein allgemeines BWL-Studium in jungen Jahren entschieden hat, dürfte sich für die Immobilie nachhaltig genug interessieren, um dort dann seine Berufschancen auszuloten.

An zweiter Stelle stehen die Karriereperspektiven. Der Wunsch aufzusteigen, seinen eigenen Weg zu machen, ist ein Merkmal der Jugend. Genährt wird diese Zielrichtung nach oben auch von den Hochschulen, die ihre Studierenden mit breitem Rücken in den Ring des Arbeitslebens treten lassen. Manchmal sei das Selbstbewusstsein deutlich größer als die Praxistauglichkeit des neuen Mitarbeiters und die ambitionierten Nachwuchskräfte müssten erst sanft in den Berufsalltag integriert werden, sagen Personalverantwortliche allenthalben.

In einer Welt, in der es von Marken und Logos nur so wimmelt, und selbst als Anti-Marken-Produkte eingeführte Lebensmittel der Kategorie "Die Weißen" oder "Ja!" längst zur Marke geworden sind, werden auch Unternehmen nach ihrem Image ausgewählt. Das ist die drittwichtigste Kategorie, wie die Auswertung zum Top-Arbeitgeberranking bei der diesjährigen Umfrage zur IZ-Joboffensive zeigt. Interessanterweise spielt die positive Wahrnehmumg der Arbeitgebermarke nur eine untergeordnete Rolle (Rang acht von zwölf Kriterien).

Das viertwichtigste Kriterium können die Unternehmen nur bedingt beeinflussen, den Standort. Besonders zieht es die jungen Menschen in Metropolregionen wie das Rhein-Main-Gebiet oder aber nach München, Hamburg, Berlin und Stuttgart.

Auch die Unternehmensgröße ist für die Studierenden entscheidend. Big is beautiful gilt bei der Generation Y nicht, für die Kommunikation, Austausch und ein kollegiales Betriebsklima wichtige Aspekte sind (siehe auch die Zitate von Studierenden in "Erwartungen an die Arbeitgeber"). 38% favorisieren für sich eine Betriebsgröße von elf bis 250 Mitarbeiter. Internationalität des Unternehmens ist ebenfalls ein wichtiges Element, um als Top-Arbeitgeber in die engere Wahl zu kommen. Immerhin können sich fast drei Fünftel der Immobilienstudenten vorstellen, im Ausland zu arbeiten.

Auch wenn Themen wie Work-Life-Balance oder die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei den künftigen Absolventen kaum eine Rolle bei der Wahl des Top-Arbeitgebers spielen, so gibt es dennoch deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede (siehe Grafik "JLL liegt bei Männern und Frauen vorn") bei der Bewertung der Arbeitgeber. Während JLL und Bilfinger von Männern und Frauen gleichermaßen als Top-Arbeitgeber eingestuft werden, sieht es bei Drees & Sommer sowie CBRE anders aus: CBRE wurde von deutlich mehr Männern als Frauen als Top-Arbeitgeber eingestuft, hingegen erhielt Drees & Sommer seine Punkte stärker von Frauen. Auch Cushman & Wakefield kann vor allem beim weiblichen Geschlecht punkten.

Interessanterweise gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Anforderungen an Arbeitgeber im Allgemeinen, die die Studierenden stellen, und den Anforderungen an Top-Arbeitgeber im Speziellen. Die beiden Kriterien "finanzielle Aspekte" und "ein sicherer Arbeitsplatz" rangieren bei den Top-Arbeitgebern eher auf den hinteren Rängen (Rang sieben und zehn von zwölf), während bei den Anforderungen an Arbeitgeber im Allgemeinen finanzielle Aspekte und ein sicherer Arbeitsplatz Rang drei und vier nach Aufstiegsoptionen und Weiterbildungsangeboten belegen. Offenbar ist das Vertrauen in einen Top-Arbeitgeber höher, sodass diese beiden Kategorien als gegeben angesehen werden.

Sonja Smalian

Die Türsteherinnen der drei Top-Arbeitgeber

Izabela Danner leitet den Personalbereich bei JLL Deutschland. Zum Jahresende sucht das Unternehmen wieder rund zehn Trainees für das im Juli 2016 beginnende Programm.

Izabela Danner leitet den Personalbereich bei JLL Deutschland. Zum Jahresende sucht das Unternehmen wieder rund zehn Trainees für das im Juli 2016 beginnende Programm.

Bild: Melanie Bauer

Karriere 16.07.2015
JLL, Bilfinger und Corpus Sireo heißen die drei Top-Arbeitgeber der Immobilienwirtschaft in diesem Jahr. Wie Studenten und Absolventen bei ihren Traum-Unternehmen einsteigen können, verraten ... 

JLL, Bilfinger und Corpus Sireo heißen die drei Top-Arbeitgeber der Immobilienwirtschaft in diesem Jahr. Wie Studenten und Absolventen bei ihren Traum-Unternehmen einsteigen können, verraten ihre Personalchefinnen. Eintrittspfade gibt es viele.

Die drei unterschiedlichen Unternehmen eint, dass sie alle breit aufgestellt sind und eine Vielzahl von Tätigkeitsfeldern bieten. Und genau darauf legen Immobilienstudenten Wert: ein zu ihrer Qualifikation passendes Tätigkeitsfeld (siehe Artikel "Wer die Wahl hat, hat die Qual"). "Der Maklerstempel ist gut, der Stempel ist auch richtig", sagt Izabela Danner, verantwortlich für Human Resources bei JLL Deutschland. "Aber bei uns gibt es noch viel mehr." Weltweit machen Dienstleistungen für Konzerne, sogenannte Corporates, die Hälfte des JLL-Geschäfts aus. In Deutschland überwiege noch das Maklergeschäft. Schon jetzt gibt es Einsatzfelder wie u.a. Leasing, Bewertung, Asset-Management, Debt Advisory, Projektentwicklung, Property-Management oder Residential Investments. Die unterschiedlichen Dienstleistungen werden für verschiedene Assetklassen angeboten. "Wir haben für alle etwas da", sagt Danner, die Mitglied im Management Board Germany von JLL ist.

Der Konzern Bilfinger hat ebenfalls einiges im Angebot: Neben Hochbau und Facility-Services erbringt zudem Bilfinger Real Estate u.a. Dienstleistungen in den Bereichen Asset- und Property-Management, Corporate Solutions, Centermanagement oder Real Estate Consulting. Und Corpus Sireo bietet u.a. mit den Geschäftsfeldern Projektentwicklung, Asset-Management, Investmentmanagement und Makler eine bunte Palette an Tätigkeiten an.

