Karriere-News

Von CBRE Global Investors zu Accor

Gruppenbild mit Dame (v.l.n.r.): Tarik B'shary, Laurent Picheral (COO von AccorInvest Global), Ralf Bombita, Andrea Agrusow, Michael Verhoff und John Ozinga.

Gruppenbild mit Dame (v.l.n.r.): Tarik B'shary, Laurent Picheral (COO von AccorInvest Global), Ralf Bombita, Andrea Agrusow, Michael Verhoff und John Ozinga.

Urheber: Christian Boehm

Karriere13.07.2017
Der Hotelkonzern Accor spaltet sich auf. Das Immobiliengeschäft in Deutschland verantwortet Andrea Agrusow. ... 

Der Hotelkonzern Accor spaltet sich auf. Das Immobiliengeschäft in Deutschland verantwortet Andrea Agrusow.

Am 30. Juni meldete der Zentrale Immobilien Ausschuss noch ihren Einzug als Mitarbeiterin von CBRE Global Investors Germany ins ZIA-Präsidium, nur einen Tag später trat Andrea Agrusow offiziell ihren neuen Job an. Seit dem 1. Juli 2017 füllt Agrusow nämlich, wie ihr neuer Arbeitgeber nun verkündet, die Rolle des COO von AccorInvest Central Europe bzw. der Vorsitzenden der Geschäftsführung von AccorInvest Germany aus.

Der französische Hotelkonzern hat ja bekanntlich entschieden, sich aufzuspalten: in eine Hotelbetriebsgesellschaft auf der einen und einen Hotelimmobilieninvestor auf der anderen Seite. Ende Juni hat die außerordentliche Hauptversammlung von AccorHotels der geplanten Aufspaltung in eine Betriebs- und eine Immobiliengesellschaft AccorInvest dann auch mit 99,67% zugestimmt. Die Mehrheit an AccorInvest soll in der zweiten Jahreshälfte 2017 an Investoren verkauft werden. Das Portfolio von AccorInvest umfasst 960 Hotels im Volumen von 6,6 Mrd. Euro, die dem Konzern gehören oder gepachtet sind. Die Häuser liegen zum Großteil in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden.

In Deutschland erfährt die Aufspaltung ihre Abbildung mit der rechtlichen Trennung in die beiden Gesellschaften AccorInvest Germany (Hoteleigentümer und -investor oder Mieter bzw. Pächter) und AccorHotels Deutschland (Hotelmanager und Franchisegeber). In der Geschäftsführung der deutschen Immobiliengesellschaft sitzen neben Agrusow auch Tarik B'shary, der u.a. für die Themen Technik und Asset-Management zuständig ist, und Michael Verhoff (für Human Resources). Als Prokurist vervollständigt Ralf Bombita (Finanzen/Steuern) die Führungsriege.

Agrusow berichtet an John Ozinga, den CEO von AccorInvest Global. Für CBRE Global Investors Germany arbeitete sie seit 2010. Im Jahr 2012 wurde sie dort CFO und Geschäftsführerin für u.a. Finanzmanagement, Controlling und Risikomanagement. Auch für Deka Immobilien Investment war sie schon als Fondsmanagerin tätig, und zwar ebenfalls sieben Jahre lang.

Harald Thomeczek

Diese Werte sollen uns leiten!

Maik Dederichs aus dem Technischen Einkauf, Personalleiterin Catherine Boisserée und Vorstand André Müller machen mal Pause. Die zehn Werte, an denen die Deutsche Reihenhaus und ihre Mitarbeiter ihr Handeln gemessen wissen wollen, sind - auch ganz konkret im Hintergrund an der Küchenwand - immer dabei.

Maik Dederichs aus dem Technischen Einkauf, Personalleiterin Catherine Boisserée und Vorstand André Müller machen mal Pause. Die zehn Werte, an denen die Deutsche Reihenhaus und ihre Mitarbeiter ihr Handeln gemessen wissen wollen, sind - auch ganz konkret im Hintergrund an der Küchenwand - immer dabei.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Harald Thomeczek

Karriere13.07.2017
Vor geraumer Zeit hatte die Chefetage der Deutschen Reihenhaus ein Leitbild entwickelt. Den Mitarbeitern blieb der verordnete Wertekanon fremd: "Das sind nicht unsere Werte", kam Vorstand ... 

Vor geraumer Zeit hatte die Chefetage der Deutschen Reihenhaus ein Leitbild entwickelt. Den Mitarbeitern blieb der verordnete Wertekanon fremd: "Das sind nicht unsere Werte", kam Vorstand André Müller ab und an sinngemäß zu Ohren. Damit kann sich jetzt keiner mehr rausreden: Am neuen Verhaltenskodex durften alle mitschnitzen.

Das Ergebnis der Mitarbeiterbefragung hängt jetzt im Großformat in den beiden Küchen aus und, auf Postkartengröße geschrumpft, an den Trenn- bzw. Pinnwänden zwischen den Open-Space-Arbeitsplätzen. Als Müller dem Reporter mitsamt Personalchefin Catherine Boisserée und Mitarbeiter Maik Dederichs die Räumlichkeiten der Deutschen Reihenhaus im Kölner Stadtteil Poll zeigt, fällt den Beteiligten selbst zum ersten Mal auf, wer sich die Postkarte alles an seinem Arbeitsplatz aufgehängt hat - und wer alles nicht ...

Doch Anlass zur Besorgnis gibt der kleine Rundgang nicht: Wie dieser nämlich zeigt, hat die große Mehrheit der rund 80 Mitarbeiter in der Kölner Zentrale die - man möchte fast scherzhaft sagen - Tafel mit den zehn Geboten tatsächlich bei der Arbeit stets vor Augen. Oder, je nach Arbeitsplatzgestaltung, im Hinterkopf.