Das dürfte den Studierenden gefallen, denn ihre Interessen sind breit gefächert: Am beliebtesten ist nach wie vor die Projektentwicklung, in die es 18% zieht, gefolgt vom Asset- und Property-Management sowie dem Fondsmanagement/Investment. Die vier Einsatzgebiete Facility-Management, Projektsteuerung, Bewertung und Corporate Real Estate Management wirken auf jeweils 6% bis 8% der Studierenden anziehend, wie die diesjährige Umfrage zur IZ-Joboffensive zeigt. 428 Studierende immobilienwirtschaftlicher und verwandter Fächer gaben in diesem Jahr Auskunft zu ihrer Qualifikation, ihren Berufs- und Gehaltsvorstellungen sowie ihren Wunsch-Arbeitgebern. Die Studierenden zieht es in die Praxis. 65% wollen direkt nach ihrem aktuellen Studium ins Berufsleben einsteigen.

Welche Chancen bieten die drei beliebtesten Unternehmen also den Nachwuchskräften? Bei JLL ist sowohl der Direkteinstieg als auch ein Traineeprogramm möglich. Zwölf Monate dauert das Programm, in dem die Einsteiger verschiedene Bereiche durchlaufen, um sich danach beispielsweise zwischen Valuation und Investment entscheiden zu können. Es komme gut an, dass es so kurz ist, sagt Danner. Wer dieses Jahr erfolgreich absolviert hat, der wird auch übernommen, betont die HR-Leiterin.

Bei Bilfinger Real Estate steigen Hochschulabsolventen in der Regel direkt ein, sagt Liselotte Gruse, Division HR Head für die Division Bilfinger Real Estate. So gebe es beispielsweise ein Junior-Centermanagerprogramm. Aber in den anderen Geschäftsbereichen, u.a. Capital Markets Consulting, Property Development Consulting, sei ein Einstieg ebenso möglich wie in den Zentralbereichen (HR, Rechnungwesen etc.). Konzernweit gebe es zudem auch Traineeprogramme. Bei Bilfinger würden Immobilienaffine oft in den Bereichen Hochbau und Facilities Services beginnen.

Bei Corpus Sireo fangen Berufsneulinge als Trainee an, um die Komplexität des Unternehmens kennenzulernen. Nimmt sie lieber Bachelor- oder Masterabsolventen? "Wir haben keine Präferenz", sagt Iris Schönbeck, Head of Human Resources Management bei Corpus Sireo. Alle Anfänger durchlaufen dasselbe 15 Monate währende Traineeprogramm. Fünf Stationen lernen die Trainees kennen, davon dürfen sie zwei selbst wählen. Betreut werden sie in der Station von einem Buddy, über das Programm hinweg zudem von einem Mentor. Ab 2016 wird das Traineeprogramm auf 18 Monate verlängert, damit auch eine Station bei Swiss Life möglich sei, dem Eigentümer von Corpus Sireo.

Doch es muss nicht immer gleich ein Arbeitsvertrag unterschrieben werden, um die drei Top-Arbeitgeber kennenzulernen. Sie bieten alle drei Praktika an. Allein JLL beschäftigt rund 180 Praktikanten jährlich. Hinzu kommen Stellen für Werkstudenten. Bei Corpus Sireo gibt es 30 bis 40 Stellen für Werkstudenten. Wer sich gut macht, wird bei Corpus Sireo for Students aufgenommen. Die Mitglieder werden u.a. zu Firmen-Events und Weiterbildungen eingeladen. Aus diesem Pool würden sich nicht selten Praktikanten rekrutieren, sagt Schönbeck. Bilfinger fördert zudem Studierende mit dem Deutschlandstipendium und lädt die Geförderten zu Veranstaltungen ein. Dies soll künftig noch ausgebaut werden.

Karriereperspektiven sind den Studierenden ebenfalls sehr wichtig. Leider sei in den Köpfen immer noch verankert, dass Karriere etwas mit Führung zu tun hat, sagt Schönbeck. Doch nicht jeder könne Führungskraft werden, auch wenn die Unternehmen Führungsnachwuchs durchaus fördern. JLL unterstützt mit einem Führungsnachwuchsprogramm junge Talente über einen Zeitraum von zwei Jahren. Bei Bilfinger gibt es beispielsweise ein Leadership Performance Programm. Neben einer gezielten Entwicklung von Führungskräften werden aber auch Karrierepfade für Spezialisten angeboten. Die Fachkarriere wird bewusst entwickelt.

Weiterbildung wird bei den drei Top-Arbeitgebern groß geschrieben. Corpus Sireo und Bilfinger setzen dabei auch auf ihre unternehmenseigenen Akademien. Corpus Sireo wird sich zudem ab dem kommenden Jahr wieder verstärkt um die Ausbildung kümmern und rekrutiert nach dem Sommer drei bis fünf Kandidaten für die Ausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. -frau.

Für die Studierenden war bei der Wahl von JLL zum Wunscharbeitgeber das Thema Internationalität besonders wichtig. Das Beratungsunternehmen arbeitet an einem Austauschprogramm für Mitarbeiter, das dreimonatige Aufenthalte in anderen Büros innerhalb der Emea-Region ermöglicht. Voraussetzung für die Teilnahme ist jedoch ein passender Tauschpartner. 2014 habe es acht Emea-Tauschpärchen gegeben. "Es ist unser Ziel, den Austausch zu fördern", sagt Danner. Das Programm werde systematisch ausgebaut und soll auch exotische Ziele wie Istanbul oder Moskau umfassen.

Auch Bilfinger kann mit Internationalität locken. Der Konzern ist mit seinen mehr als 60.000 Mitarbeitern in rund 40 Ländern aktiv. Gerade engagiert sich Gruse dafür, dass eine deutsche Berufseinsteigerin in Großbritannien in der Projektentwicklung eingesetzt werden kann.

Wie vielen Berufseinsteigern werden die drei HR-Verantwortlichen in diesem Jahr noch die Türe aufhalten? JLL hat 20 offene Positionen für Direkteinsteiger und sucht bis zum Jahresende zehn Trainees für das im Juli 2016 beginnende Programm. Für die relativ junge Gesellschaft Tetris, die sich mit Innenausbau beschäftigt, werden 20 bis 30 Leute gebraucht.

Bei Bilfinger gibt es in diesem Kalenderjahr rund 150 Stellen für Berufseinsteiger, davon zehn in der Division Bilfinger Real Estate. Corpus Sireo sucht bis zum Jahresende fünf bis zehn Kandidaten für sein Traineeprogramm. Anders als bei JLL gibt es keinen festen Stichtag, sodass Bewerber das ganze Jahr über jederzeit ihre Unterlagen einschicken können.

Dazu kommen bei allen drei Unternehmen zusammengenommen noch hunderte von Praktikantenpositionen und Stellen als Werkstudent. Um an die Tür eines Top-Arbeitgebers zu klopfen, muss man zuerst den Arm ausstrecken. Also: An die Lebensläufe, fertig, los!

Sonja Smalian

JLL ist der beste Arbeitgeber

Die Medaille fest im Griff: JLL ist zum vierten Mal in Folge der beliebteste Arbeitgeber der Immobilienstudenten.

Die Medaille fest im Griff: JLL ist zum vierten Mal in Folge der beliebteste Arbeitgeber der Immobilienstudenten.

Bild: Sondem/Fotolia.com

Karriere 16.07.2015
Die Immobilienstudenten haben gewählt und wieder stehen an der Spitze des Top-Arbeitgeberrankings nur drei Buchstaben: JLL. Das Makler- und Beratungsunternehmen verteidigt damit das vierte Mal in ... 

Die Immobilienstudenten haben gewählt und wieder stehen an der Spitze des Top-Arbeitgeberrankings nur drei Buchstaben: JLL. Das Makler- und Beratungsunternehmen verteidigt damit das vierte Mal in Folge seine Führungsposition. Bilfinger kletterte in der Gunst der Studenten auf Rang zwei und den dritten Rang belegt der Vorjahreszweitplatzierte Corpus Sireo.

Bei den Immobilienstudenten hat JLL ein Stein im Brett. Seit Umfragebeginn zum Top-Arbeitgeberranking vor sechs Jahren tummelt sich das Beratungsunternehmen auf den Rängen eins bis drei. Seit 2012 besetzt es mit souveränem Abstand die Spitzenposition. Mit insgesamt 98 Punkten liegt JLL in diesem Jahr 28 Zähler vor dem zweitplatzierten Unternehmen Bilfinger (70). Damit halbiert sich allerdings der Abstand gegenüber den "Verfolgern" erheblich, der 2014 noch 68 Punkte betrug. Damals hatte JLL mit 129 Zählern noch mehr als doppelt so viele Punkte auf sich vereinen können wie jeweils Corpus Sireo, CBRE und Patrizia, die sich zu dritt den zweiten Rang teilten.

Rang zwei sicherte sich in diesem Jahr jedoch ein neuer Name - Bilfinger. 2014 und 2013 hatte das Unternehmen noch auf Rang sieben rangiert. Nun ist es für viele angehende Absolventen eine begehrenswertere Adresse geworden und erhielt 29 Punkte mehr als noch im Vorjahr. Damit schiebt sich der Aufsteiger mit einem Punkt ganz knapp vor Corpus Sireo (69). Das Unternehmen, das mit dem Slogan The Real Estate People wirbt, hatte 2014 noch Rang zwei belegt und ist nun die Nummer drei.

Auf den Rängen vier bis acht tummeln sich so bekannte Namen wie CBRE, Patrizia, Drees & Sommer, BNP Paribas Real Estate und ECE. Neueinsteiger auf den Rängen neun und zehn sind Cushman & Wakefield sowie Ernst & Young (siehe Grafik "Die 10 Top-Arbeitgeber"). Nicht mehr unter den ersten zehn vertreten sind in diesem Jahr Union Investment und Hochtief.

Das Ranking der Top-Arbeitgeber ist ein Ergebnis der jährlichen Arbeitsmarkt- und Gehaltsumfrage der Immobilien Zeitung, der Umfrage zur IZ-Joboffensive. In diesem Jahr füllten 428 Studenten immobilienwirtschaftlicher und verwandter Studiengänge von mehr als 120 Universitäten, (Fach-) Hochschulen, Berufsakademien und Weiterbildungseinrichtungen den Fragebogen aus. Ein Viertel von ihnen ist an einer Universität und 56% sind an einer (Fach-) Hochschule eingeschrieben. Jeder zweite absolviert ein Bachelorstudium, 40% streben den Masterabschluss an. Die Befragungsteilnehmer werden spätestens zum März 2017 ihr Studium beenden. Bei wem würden sie dann am liebsten anheuern?

Bis zu drei Wunscharbeitgeber konnten die Studierenden frei wählen, im Fragebogen waren keine Unternehmensnamen vorgegeben. Bei der Auswertung wurde gewichtet: Für den erstgenannten Wunscharbeitgeber gab es drei Punkte, für den zweiten zwei, Drittplatzierte erhielten einen Punkt.

Nur 53% der Studenten benannten einen Wunscharbeitgeber, ein Drittel zählte drei Namen auf. Das Ergebnis überrascht, da viele Unternehmen über die Hochschulen schon früh Kontakt zu potenziellen Bewerbern suchen. Vielleicht ist durch diese Kontaktfülle die Auswahl an möglichen interessanten Arbeitgebern so groß, dass die Studierenden sich nicht auf bis zu drei Namen festlegen möchten? Immerhin schossen den Befragungsteilnehmern rund 170 unterschiedliche Firmennamen durch den Kopf. Der Wunschzettel der Immobilienstudenten ist gut durchmischt und reicht von Allianz Real Estate bis zu Ziegert Immobilien. Mit Asset-Managern, Banken, Bausparkassen, Bauunternehmen, Bewertern, Centermanagern, Consultingfirmen, Fondsgesellschaften, Maklern, Facility-Management-Dienstleistern, Projektentwicklern, Investmentgesellschaften und noch weiteren spiegelt sich die Bandbreite der Immobilienbranche wider. Auch wenn große Namen dominieren, findet sich auch so mancher Mittelständler auf der Liste. Wer die jungen Menschen von sich überzeugen konnte, bleibt im Gedächtnis. Doch wer sind die Aufsteiger und Absteiger im Ranking, das in diesem Jahr zum siebten Mal erscheint?

Zu den Aufsteigern im Ranking der Top-Arbeitgeber der Immobilienwirtschaft zählen Corpus Sireo, Patrizia Immobilien und BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Corpus Sireo arbeitete sich von Rang 13 im Jahr 2011 bis Rang zwei im Jahr 2014 kontinuierlich nach oben. In diesem Jahr belegt es Rang drei, obwohl es acht Punkte mehr als im Vorjahr erhielt. Ähnlich verlief es bei Patrizia, das 2012 auf Rang zwölf Einstand im Ranking hielt und bis auf Rang zwei (2014) kletterte. 2015 landet das Unternehmen zwar "nur" auf Rang fünf, hat aber gegenüber dem Vorjahr lediglich drei Punkte eingebüßt. Auch BNPPRE stieg von Rang 13 (2011) auf nun Rang sieben stetig auf.