"Jeder konnte selbst entscheiden, ob er bei der Online-Befragung mitmacht. Und auch, ob er sich die Postkarte an seinem Schreibtisch aufhängt", erklärt Müller entspannt. Immerhin: 70% der insgesamt 150 Köpfe großen Belegschaft machten mit.

Doch ehe die Mitarbeiter randurften, traf ein fünfköpfiger Arbeitskreis, dem Müller und Boisserée angehörten, eine Vorauswahl von insgesamt 18 Werten. Auf deren Ausformulierung wurde in der Umfrage verzichtet, weil "solche Erläuterungen zwangsläufig subjektiv sind und Euch bei der Auswahl beeinflussen würden", heißt es im Fragebogen. Die Mitarbeiter konnten anonym für beliebig viele der zur Wahl gestellten Begriffe votieren, sie gewichten und ihre Auswahl begründen. Werte, die mehr als die Hälfte der Teilnehmer für sehr wichtig erachteten, fanden Aufnahme in den hauseigenen Wertekanon.

Herausgekommen ist ein Wertebaum, an dem - mit dieser Gewichtung - "Vertrauen", "Wertschätzung", "Zuverlässigkeit", "Fairness", und "Qualität" ebenso wie "Verantwortung", "Kritikfähigkeit", "Loyalität", "Spaß bei der Arbeit" und "Einsatzbereitschaft" hängen. In einer Art Fußnote werden die Begriffe ausformuliert (z.B.: "Mit Spaß an der Arbeit und Einsatzbereitschaft - auch mal über die Grenzen hinaus - streben wir unsere selbst gesteckten Ziele an.") Nicht in den Wertebaum geschafft haben es "Offenheit", "Vorbild", "Freundlichkeit", "Identifikation", "Transparenz", "Konsequenz", "Nachhaltiges Handeln" und "Gesprächskultur". Sie hätten "knapp" unter den maßgeblichen 50% gelegen, so Boisserée. Neu eingestellten Mitarbeitern - ihnen wird die Postkarte am ersten Arbeitstag von ihrem Mentor überreicht - soll das Leitbild Orientierung geben. Und den Alteingesessenen als Anlass zu einer kritischen Hinterfragung des Status quo dienen.

Zu überlegen wäre, ob ein Unternehmen, das sich u.a. Wertschätzung oder Kritikfähigkeit auf die Fahnen schreibt, Vorständen und Führungskräften die Messlatte vor den Augen aller Mitarbeiter - von denen sich praktisch in jeder größeren Unternehmung mindestens immer einer nicht wertgeschätzt fühlt, während er die Kritikfähigkeit seiner Vorgesetzten für überschaubar ausgeprägt hält - nicht unnötig hoch legt. Müller sorgt sich nicht: "Wir würden doch nichts vorgeben, was wir auf Dauer nicht selbst vorleben. Klar können wir Kritik ertragen."

Die Mitarbeiter nehmen die Unternehmensleitung beim Wort: "Ich wollte mitbestimmen, was hier wichtig ist", sagt Maik Dederichs, der im Technischen Einkauf arbeitet. Als er die Postkarte bekam, "bin ich jeden einzelnen Punkt durchgegangen: Welche Aspekte sind für mich am wichtigsten und werden sie hier auch wirklich gelebt?" Das Resultat: "Vertrauen und Wertschätzung - ja, die spüre ich hier!" Besonders liegt ihm am Herzen, "dass ich morgens motiviert zur Arbeit fahre".

Dass es mit dem Aufstellen eines Wertebaums nicht getan ist, weiß man bei der DRH: "Wir wollen ein Führungskräftecoaching aufsetzen, das sich am Leitbild orientiert", kündigt Boisserée an. Dieses Training solle in Form von Workshops stattfinden, in denen anhand der Leitbildwerte das gewünschte Führungsverhalten erarbeitet und definiert werde. Dabei sollen auch mögliche Baustellen nicht ausgeklammert werden.

Harald Thomeczek

Stoßt den König vom Thron!

Harald Thomeczek.

Harald Thomeczek.

Quelle: Immobilien Zeitung

Karriere06.07.2017
Über 200 Unternehmen haben die 320 Studenten, die der Immobilien Zeitung ihren Wunscharbeitgeber verraten haben, genannt. Doch nur eine kleine Gruppe von Arbeitgebern scheint in den studierenden ... 

Über 200 Unternehmen haben die 320 Studenten, die der Immobilien Zeitung ihren Wunscharbeitgeber verraten haben, genannt. Doch nur eine kleine Gruppe von Arbeitgebern scheint in den studierenden Köpfen wirklich präsent zu sein. Viel zu wenige, findet IZ-Redakteur Harald Thomeczek.

Die Top Ten allein vereinen fast die Hälfte aller in diesem Jahr vergebenen Punkte auf sich. Und gerade mal rund 30 Unternehmen erzielen eine Punktzahl, die der Rede wert ist. Kann doch nicht sein, dass die Immobilienbranche nicht mehr als zweieinhalb Dutzend relevante Arbeitgeber zu bieten hat. Und so ist es ja auch nicht, wie die Studenten selbst wissen: "Mit Sicherheit gibt es noch weitere gute Unternehmen, die nicht so bekannt sind oder mit ihrem Marketing weniger auf die Zielgruppe Student ausgerichtet sind", hat mir eine der Studierenden geantwortet, die ich nach den Wahlmotiven befragt habe.

In der Antwort der jungen Frau scheint mir der Schlüssel zum Verständnis für die unausgewogene Verteilung der abgegebenen Stimmen zu stecken: Die Immobilienwirtschaft ist mittelständisch geprägt und von vielen kleinen, kleineren und mittelgroßen Unternehmen bzw. Arbeitgebern bevölkert - die es bisher vielleicht nicht nötig hatten oder zu haben meinten, Nachwuchsmarketing zu betreiben (oder einfach keine Kapazitäten dafür).

"Für meinen Chef ist Employer Branding ein Fremdwort. In der Vergangenheit hatten wir ja auch nie Probleme, neue Leute zu bekommen - aber das ändert sich langsam", sagte mir die Pressesprecherin eines deutschen Immobilienunternehmens, das immerhin über 100 Mitarbeiter an mehreren Standorten beschäftigt, mal hinter vorgehaltener Hand.

Nicht, dass die Unternehmen, die das IZ-Arbeitgeberranking - meist seit Jahr und Tag - dominieren, keine tollen Arbeitgeber wären. Doch wer sich mit ihnen beschäftigt, merkt schnell, dass sie nicht allein wegen ihrer Qualitäten als Arbeitgeber und ihrer spannenden Tätigkeitsfelder weit vorne stehen, sondern weil sie sich auch darauf verstehen, Nachwuchskräften ihre Vorzüge nahezubringen.

Und noch ein Wort zum unangefochtenen Seriensieger JLL. So sehr ich dem Unternehmen die sicher nicht unverdiente fünfte Titelverteidigung in Folge gönne: Als der Redakteur, der die Abstimmung über den Wunscharbeitgeber deutscher Immobilienstudenten auswerten darf, bitte ich alle Personalverantwortlichen: Tun Sie nicht nur Gutes, sondern reden Sie auch darüber! Zeigen Sie sich dem Nachwuchs: auf Hochschulmessen und Jobbörsen, an Campustagen und Karriereabenden - wann und wo immer möglich. Laden Sie Studierende zu sich ein, erklären Sie das Buhlen um Nachwuchskräfte zur Chefsache. Damit die Auswertung des IZ-Arbeitgeberrankings wieder spannender wird als die Auszählung von Stimmen bei einer Wahl in Nordkorea.

Harald Thomeczek

Top-Arbeitgeber Platz 10: Beos

Holger Matheis, Vorstandsmitglied für u.a. Personal.

Holger Matheis, Vorstandsmitglied für u.a. Personal.

Quelle: Beos

Karriere06.07.2017
Die Beos AG ist ein unabhängiger Projektentwickler und Asset-Manager für Unternehmensimmobilien. Im Geschäftsfeld Corporate Solutions entwickelt Beos gemeinsam mit Unternehmen Lösungen, um das ... 

Die Beos AG ist ein unabhängiger Projektentwickler und Asset-Manager für Unternehmensimmobilien. Im Geschäftsfeld Corporate Solutions entwickelt Beos gemeinsam mit Unternehmen Lösungen, um das Potenzial von eigengenutztem Immobilieneigentum zu heben. Da wir das Portfolio der von Beos verwalteten Flächen kontinuierlich erweitern, suchen wir vor allem Projektentwickler und Asset-Manager. So wichtig entsprechendes fachliches Wissen ist, um unseren anspruchsvollen Projekten gerecht zu werden, so entscheidend ist es für uns auch, Mitarbeiter zu finden, die eigenverantwortlich, zielorientiert und unternehmerisch denken und handeln.

Vor diesem Hintergrund sind wir grundsätzlich für alles offen. Den Werdegang unserer jungen Talente begleiten wir durch Traineeprogramme, und wir bilden sie selbst aus, zum Beispiel zum Projektentwickler, AssetManager, zum Controller oder Fondsmanager. Auch Praktikanten und Werkstudenten sind bei uns willkommen. Beos ist von interdisziplinärer Zusammenarbeit geprägt. Daher lassen sich auch keine pauschalen Aussagen über die passende Studienrichtung treffen. Bei uns arbeiten beispielsweise Wirtschaftsingenieure, Betriebswirtschaftler und Volkswirte, Architekten, Geografen. Die Mehrheit der Kollegen hat einen immobilienwirtschaftlichen Abschluss bzw. Zusatzabschluss. Grundsätzlich sind bei uns sowohl kaufmännische als auch technische Kompetenzen gefragt.

Beos ist an sechs Standorten deutschlandweit vertreten. Für diese suchen wir beispielsweise Projektmanager. Im Laufe des Jahres wollen wir - abhängig vom Projektwachstum - auch personell weiterwachsen.

Holger Matheis, Vorstandsmitglied für u.a. Personal.


Lesen Sie das vollständige Top-Arbeitgeber-Ranking 2017 im Artikel "
Zum König gewählt".

Was Kandidaten mitbringen und draufhaben müssen

"Unsere Berufe sind so vielfältig wie die Immobilienbranche selbst", schreibt einer der hier versammelten Personalchefs. Kaufleute und Techniker, Stadtplaner und Geografen, Wirtschaftsingenieure und -wissenschaftler, vom klassischen BWLer mit Immobilienschwerpunkt ganz zu schweigen - kaum einer, der keinen Platz in der Immobilienwirtschaft findet, wenn er denn auch die nötigen Soft Skills mitbringt. Welche das sind und wie viele und was für Jobs die Unternehmen, die im diesjährigen IZ-Arbeitgeberranking die Ränge vier bis zehn belegen, aktuell für Studenten und Absolventen, Einsteiger und Trainees in der Schublade haben, lesen Sie auf dieser Seite. Wer sich für die drei Top-Arbeitgeber 2017 interessiert, findet die entsprechenden Antworten auf der Seite gegenüber.