Die Liste der Absteiger ist indes deutlich länger. Seit 2014 nicht mehr unter den ersten zehn vertreten sind die in schwieriges Fahrwasser geratene IVG Immobilien sowie die Banken. Namen wie DekaBank, Commerz Real/Commerzbank, Deutsche Bank/Rreef oder UBS tauchten seitdem nicht mehr unter den zehn Besten auf.

Abgestiegen ist auch Hochtief. Der Konzern hatte von 2009 bis 2011 das Ranking angeführt und konnte sich bis 2012 noch auf dem Siegertreppchen halten. Doch die Übernahme durch ACS, verbunden mit vielen personellen Wechseln, forderte ihren Tribut. Das MDax-Unternehmen stürzte im Vorjahr auf Rang zehn ab und ist in diesem Jahr erstmals gar nicht mehr unter den zehn Top-Arbeitgebern vertreten. Es erhielt so wenige Punkte wie die traditionell von den Studierenden verschmähten Wohnungsgesellschaften und rangiert in diesem Jahr gleichauf mit Deutsche Annington und Deutsche Wohnen unter "ferner liefen". Auch die anderen MDax-Gesellschaften sind bei den Studierenden, mit Ausnahme von Bilfinger, unbeliebt. Ein Student nennt LEG Immobilien, aber Deutsche Euroshop, TAG Immobilien und die Aareal Bank tauchen erst gar nicht auf. Dabei sponsert die Aareal Bank seit Jahren mit dem Aareal Award of Excellence einen der am höchsten dotierten Nachwuchspreise. Zudem präsentierte sie vor kurzem gute Zahlen und erhöhte die Dividende.

Welche Faktoren entscheiden also über Auf- und Abstieg im Ranking? Hier konnten die Studierenden aus zwölf vorgegebenen Kriterien auswählen. Generell gilt, dass ein passendes Tätigkeitsfeld, gute Karriereperspektiven, ein positives Unternehmensimage und der passende Unternehmensstandort die wichtigsten Kriterien zur Bewertung eines Top-Arbeitgebers sind (siehe auch Artikel "Wer die Wahl hat, hat die Qual" auf Seite 13). Doch die besten zehn überzeugten auch in anderen Kategorien. Bei JLL spielte die Internationalität des Unternehmens eine wichtige Rolle und bei Patrizia Immobilien das positive Image als Arbeitgeber. Auch wenn es nicht überall so messbar ist wie bei Patrizia, die Top-Arbeitgeber bemühen sich um die jungen Menschen. Sie sind auf Hochschul- und Karrieremessen, aber auch auf Fachmessen wie der Expo Real vertreten und zeigen sich dort (auch) als Arbeitgeber. Sie entsenden ihre Mitarbeiter als Dozenten an die Hochschulen und bieten Praktika, Werkstudentenstellen, duale Studienplätze sowie Themen für die Abschlussarbeit an. Sie nehmen an Unternehmenswettbewerben teil wie beispielsweise ECE, das neben der IZ-Auszeichnung noch vier weitere Siegel auf seiner Karrierehomepage präsentiert (Fair Company, Top Arbeitgeber Deutschland 2015, audit berufundfamilie und Hamburgs beste Ausbildungsbetriebe 2013).

Nicht jeder der zehn Top-Arbeitgeber wirkt auf alle Studierenden gleich anziehend. Es lassen sich Vorlieben je nach Abschlussart, Hochschultyp oder Studienform feststellen. Wer beispielsweise ein Bachelorstudium absolviert, hat besonders häufig JLL oder Bilfinger als Wunscharbeitgeber angegeben. Masterstudenten entschieden sich besonders gerne für Corpus Sireo. Drees & Sommer und CBRE können bei Universitätsstudenten punkten. Ganz anders hingegen sieht es bei BNPPRE aus, das kaum Stimmen von Uni-Studierenden auf sich vereinte. Studenten an (Fach-) Hochschulen haben sich besonders häufig für JLL oder Corpus Sireo entschieden, während beispielsweise Ernst & Young die wenigsten Stimmen aus dieser Gruppe erhielt. Wer ein duales Studium an einer Hochschule oder Berufsakademie absolviert, den drängt es oft zu BNPPRE und Bilfinger. Drei Viertel der Befragungsteilnehmer studieren in Vollzeit. Sie favorisierten JLL. Bei Studenten, die berufsbegleitend studieren, liegt Corpus Sireo in der Gunst vorn.

Doch nicht nur die Immobilienunternehmen konkurrieren um die Immo-Studenten. Diese liebäugeln nämlich auch mit dem Bereich Coporate Real Estate Management. So stehen die nationalen Unternehmenschampions, also die Autobauer, hoch im Kurs. Volkswagen Immobilien, Daimler Real Estate, Audi Real Estate, BMW und Porsche werden ebenso als Wunscharbeitgeber gelistet wie die Konzerne Metro, Lufthansa, Siemens, BASF oder Fraport. Wann wird es einer von ihnen unter die besten zehn Immo-Arbeitgeber schaffen?

Das bieten und erwarten die Top-Arbeitgeber

Die Zeichen stehen in diesem Jahr ganz klar auf Personalaufbau: 61% der Immobilienunternehmen wollen bis zum Frühjahr 2016 zusätzliche Mitarbeiter einstellen, lautete eine Kernaussage der diesjährigen Umfrage zur IZ-Joboffensive, an der sich exakt 100 Unternehmen beteiligten. Jede dritte offene Position planen die Immo-Arbeitgeber mit Berufseinsteigern zu besetzen. Welche Qualifikationen die Top-Arbeitgeber der Ränge vier bis zehn in diesem Jahr vor allem suchen, das hat die Immobilien Zeitung die sieben Personalverantwortlichen gefragt. Machen die Unternehmen zwischen Bachelor- und Masterabsolventen einen großen Unterschied? Die Personalprofis verraten auch, in welchen Bereichen sie Nachwuchskräfte suchen und wie viele sie bis zum Jahresende konkret 2015 einstellen wollen.

4. CBRE

Jacobé Gölz, Head of Administration & Human Resources Germany

Als führender Dienstleister auf dem gewerblichen Immobiliensektor sind wir ein expandierendes und zukunftsorientiertes Unternehmen, das Absolventen der unterschiedlichsten Fachrichtungen spannende Perspektiven bietet. Waren in der Vergangenheit noch Absolventen kaufmännischer und immobilienwirtschaftlicher Studiengänge in der Mehrzahl, sind durch den Zusammenschluss mit den Firmen Valteq und Preuss auch vermehrt Absolventen mit einem technischen Hintergrund, insbesondere Bauingenieure und Architekten, in den Fokus gerückt.