Holger Matheis

Top-Arbeitgeber Platz 4: Drees & Sommer

Friederike Schammann-Vogel, Leiterin HR.

Friederike Schammann-Vogel, Leiterin HR.

Quelle: Drees & Sommer

Karriere06.07.2017
Seit mehr als 45 Jahren begleitet Drees & Sommer Bauherren und Investoren bei allen Fragen rund um die Immobilie und zu Infrastruktur, Digitalisierung und Mobilität. Wir suchen für unsere ... 

Seit mehr als 45 Jahren begleitet Drees & Sommer Bauherren und Investoren bei allen Fragen rund um die Immobilie und zu Infrastruktur, Digitalisierung und Mobilität. Wir suchen für unsere sehr vielseitigen nationalen und internationalen Projekte vor allem Engineering-Experten, Projektmanager, Immobilienprofis und Infrastrukturberater. Wir heißen Bachelor-Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen grundsätzlich ebenso willkommen wie Absolventen mit einem Master-Abschluss. Ideal sind zudem Praktika, erste internationale Erfahrungen und vor allem sichere englische Sprachkenntnisse.

Belegt haben sollten angehende Drees & Sommer-Mitarbeiter möglichst Studiengänge wie Bauingenieurwesen oder Wirtschaftsingenieurwesen mit einer Spezialisierung in Bau- oder Immobilienwirtschaft. Für den Bereich Engineering werden technisch geprägte Köpfe gesucht, etwa Versorgungstechniker, Bauphysiker, Elektrotechniker oder Maschinenbauer. Zudem suchen wir auch Kaufleute, Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologen, Geografen oder Stadtplaner. Fachwissen alleine genügt nicht, denn in den beratenden Geschäftsbereichen spielen soziale Kompetenzen und das Herstellen von Nähe zum Kunden eine große Rolle. Wie man Wissen und Handeln verbindet, wird in unserer hauseigenen Academy in Soft-Skills-Präsenzschulungen gelehrt.

Übers ganze Jahr gesehen sind rund 600 Praktikanten und Studenten bei uns beschäftigt. Im Augenblick sind es mehr als 250, davon entfallen 200 Praktikumsstellen auf Deutschland. Ende 2017 werden wir rund 100 Absolventen neu eingestellt haben. Davon werden viele schon vorher als Studenten und/oder Praktikanten bei uns gewesen sein.

Friederike Schammann-Vogel, Leiterin HR.


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Zum König gewählt".

Was Kandidaten mitbringen und draufhaben müssen

"Unsere Berufe sind so vielfältig wie die Immobilienbranche selbst", schreibt einer der hier versammelten Personalchefs. Kaufleute und Techniker, Stadtplaner und Geografen, Wirtschaftsingenieure und -wissenschaftler, vom klassischen BWLer mit Immobilienschwerpunkt ganz zu schweigen - kaum einer, der keinen Platz in der Immobilienwirtschaft findet, wenn er denn auch die nötigen Soft Skills mitbringt. Welche das sind und wie viele und was für Jobs die Unternehmen, die im diesjährigen IZ-Arbeitgeberranking die Ränge vier bis zehn belegen, aktuell für Studenten und Absolventen, Einsteiger und Trainees in der Schublade haben, lesen Sie auf dieser Seite. Wer sich für die drei Top-Arbeitgeber 2017 interessiert, findet die entsprechenden Antworten auf der Seite gegenüber.

Friederike Schammann-Vogel

"JLL ist überall präsent"

Karriere06.07.2017
Die IZ hat Studenten gefragt, weshalb sie für JLL, Corpus Sireo oder CBRE als Top-Arbeitgeber votiert haben. Einige von ihnen haben geantwortet. ... 

Die IZ hat Studenten gefragt, weshalb sie für JLL, Corpus Sireo oder CBRE als Top-Arbeitgeber votiert haben. Einige von ihnen haben geantwortet.

"Ich habe mich um ein Praktikum im Office-Investment beworben, weil JLL einfach eines der großen und besonders namhaften Unternehmen aus der Immobilienwirtschaft in Deutschland ist. Unter einem JLL-Eintrag im Lebenslauf kann sich jeder, der in der Branche arbeitet, etwas vorstellen", sagt ein junger Mann, der nach seinem Bachelor in Immobilienwirtschaft an der HfWU in Geislingen zurzeit einen Immobilien-Master an der London South Bank University draufpackt und letztes Jahr ein Praktikum bei JLL machte.

Dem HfWU-Absolventen gefällt außerdem, dass "JLL breit aufgestellt ist, sowohl was die räumliche Präsenz in Deutschland als auch die Tätigkeitsbereiche angeht. Auch die internationale Ausrichtung ist für mich interessant." Sein letztes Wahlmotiv könnte JLL weniger gut gefallen: "Aus meiner Sicht eignet sich ein Dienstleistungsunternehmen wie JLL auch dafür, zunächst ein paar Jahre Erfahrung zu sammeln und dann, sollte sich die Gelegenheit bieten, auf die Eigentümerseite zu wechseln."

Eine 24-Jährige, die Bauingenieurwesen an der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden studiert und ein Praktikum bei JLL macht, sagt: "JLL ist überall präsent, auf Messen und in den Social Media. Zudem macht das Unternehmen den Eindruck, eine Größe in der Immobilienbranche zu sein und dennoch nahbar." Und in einem Interview las sie, wie einfach es angeblich sei, "je nach Interesse und Stärken der Mitarbeiter die Abteilungen und Aufgabenfelder zu wechseln".