Bei CBRE haben sowohl Bachelor- und Masterabsolventen als auch Absolventen dualer Studiengänge die Möglichkeit, in einem unserer vielzähligen Teams den Grundstein für eine erfolgreiche Immobilienkarriere zu legen. Diese beginnt je nach Bereich mit einem Traineeprogramm oder über den Direkteinstieg als Junior. Teamplayer mit sehr guten Englischkenntnissen, die sich kreativ und proaktiv in unser Team einbringen und in der Lage sind, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, haben sehr gute Chancen. Denn nur so ist es uns möglich, einen maximalen Mehrwert für unsere Kunden und unser Unternehmen zu generieren.

CBRE ist nach wie vor auf Wachstumskurs. Bis zum Ende des Jahres suchen wir verstärkt neue Talente in den Bereichen Office Agency (5), Valuation (3), Investment (1), Global Corporate Services (2), Building Consultancy (2), Retail (1), Hotels (1) sowie Industrial & Logistics (1), die mit uns gemeinsam erfolgreich sein und aus "Real Estate" "Real Advantage" machen wollen.

5. PATRIZIA

Peter Jaksch, Group Head of Human Resources

Da wir mit gut 800 Mitarbeitern die gesamte Wertschöpfungskette eines europäischen Immobilieninvestmenthauses abdecken und sowohl national als auch international unseren Wachstumskurs fortsetzen werden, bieten wir Bachelor- und Masterabsolventen attraktive Einstiegsmöglichkeiten in allen Unternehmensfunktionen der Immobilienwirtschaft, wie z.B. Portfolio-, Asset-, Property-Management und Transaction, über zwanzig Standorten in Deutschland und acht weiteren europäischen Hauptstädten an.

Die Patrizia-Gruppe bietet insbesondere Master- und Promotionsabsolventen die Möglichkeit eines Management-Traineeprogramms. Ziel dieser umfangreichen Ausbildung ist es, den Führungskräften von morgen in achtzehn Monaten und fünf Stationen, an unterschiedlichen internationalen Standorten und in unterschiedlichen Unternehmensfunktionen einen möglichst tiefen und umfassenden Einblick in das Unternehmen zu geben und sie bestmöglich auf anstehende Führungsaufgaben vorzubereiten. Aufgrund unseres dynamischen Wachstums in den europäischen Immobilieninvestmentmärkten sehen wir neben dem exzellenten fachlichen Know-how und einer schnellen Auffassungsgabe Eigenschaften wie zielorientiertes, unternehmerisches Denken und Handeln, Mut, sowie internationale Skills als Schlüsselqualifikationen.

In der Patrizia Akademie halten wir die Kompetenzen unserer Mitarbeiter auf einem hohen Niveau und bereiten sie auf weiterführende Aufgaben umfassend vor. So konnten wir in den letzten Jahren mehr als die Hälfte aller Führungspositionen mit internen Mitarbeitern besetzen. Wir wollen gemeinsam mehr bewegen - Teamplayer sind gefragt, um unser Unternehmen weiter profitabel wachsen zu lassen.

6. DREES & SOMMER

Heike Steffen, Personalreferentin

Für uns ist vor allem wichtig, dass Bewerber spezifische praktische Erfahrungen, beispielsweise aus Praktika oder Werkstudententätigkeiten, mitbringen. Ob die Absolventen einen Bachelor- oder einen Masterabschluss erzielt haben, ist dabei zweitrangig.

Bei den meisten unserer Stellen ist eine ausgeprägte technische Kompetenz wichtiger als ein kaufmännischer Hintergrund. Wir legen großen Wert auf Soft Skills: Sozialkompetenz, Präsentations- und Kommunikationsfähigkeit sind bei uns jeden Tag gefragt. Gerade im Umgang mit unterschiedlichen Kunden punkten Mitarbeiter, die empathisch, aber auch durchsetzungs- und analysefähig sind. Bewerber sollten darüber hinaus örtlich flexibel sein und bereit sein, Projekte in ganz Deutschland zu begleiten.

Drees & Sommer sieht seine Mitarbeiter als Unternehmer im Unternehmen und bietet ihnen hohe Eigenverantwortlichkeit. Angesichts der umfassenden Leistungen sollten Bewerber die Fähigkeit besitzen, über den Tellerrand ihres Fachbereichs hinauszuschauen - und vernetztes Denken in ihre Aufgaben integrieren.

Bis Ende 2015 stellen wir über 20 Berufseinsteiger für die Bereiche Projektmanagement und Engineering ein. Zusätzlich suchen wir in beiden Bereichen aktuell noch jeweils über 50 Mitarbeiter mit drei bis fünf - gerne auch mehr - Jahren Berufserfahrung. Unsere Branchenfokussierung erfordert dabei vor allem im Projektmanagement immer mehr branchenspezifisches Know-how. Daher suchen wir Menschen mit Berufserfahrung in den Branchen Healthcare, Life Sciences und Automotive.

7. BNP Paribas Real Estate

Tino Benker-Schwuchow, Head of Human Resources

Wir suchen Berufseinsteiger und Persönlichkeiten mit Leidenschaft für Immobilien. Uns begeistern engagierte Mitarbeiter/innen, die sich individuell entwickeln und über den Tellerrand hinausblicken wollen. Dafür bieten wir spannende Tätigkeitsfelder und vielfältige Aufgaben und Projekte, die im Markt Benchmarks setzen. Arbeiten Sie mit an den größten Transaktionen! Übernehmen Sie Verantwortung im Auftrag führender Investoren und Immobilieneigentümer! Beraten Sie Banken, Projektentwickler und die öffentliche Hand! Zudem bieten wir ein umfassendes Programm zur internen und externen Weiterbildung mit unserer Real Academy. Und wir fördern den Wechsel zwischen Tätigkeitsfeldern und Geschäftsbereichen auf regionaler und internationaler Ebene. BNP Paribas Real Estate ist seit 1958 in Deutschland erfolgreich und wir wollen weiter nachhaltig wachsen.

Seit vielen Jahren sind wir Marktführer in Deutschland im gewerblichen Immobilienmarkt, sei es in der Vermietung oder dem Verkauf von Immobilien, im Management oder in der Beratung und Bewertung. Zugleich bieten wir die langfristige Stabilität eines der größten, globalen Finanzdienstleistungsunternehmen. Sie sind Student oder Absolvent eines Bachelor- oder Masterstudiengangs? Dann sind Sie richtig bei uns! Wir bieten attraktive Positionen für einen erfolgreichen Start in Ihr Berufsleben. Darüber hinaus suchen wir motivierte und erfahrene Mitarbeiter sowie Abiturienten für unser maßgeschneidertes Ausbildungsprogramm.

Eine Übersicht unserer derzeit ausgeschriebenen Stellen finden Sie im Internet unter www.realestate.bnpparibas.de/karriere.
Werden auch Sie Teil unseres Teams. Wir freuen uns auf Sie!

8. ECE

Barbara Hatzer, Head of HR Development & Marketing

Bei der ECE gibt es interessante Einstiegsmöglichkeiten für Absolventen und Young Professionals, die gern eigenverantwortlich agieren und sich persönlich und beruflich weiterentwickeln wollen. Wir suchen Bewerber mit sehr guten Studienergebnissen, die großes Engagement und eine starke Persönlichkeit mitbringen. Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke sind uns sehr wichtig.

Gefragte Studiengänge sind vor allem Immobilienwirtschaft, BWL, Wirtschaftsingenieurwesen, aber auch (Wirtschafts-)Informatik oder Architektur. 2015 stellen wir ca. 30 Hochschulabsolventen ein, auch Praktikanten und Werkstudenten vor allem in den Bereichen Immobilienentwicklung und Controlling können bei der ECE Berufserfahrung sammeln. Initiativbewerbungen sind willkommen! Aktuell suchen wir Absolventen mit Bachelor- oder Masterabschluss für unser 20-monatiges Project-Manager-Traineeprogramm. Bewerber sollen einen sehr guten Studienabschluss im Bereich Architektur, Bauingenieurwesen oder Wirtschaftsingenieurwesen mitbringen, außerdem sind erste Erfahrungen z.B. durch Praktika im Immobilienbereich, Flexibilität und Problemlösungsfähigkeit gefragt.

Darüber hinaus gibt es in den Bereichen Center-Management, Leasing-Management und Asset-Management spannende Einstiegspositionen als Trainee oder Young Professional. Auch Abiturienten können sich bei uns bewerben: Aktuell suchen wir duale Studenten für die Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Business Administration/ Handelsmanagement. Mehr zu unseren aktuellen Stellenausschreibungen und zu Initiativbewerbungen finden Sie auf www.ece.de/karriere.

9. CUSHMAN & WAKEFIELD

Wolfgang Bake, Head of Human Resources

Cushman & Wakefield steht für fast 100 Jahre Innovation und hochwertige gewerbliche Immobilienberatung in allen Sektoren. Dafür sind wir am Markt bekannt und anerkannt.

Doch C&W steht für weit mehr: C&W bedeutet internationale Arbeit in einer partnerschaftlichen und authentischen Kultur. Unser Erfolg basiert auf hochmotivierten, teamorientierten Menschen, verbunden mit einem starken internen Netzwerk, das es ermöglicht, an einem Strang zu ziehen und Projekte gemeinsam zum Erfolg zu führen.

Wir arbeiten an herausfordernden Themen, mit viel Spaß, in unterschiedlichen Teamkonstellationen und mit interessanten Menschen aus allen Ländern der Welt. Bei uns finden junge Talente mit kaufmännischer Ausbildung oder abgeschlossenem Studium eine Plattform, die ihnen die Möglichkeit bietet, ihre Karriere bereichsübergreifend im In- und Ausland nachhaltig zu entwickeln. Wer z.B. im Bereich Office Agency Frankfurt begonnen hat, "landet" vielleicht einige Jahre später, seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechend, im Office Investment Team in London. Neben den Berufseinsteigern bieten wir Professionals mit Erfahrung die Chance, in einer flexiblen Organisationsstruktur ihre eigenen Ideen einzubringen, um unsere Kunden noch besser und individueller zu unterstützen.

Für 2015 haben wir bereichsübergreifend insgesamt 30 Neueinstellungen geplant. Wir wissen, dass unsere Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg sind, und bieten ihnen daher vielfältige Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Für Berufseinsteiger mit abgeschlossenem Studium startet 2016 u.a. unser neues Traineeprogramm mit Stationen im In- und Ausland.

10. EY

Dietmar Fischer, Partner

Ernst & Young Real Estate ist einer der Marktführer in der immobilienwirtschaftlichen Beratung. Wir planen auch 2015 die konsequente Fortsetzung unseres Wachstums und sind dabei auf der Suche nach mehr als 30 hochqualifizierten Bewerbern für unsere Standorte Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Frankfurt/Eschborn, Stuttgart und München.

Unser Dienstleistungsspektrum orientiert sich am Lebenszyklus der Immobilie und umfasst die Bereiche Projektmanagement, technisches Risikomanagement, immobilienwirtschaftliche Strategie- und Organisationsberatung, Bewertung und Verkehrswertermittlung sowie Finanzierungs- und Transaktionsberatung. Absolventen mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium (z.B. Bachelor, Master, Diplom, Promotion) ebenso wie auch Praktikanten und Werkstudenten finden bei uns vielfältige Aufgabenstellungen und Karrieremöglichkeiten in einem internationalen Umfeld.

Neben kaufmännischen oder technischen Kompetenzen im Bereich der Immobilien wirtschaft bringt der ideale Bewerber ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten, ein hohes Maß an Flexibilität, viel Spaß an der Teamarbeit und eine kundenorientierte Fokussierung mit. Mit den Themen Vielfalt, Work-Life-Balance, Weiterbildung und Internationalität unterstützen wir unsere Mitarbeiter, ihr Potenzial optimal zu entfalten.

Das Ranking der Top-Arbeitgeber der Immobilienwirtschaft ist ein Ergebnis der Umfrage zur IZ-Joboffensive. Kernelement dieser Initiative der Immobilien Zeitung ist eine jährliche Arbeitsmarkt- und Gehaltsumfrage. In diesem Jahr füllten die Fragebögen 428 Studierende immobilienwirtschaftlicher und verwandter Fächer sowie exakt 100 Immobilienunternehmen aus. Die Umfrageergebnisse werden im IZ-Karriereführer 2015/16 für die Immobilienwirtschaft veröffentlicht, der im August 2015 erscheint. Der Ratgeber umfasst zahlreiche Arbeitgeberporträts, eine Übersicht über das fachspezifische Studienangebot sowie viele Karrieretipps. Er ist im IZ-Shop für 29 Euro erhältlich. Die IZ-Joboffensive 2015 unterstützten folgende Unternehmen: Aareal Bank Group, Bernd Heuer & Partner Human Resources, BNP Paribas Real Estate, CBRE, Commerz Real, Corpus Sireo, ECE, Kaufland, Messe München/Expo Real, Patrizia Immobilien und RGM.