Der Zweitplatzierte hat es offenbar ebenfalls verstanden, sich einen gewissen Bekanntheitsgrad unter Studierenden zu erarbeiten: "Die Firma Corpus Sireo tauchte schon des Öfteren bei uns im Studiengang als potenzieller Arbeitgeber auf. Da mich die Tätigkeit des Asset- und Investment-Managements interessiert, rückte Corpus Sireo sowieso in meinen Fokus. Zusätzlich punktet das Unternehmen durch sein professionelles Auftreten sowie durch das gezielte Recruiting nach Persönlichkeiten und nicht nur nach Know-how und Arbeitserfahrung", gibt eine Studentin, die sich an der HTW Berlin dem Bachelor-Studium der Immobilienwirtschaft widmet, zu Protokoll. "Aus den genannten Gründen werde ich dort auch mein Praktikum antreten."

Einem jungen Mann, der berufsbegleitend ein Masterstudium absolviert, ist Corpus Sireo "durch die Präsenz und den Namen" aufgefallen. Weshalb er, der sich zu diesem Zeitpunkt in einem festen Arbeitsverhältnis befand, sich bei Corpus Sireo bewarb. Fazit:"Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen!" Vor allem das Zwischenmenschliche überzeugt ihn: "Das Arbeitsklima ist super. Ich habe nette Kollegen, und die Vorgesetzten setzen sich für ihre Mitarbeiter ein." Und noch einem Anspruch sieht er Genüge getan: "Die Work-Life-Balance ist Extraklasse!"

Eine 27-Jährige, die Internationales Immobilienmanagement studiert, hat CBRE ihre Stimme gegeben. Sie ließ dabei "ausschließlich das Image, den Bekanntheitsgrad und den Eindruck des Unternehmens auf mich als Außenstehende wirken". Der eine oder andere Wettbewerber kam für sie nicht infrage: "Man hört immer wieder von Kommilitonen vieles über andere große Maklerhäuser, die keinen so guten Eindruck hinterlassen haben oder bei denen die Bezahlung grenzwertig ist."

CBRE steht jedoch nicht nur als Makler auf dem Treppchen. "Ich habe die Arbeitsatmosphäre sehr genossen, konnte bei spannenden Projekten mitwirken und habe auch als Werkstudent Verantwortung übernehmen dürfen", erzählt ein angehender Master-Student, der zehn Monate bei CBRE Preuss Valteq im Einsatz war. "Die Kollegen sind sehr nett, die Dynamik in den Teams ist gut, und die Geschäftsführung hat ein gutes Auge für die Arbeitsmoral der Mitarbeiter." Besonders gefreut hat ihn, dass er sich mit Thomas Herr, dem Head of Digital Innovation, über technologische Innovationen in der Immobilienbranche austauschen konnte.

Harald Thomeczek

Top-Arbeitgeber Platz 5: Patrizia Immobilien

Kerstin Böhler, HR-Managerin bei Patrizia.

Kerstin Böhler, HR-Managerin bei Patrizia.

Quelle: Patrizia Immobilien AG

Karriere06.07.2017
Die Patrizia Immobilien AG ist als Investment-Manager auf dem Immobilienmarkt tätig. Das Tätigkeitsspektrum umfasst den Ankauf, das Management und den Verkauf von Wohn- und Gewerbeimmobilien. ... 

Die Patrizia Immobilien AG ist als Investment-Manager auf dem Immobilienmarkt tätig. Das Tätigkeitsspektrum umfasst den Ankauf, das Management und den Verkauf von Wohn- und Gewerbeimmobilien. Das Unternehmen agiert europaweit für große institutionelle Investoren und Privatanleger.

Wir sind derzeit auf der Suche nach PraktikantInnen und WerkstudentInnen. Im Oktober beginnt das Duale Studium B.A. mit Fachrichtung Immobilien, für das wir interessierte Abiturienten suchen. Gleichzeitig startet das Trainee-Programm, das sich an Masterabsolventen richtet. Für alle, die kurz davor sind, ihr Studium zu beenden oder es schon beendet haben und vielleicht auch schon ein bis zwei Jahre Berufserfahrung gesammelt haben, sind unsere derzeitigen Direkteinstiegsmöglichkeiten im Bereich der Real Estate Development interessant.

Grundsätzlich suchen wir die unterschiedlichsten Menschen mit unterschiedlichen Abschlüssen und Fachrichtungen. Der Schwerpunkt liegt auf Masterabsolventen. Allerdings steigen hin und wieder auch Bachelorabsolventen mit Berufserfahrung durch Werkstudententätigkeiten oder Praktika bzw. mit einer zuvor abgeschlossenen Ausbildung ein. Interessant sind Fachrichtungen wie BWL, Finance, International Management und Jura mit Schwerpunkt auf Immobilienwirtschaft sowie Bauingenieurwesen und Architektur.

Das Gros der Positionen erfordert einen kaufmännischen Hintergrund. Technische Kompetenzen sind in dem einen oder anderen Geschäftsfeld auch nötig, etwa im technischen AssetManagement und in der Projektentwicklung. Da wir sehr international aufgestellt sind, sind interkulturelle Kompetenzen sowie sehr gute Englischkennnisse gefragt.

Kerstin Böhler, HR-Managerin bei Patrizia.


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Zum König gewählt".