#B4V5L#

Simon Ahrling (22) studiert im 8. Semester Facility-Management mit Studienabschluss Bachelor an der TU Kaiserslautern.

"Das Image des Unternehmens spielt bei meiner Stellensuche keine Rolle. Entscheidend ist, dass im Unternehmen Dinge wie das Gehalt oder Weiterbildungsmöglichkeiten stimmen. Ich finde es sinnvoll, als Berufseinsteiger zunächst ein Traineeprogramm zu absolvieren. Das gibt mir die Möglichkeit, meinen Horizont zu erweitern und selbst zu sehen, welcher Aufgabenbereich zu mir passt."


#B5V5R#

Robin Schlömer (27) ist im 4. Semester des dualen Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Facility-Management an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

"Ich erwarte von meinem zukünftigen Arbeitgeber flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege und eine moderne Arbeitsplatzgestaltung, also keine Ansammlung von Einzelbüros, sondern Großraumbüros mit Kommunikationsflächen. Das Unternehmen sollte seinen Standort in einer attraktiven Stadt haben und nicht in der Provinz."

#B6V5L#

Jacqueline Willcox (22) hat im Juni 2015 ihr Bachelorstudium Immobilienwirtschaft und -management an der HAWK Holzminden abgeschlossen und plant, im September das Masterstudium Immobilienmanagement an der HAWK aufzunehmen.

"Während meines Praktikums habe ich festgestellt, dass ich ein kollegiales Betriebsklima, welches ab und an auch gemeinsame Freizeitaktivitäten mit einschließt, sehr schätze. Ein Arbeitgeber kann mit einer Kantine bzw. Incentives wie subventionierten Mahlzeiten bei mir punkten. Regelmäßiges Feedback zu meiner Leistung würde ich gerne erhalten. Doch es sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lob und konstruktiver Kritik geben."


#B7V5R#

Marcus Hennig (25) ist Masterstudent im 2. Semester an der Hochschule Mittweida im Studiengang Industrial Management mit der Vertiefung Immobilienund Facility-Management.

"In erster Linie erwarte ich von einem Arbeitgeber, dass er Hochschulabsolventen wie mir den Berufseinstieg überhaupt ermöglicht. Mittelfristig würde ich mir wünschen, dass ich die Chance zur Weiterbildung erhalte und mein Unternehmen mich dabei z.B. finanziell unterstützt. Es wäre sicherlich motivierend, wenn sich auch junge Mitarbeiter mit Vorschlägen und Ideen ins Unternehmen einbringen können."

Sonja Smalian

JLL behauptet sich als Top-Arbeitgeber Immobilienwirtschaft

428 Studenten haben gewählt.

428 Studenten haben gewählt.

Bild: IZ

Karriere 16.07.2015
JLL ist erneut zum Top-Arbeitgeber der Immobilienwirtschaft gewählt worden. Das Makler- und Beratungsunternehmen erlangt diesen Titel damit zum vierten Mal in Folge. Auf den Plätzen ... 

JLL ist erneut zum Top-Arbeitgeber der Immobilienwirtschaft gewählt worden. Das Makler- und Beratungsunternehmen erlangt diesen Titel damit zum vierten Mal in Folge. Auf den Plätzen zwei und drei rangieren der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger bzw. der Asset-Manager Corpus Sireo. Die Immobilien Zeitung befragte für das Ranking 428 Studierende branchenbezogener Fächer nach ihrem Wunscharbeitgeber.

JLL punktet vor allem mit seiner Internationalität. Grundsätzlich spielt für die Nachwuchskräfte jedoch das Tätigkeitsfeld die entscheidende Rolle bei der Wahl des Wunscharbeitgebers. Karriereperspektiven und das Image des Unternehmens sollten ebenfalls stimmen. Der Standort landet auf Rang vier der ausschlaggebenden Kriterien. Finanzielle Aspekte oder ein sicherer Arbeitsplatz werden hingegen weitaus seltener genannt.

Rund 170 verschiedene Unternehmen wurden von den befragten Studenten aus mehr als 60 Hochschulen als Wunscharbeitgeber gelistet. Cushman & Wakefield sowie Ernst & Young (EY) haben sich in die Liste der Top Ten vorgearbeitet, wo sich ansonsten ausschließlich Firmen aus dem Vorjahr wiederfinden. Gemeinsam verbuchen die zehn beliebtesten Arbeitgeber 47% aller vergebenen Punkte.

Das Arbeitgeberranking ist Teil der Joboffensive für die Immobilienwirtschaft - einer Initiative der Immobilien Zeitung, unterstützt von Aareal Bank Group, Bernd Heuer & Partner Human Resources, BNP Paribas Real Estate, CBRE, Commerz Real, Corpus Sireo, ECE, Kaufland, Messe München/Expo Real, Patrizia Immobilien und RGM.

Lesen Sie mehr über die Top-Arbeitgeber 2015 der Immobilienwirtschaft in der Titelgeschichte der heutigen IZ-Ausgabe 28/15.

Britta Kriechel

Der Immobilienökonom läuft und läuft und läuft ...

Das Kontaktstudium Immobilienökonomie ist seit 25 Jahren auf dem Markt. Auch einer Vervielfältigung der immobilienwirtschaftlichen Studienangebote hielt er stand. Wie der VW-Käfer ist er ein Unikum. Den Abschluss gibt es nur in Deutschland.

Das Kontaktstudium Immobilienökonomie ist seit 25 Jahren auf dem Markt. Auch einer Vervielfältigung der immobilienwirtschaftlichen Studienangebote hielt er stand. Wie der VW-Käfer ist er ein Unikum. Den Abschluss gibt es nur in Deutschland.

Bild: Pixelio.de/Marco Barnebeck

Karriere 09.07.2015
Das Kontaktstudium Immobilienökonomie behauptet weiterhin seinen Platz in der immobilienwirtschaftlichen Bildungslandschaft. Daran konnte auch die Bologna-Reform mit der Einführung zahlreicher ... 

Das Kontaktstudium Immobilienökonomie behauptet weiterhin seinen Platz in der immobilienwirtschaftlichen Bildungslandschaft. Daran konnte auch die Bologna-Reform mit der Einführung zahlreicher spezialisierter Bachelor- und Masterstudiengänge nichts ändern. Der 100. Jahrgang beginnt diesen Juli an der Irebs Immobilienakademie.