Was Kandidaten mitbringen und draufhaben müssen

"Unsere Berufe sind so vielfältig wie die Immobilienbranche selbst", schreibt einer der hier versammelten Personalchefs. Kaufleute und Techniker, Stadtplaner und Geografen, Wirtschaftsingenieure und -wissenschaftler, vom klassischen BWLer mit Immobilienschwerpunkt ganz zu schweigen - kaum einer, der keinen Platz in der Immobilienwirtschaft findet, wenn er denn auch die nötigen Soft Skills mitbringt. Welche das sind und wie viele und was für Jobs die Unternehmen, die im diesjährigen IZ-Arbeitgeberranking die Ränge vier bis zehn belegen, aktuell für Studenten und Absolventen, Einsteiger und Trainees in der Schublade haben, lesen Sie auf dieser Seite. Wer sich für die drei Top-Arbeitgeber 2017 interessiert, findet die entsprechenden Antworten auf der Seite gegenüber.

Kerstin Böhler

Top-Arbeitgeber Platz 8: Apleona

Catharina Lenz, u.a. Leiterin Talentmanagement bei Apleona.

Catharina Lenz, u.a. Leiterin Talentmanagement bei Apleona.

Quelle: Apleona

Karriere06.07.2017
Apleona bietet Leistungen für den gesamten Lebenszyklus der Immobilie an, von der Planung und Entwicklung über das Management und die Optimierung bis hin zum Verkauf. Es gibt vielfältige ... 

Apleona bietet Leistungen für den gesamten Lebenszyklus der Immobilie an, von der Planung und Entwicklung über das Management und die Optimierung bis hin zum Verkauf. Es gibt vielfältige Einstiegsmöglichkeiten. So können sich Bachelor- und Masterabsolventen für einen Direkteinstieg bewerben oder an einem unserer Traineeprogramme teilnehmen. Schon während des Studiums bieten wir darüber hinaus die Möglichkeit, Apleona als Praktikant oder Werkstudent kennenzulernen. Neben dem Einstieg nach dem Studium bieten wir zudem die Möglichkeit einer Ausbildung an. Aktuell bilden wir Immobilienkaufleute aus, aber auch technische Facility-Manager im Rahmen einer Fachausbildung.

Wir suchen in erster Linie Absolventen mit immobilienbezogenen oder technischen Abschlüssen wie Facility-Management, Immobilienwirtschaft und Immobilienmanagement, Bau- bzw. Wirtschaftsingenieurwesen oder Versorgungstechnik. Dies ist abhängig von der jeweiligen Aufgabe und dem Unternehmensbereich. So stehen technische Kompetenzen eher im Facility-Management, aber auch in der Beratung für Neubau- und Revitalisierungsprojekte im Vordergrund. In anderen Bereichen, zum Beispiel im PropertyManagement, sind ganz klar kaufmännische Kenntnisse gefragt. Grundsätzlich suchen wir engagierte Menschen, die u.a. Spaß an der Arbeit haben und gerne im Team arbeiten.

Im Facility-Management wollen wir dieses Jahr noch etwa zehn engagierte und motivierte Trainees einstellen, die später zum Beispiel die Rolle eines Objektleiters übernehmen können. Auch in der Beratung, im Objektmanagement und im Vertrieb suchen wir neue Mitarbeiter.

Catharina Lenz, u.a. Leiterin Talentmanagement bei Apleona.


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Zum König gewählt".

Was Kandidaten mitbringen und draufhaben müssen

"Unsere Berufe sind so vielfältig wie die Immobilienbranche selbst", schreibt einer der hier versammelten Personalchefs. Kaufleute und Techniker, Stadtplaner und Geografen, Wirtschaftsingenieure und -wissenschaftler, vom klassischen BWLer mit Immobilienschwerpunkt ganz zu schweigen - kaum einer, der keinen Platz in der Immobilienwirtschaft findet, wenn er denn auch die nötigen Soft Skills mitbringt. Welche das sind und wie viele und was für Jobs die Unternehmen, die im diesjährigen IZ-Arbeitgeberranking die Ränge vier bis zehn belegen, aktuell für Studenten und Absolventen, Einsteiger und Trainees in der Schublade haben, lesen Sie auf dieser Seite. Wer sich für die drei Top-Arbeitgeber 2017 interessiert, findet die entsprechenden Antworten auf der Seite gegenüber.

Catharina Lenz

Zum König gewählt

Timo Tschammler - hier in einer Fotomontage - ist erst seit wenigen Monaten Deutschlandchef von JLL. Für ihn ist es also die erste Krönung zum Top-Arbeitgeber der Immobilienstudenten.

Timo Tschammler - hier in einer Fotomontage - ist erst seit wenigen Monaten Deutschlandchef von JLL. Für ihn ist es also die erste Krönung zum Top-Arbeitgeber der Immobilienstudenten.

Quelle: istockphoto.com, Urheber: nullplus/Montage: IZ

Karriere06.07.2017
JLL zementiert seinen Status als Wunscharbeitgeber von Immobilienstudenten. Im IZ-Arbeitgeberranking 2017 hat es JLL zum sechsten Mal in Folge auf den Königsthron geschafft. Corpus Sireo ... 

JLL zementiert seinen Status als Wunscharbeitgeber von Immobilienstudenten. Im IZ-Arbeitgeberranking 2017 hat es JLL zum sechsten Mal in Folge auf den Königsthron geschafft. Corpus Sireo hat seinen Rang als zweitbegehrtester Brötchengeber des Branchennachwuchses knapp verteidigt. Der Vorjahresvierte CBRE überholt Drees & Sommer und rückt mit großen Schritten auf Platz drei vor.

Rund 220 Unternehmen haben die Teilnehmer der diesjährigen Studentenumfrage von Immobilien Zeitung und Immo Media Consult, die Immobilienwirtschaft, Baumanagement, Facility-Management oder ein verwandtes Fach studieren, auf die - offene - Frage nach ihren Wunscharbeitgebern genannt. Seriensieger JLL vereinte alleine über 12% der gewichteten Stimmen auf sich. Vizemeister Corpus Sireo und CBRE auf Rang drei erhielten 7% bzw. 6,8% aller zugeteilten Zähler. Schon ab Platz vier mit Drees & Sommer (3,4%) wird es recht kleinteilig. 200 Arbeitgeber erhielten weniger als 1% der gewichteten Stimmen. Die zehn Bestplatzierten vereinen zusammen 45,4% aller vergebenen Punkte auf sich.

Gewichtet deshalb, weil die Studenten jeweils bis zu drei von ihnen präferierte Arbeitgeber aufführen konnten und ihre Nennungen priorisieren mussten. Jede Nennung als Wunscharbeitgeber Nummer eins war drei Punkte wert, für einen zweiten Platz gab es zwei Zähler und für einen dritten Platz immerhin noch einen Punkt. Insgesamt verrieten 320 von 548 Umfrageteilnehmer, also rund 58%, uns ihre Favoriten. 264 davon nannten auch noch das Unternehmen, bei dem sie am zweitliebsten arbeiten würden, und 194 vergaben auch noch eine Bronzemedaille. Immerhin rund 42% der Studierenden, die sich durch die 56 Fragen starke Online-Befragung klickten und die erforderliche Studienbescheinigung vorlegten, gaben an, keinen Wunscharbeitgeber zu haben.

Neueinsteiger finden sich in den diesjährigen Top Ten nicht (siehe Tabelle auf dieser Seite). Doch die Karten wurden teilweise neu gemischt: Von der Aufholjagd von CBRE abgesehen, haben sich auch BNP Paribas Real Estate und Union Investment verbessert: Sie klettern von Rang sieben bzw. neun auf Platz sechs respektive sieben. ECE findet sich dafür auf Rang neun wieder. Patrizia Immobilien verteidigt Rang fünf, ebenso wie Beos den zehnten Platz. Apleona, ehemals Bilfinger Real Estate, festigt Rang neun. Der Verkauf an einen Finanzinvestor und die Umfirmierung haben dem Bekanntheitsgrad bzw. der Reputation unter Studierenden offenbar nicht geschadet.

PwC und Ernst & Young verfehlen die Top Ten knapp und teilen sich Platz elf. Mit Cushman & Wakefield (13.) hat es noch ein viertes - vereinfacht gesprochen - Maklerhaus unter die Top 15 geschafft. Auf den weiteren Plätzen folgen die Deka (14.), Art-Invest (15.) und Strabag (16.) - wobei die Strabag wohl eher ob ihrer Projektentwicklungssparte gefragt sein dürfte als ob ihrer Aktivitäten am Bau.

Der Abstieg von Hochtief, dem dreimaligen IZ-Top-Arbeitgeber der Jahre 2009 bis 2011 (also der ersten drei IZ-Arbeitgeberrankings), setzt sich fort: Zwar beschäftigt Hochtief auch heute noch mehr als 80 Mitarbeiter im Bereich der Projektentwicklung, doch der Glanz früherer Tage ist - zumindest im Spiegel des IZ-Arbeitgeberrankings - verflogen, seit der spanische Mehrheitseigentümer die Projektentwicklung nicht mehr zum Kerngeschäft zählt und Hochtief zum reinen Baukonzern umbaut. Mehr als Platz 17 ist für die Essener nicht drin. Auf den weiteren Plätzen folgen die Allianz (18.), Tishman Speyer (19.) und die Deutsche Bank bzw. deren Vermögensverwalter Deutsche Asset Management.

Wohnungsunternehmen sind wie eh und je nur unter ferner liefen im Ranking vertreten, allen voran Dax-Konzern Vonovia auf Position 52. Die Nachfolger der IVG, Triuva und OfficeFirst, verfehlen die Top 20 - selbst wenn man ihre Punktzahlen addiert. Corporates wie die Deutsche Bahn auf Platz 30 oder Bayer und Daimler, beide punktgleich auf Position 36, schneiden besser ab als z.B. Colliers, die Helaba, Credit Suisse und UBS oder DIC.

Beim Blick auf die Wahlmotive fällt auf: Klar kennen Studierende die Unternehmen, für die sie votieren, mitunter auch von innen, weil sie dort z.B. ein Praktikum machen bzw. gemacht haben oder als Werkstudent tätig sind oder waren.

Meist fällen die Studenten ihr Urteil aber aus der Außenperspektive: Von den zwölf in der Umfrage vorgegebenen Aspekten, die die genannten Wunscharbeitgeber für den einzelnen Studenten so begehrt machen, gehörte das Kriterium, bereits persönlich Bekanntschaft mit einem Unternehmen geschlossen zu haben, zu den weniger wichtigen. Nur in 18% der Fälle begründeten die Studenten ihre Wahl damit.

Mit weitem Abstand am wichtigsten ist den Studierenden, dass sie bei dem von ihnen präferierten (künftigen) Arbeitgeber in dem Bereich arbeiten können, für den sie im Studium oder während eines Praktikums Feuer gefangen haben, also z.B. in der Projektentwicklung, im Asset-Management oder im Investment- bzw. Fondsgeschäft. In mehr als jedem zweiten Fall wurde die Wahl eines Top-Arbeitgebers mit der Übereinstimmung des Tätigkeitsfeldes mit den eigenen Wünschen begründet (55%).