Eine solide immobilienwirtschaftliche Grundausbildung und eine gemeinsame Sprache für die verschiedenen Akteure rund um die Immobilie. Das seien die Ziele gewesen, als das Kontaktstudium Immobilienökonomie ins Leben gerufen wurde, sagt Prof. Dr. Tobias Just, wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Irebs Immobilienakademie. Gerade in der Projektentwicklung müssten Architekten, Bauingenieure und Kaufleute einander verstehen. Zumal sich die Immobilie als Anlageform anders verhalte als Anleihen oder Aktien.

Ins Leben gerufen hatte das interdisziplinäre Weiterbildungsangebot Prof. Dr. Karl-Werner Schulte, Inhaber des ersten Lehrstuhls für Immobilienökonomie in Deutschland an der damaligen European Business School (EBS). Knapp 25.000 DM kostete die 60-tägige Weiterbildung an der ebs Immobilienakademie, die als erste Lehranstalt in Kontinentaleuropa von der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) akkreditiert worden war. Später wechselte Schulte an die Universität Regensburg und bot den Immobilienökonom fortan an der neu gegründeten Irebs Immobilienakademie an. Inzwischen zählt allein das von ihm kreierte Kontaktstudium rund 3.500 Absolventen. Andere Institutionen entwickelten ähnliche Programme (siehe Kasten "Hier wird der Immobilienökonom gelehrt" unten). Da es sich nicht um einen geschützten Begriff handelt, sind die verschiedenen Programme nicht einheitlich. Es gebe keine Absprache zwischen den Anbietern, sagt auch Just. Auf dem Zertifikat wird denn auch aufgeführt, bei wem der Abschluss erworben wurde. Auch wenn es das Wort Studium im Namen trägt, schließt der Immobilienökonom doch mit einem Zertifikat und nicht mit einem akademischen Grad ab.

So manch bekannter Immobilienprofessional rundete mit dem Kontaktstudium bei Schulte sein Immo-Know-how ab, darunter u.a. der frisch gewählte IVD-Vorsitzende Jürgen Michael Schick. Mit dem Abschluss konnten in der Vergangenheit vor allem Führungskräfte bei Personalern punkten, wie die Umfrage zur IZ-Joboffensive zeigt. Im Jahr 2005 sahen etwa 12% der Befragten den Abschluss als zwingend erforderlich für Führungskräfte an. Bei den Berufseinsteigern bewegte sich diese Einschätzung damals noch im mittleren einstelligen Bereich. Elf Jahre später, 2015, bewerten 11% der Personalverantwortlichen sogar bei Berufseinsteigern diese Qualifikation als "sehr wichtig" und weitere 35% als "wichtig". Damit liegt der Immobilienökonom zwar hinter den immobilienspezifischen Bachelor-, Master- und MBA-Abschlüssen, die von 68% bis 50% der Personalverantwortlichen als wichtige bzw. sehr wichtige Einstiegsqualifikation von Berufseinsteigern angesehen wird, aber er hat sich in einer immer weiter ausdifferenzierten immobilienwirtschaftlichen Bildungslandschaft seinen festen Platz erhalten. Und das, obwohl es längst mehr als 120 immobilienspezifische Bachelor- und Masterstudiengänge sowie eine Vielzahl von Intensiv-Weiterbildungen in Deutschland gibt.

"Ich glaube, dass das Kontaktstudium deswegen nicht stirbt, weil es für alle Quereinsteiger denselben Zweck erfüllt wie vor 25 Jahren", sagt Just. Quereinsteiger in die Branche seien u.a. für Versicherungen, Pensionskassen oder Family-Offices tätig. Mehr als 90% der Irebs-Teilnehmer hätten ein Erststudium absolviert, u.a. in Architektur, BWL, VWL, Geografie, Stadtplanung, Jura oder Bauingenieurwesen. Während der Weiterbildung bauten sie sich ein Netzwerk auf, mit den Klassenkameraden, den Dozenten, der Alumni-Organisation Immoebs - oder mit neuen Familienmitgliedern. Ein, zwei Ehen seien durch das gemeinsame Studium schon gestiftet worden, sagt Just. Der hört inzwischen nicht selten den Satz "Mein Vater/meine Mutter war auch schon hier."

Hier wird der Immobilienökonom gelehrt

Das Kontaktstudium Immobilienökonomie wird von mehreren Weiterbildungsinstitutionen angeboten. Die Programme unterscheiden sich voneinander, und das nicht nur im aufgerufenen Preis. Teilweise werden für den Zertifikats-Abschluss ECTS-Punkte vergeben, die dann ggf. auf ein Studium angerechnet werden können, obwohl der Abschluss kein akademischer Grad ist. Einige Institutionen unterhalten Alumni-Netzwerke für ihre Absolventen. An der Irebs Immobilienakademie dauert das Kontaktstudium 15 Monate und umfasst 60 Präsenztage (ECTS-Punkte: 60; Studiengebühren: 14.950 Euro zzgl. MwSt.). Am Real Estate Management Institute der EBS Universität für Wirtschaft und Recht werden 58 Präsenztage auf 18 Monate verteilt (ECTS-Punkte: 73; Studiengebühren: 19.000 Euro). Bei der ADI - Akademie der Immobilienwirtschaft sind es 59 Tage innerhalb von 15 Monaten (ECTS-Punkte: 50; Studiengebühr: 12.900 Euro zzgl. MwSt). Alle drei Programme sind von der Royal Institution of Chartered Surveyors akkreditiert. Die Akademie der Hochschule Biberach hat den Kontaktstudiengang Internationaler Immobilienökonom im Angebot. Er richtet sich u.a. an Bewerber ohne Hochschulabschluss. Diese absolvieren den MBA-Studiengang Internationales Immobilienmanagement, legen aber die Prüfung zum Immobilienökonom ab (Studiengebühren: 16.750 Euro). Beim Betriebswirtschaftlichen Institut & Seminar Basel dauert das Fernstudium zwischen neun und zwölf Monaten (Studiengebühren: rund 6.800 Euro). An der EBZ Business School können Studierende des Bachelorstudiengangs Real Estate nach dem zweiten Semester eine zusätzliche Prüfung ablegen und erhalten den Titel. Die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie bietet den Immobilien-Ökonom (VWA) und verschiedene Bildungsträger den Abschluss Immobilien-Ökonom (GdW) des GdW Bundesverbands an, darunter z.B. die BBA - Akademie der Immobilienwirtschaft Berlin (Studiengebühren: 5.703 Euro; Dauer: 18 Monate). Informationen: www.iz-jobs.de/studium. sma

Sonja Smalian