Besonders wichtig sind dem Nachwuchs zudem die Karriereperspektiven (38%), das positive Image des Unternehmens bzw. der Marke im Allgemeinen (36%), die internationale Präsenz eines Unternehmens (31%) und dass ihr (künftiger) Arbeitgeber dort sitzt, wo die Studenten auch leben bzw. leben wollen (30%). Die Größe eines Unternehmens (22%), finanzielle Aspekte (19%) oder das positive Image eines Unternehmens speziell als Arbeitgeber (15,5%) oder Zusatzangebote für Mitarbeiter wie Familien-, Gesundheits- oder Programme für eine gute Balance zwischen Arbeiten und Leben (7%) werden dagegen seltener genannt.

Die Fans von JLL zieht vor allem das positive Image, das das Unternehmen bzw. die Marke - nicht zu verwechseln mit dem Image als Arbeitgeber - ausstrahlt, an. Fast jeder Zweite (49%), der JLL zu seinen drei Wunscharbeitgebern zählt, begründet seine Wahl mit diesem Argument. Das ist deshalb interessant, weil JLL damit eines der ganz wenigen Unternehmen ist, bei denen das gute Image schwerer wiegt als die Übereinstimmung des Tätigkeitsfelds mit den persönlichen Präferenzen einer Nachwuchskraft. Der letztgenannte Aspekt ist natürlich auch für viele JLL-Anhänger nicht unwichtig, ebenso wie die Internationalität und die Karriereperspektiven (je 45%).

Izabela Danner hüpft fast aus dem Hörer, als ihr der Autor dieser Zeilen per Fernsprecher die frohe Botschaft von der Titelverteidigung überbringt. Für die Personalchefin von JLL, die auch dem deutschen Management Board angehört, ist dieser Erfolg keine Selbstverständlichkeit: "Wir haben ein bisschen gezittert", verrät sie. Mit dem abermaligen Titelgewinn sieht Danner, die seit Anfang 2013 Head of Human Resources von JLL ist, all die "harte Arbeit" belohnt, die sie und ihr 19-köpfiges Team im Personalmarketing leisten.

So hat JLL in diesem Jahr bereits u.a. auf sechs Hochschulmessen, etwa auf der Jobbörse IZ-Karriereforum, Präsenz gezeigt. Mindestens drei weitere sollen bis Jahresende folgen. Die Social-Media-Kanäle von JLL Germany bespielen die Personaler gemeinsam mit den Kollegen aus der Marketingabteilung. So wird z.B. für das hauseigene Trainee-Programm auf diesem Wege die Trommel gerührt. Und auf den Karriereportalen Xing und LinkedIn werden nicht nur Stellenanzeigen an die virtuelle Jobwall genagelt, sondern auch Kandidaten angesprochen.

In der realen Welt lässt der Seriensieger ebenfalls kaum etwas unversucht, den Nachwuchs für sich einzunehmen, noch bevor er auf den Arbeitsmarkt kommt. Studenten werden eingeladen, sich in JLL-Niederlassungen an Case-Studies zu versuchen, und lernen so by the way mitunter auch höherrangige Mitarbeiter kennen. So haben sich z.B. Marcel Abel, geschäftsführender Direktor und Niederlassungsleiter in Düsseldorf, und vier Teamleiter Anfang Juni Zeit für eine studentische Reisegruppe der HfWU Nürtingen-Geislingen genommen.

Zudem halten Mitarbeiter an ihren ehemaligen Hochschulen Vorlesungen oder stellen JLL als Dienstleister und Arbeitgeber vor. "Unsere wichtigsten Testimonials sind aber unsere Studenten im Haus", ist Danner überzeugt. Und davon gibt es einige: Rund 150 Praktikanten und studentische Aushilfen sind 2017 bereits eingestellt worden. Insgesamt beschäftigt JLL rund 1.300 Mitarbeiter hierzulande.

Beim Zweitplatzierten fällt beim Blick auf die Aspekte der Arbeitgeberwahl zweierlei auf. Zum einen führt jeder Dritte (34%) Corpus-Sireo-Wähler das positive Image als Arbeitgeber ins Feld. Das ist ein vergleichsweise hoher Anteil: Bei JLL und dem Dritten, CBRE, war der gute Ruf als Arbeitgeber jeweils nur für jeden sechsten bis siebten Wähler (17% bzw. 15%) ausschlaggebend. Zum anderen fällt auf, dass vergleichsweise viele Studierende mit Corpus Sireo schon persönlich Bekanntschaft geschlossen haben, nämlich ebenfalls 34%. Bei den JLL- und CBRE-Wählern kennt nur ungefähr jeder vierte bzw. siebte Wähler die Unternehmen schon persönlich (24% bzw. 15%).

"Die Ergebnisse zeigen, dass die ganzen kleinen Bausteine, die wir in den letzten Jahren aufeinandergeschichtet haben, wirken", freut sich Iris Schönbeck, Leiterin Human Resources Management bei Corpus Sireo. "Wir tun schließlich alles dafür, dass man uns kennt; seit einigen Jahren sind wir extrem im Hochschulmarketing unterwegs." An 18 Hochschulen machen Mitarbeiter Studierenden das Unternehmen und den Arbeitgeber Corpus Sireo schmackhaft, sei es direkt auf Karriereabenden oder an Campustagen oder indirekt durch Gastvorträge und Case-Studies.

Zudem werden "studentische Botschafter", sprich: duale Studenten, Praktikanten oder studentische Aushilfen, gezielt dafür eingesetzt, das Unternehmen an den Hochschulen ins rechte Licht zu rücken. Sogar eigene Visitenkarten haben die "Botschafter" designed bekommen. Sich abheben, um aufzufallen: Nach diesem Motto lässt Corpus Sireo jedes Jahr auch eine immer neue Kollektion an Polo-Shirts, Armbändern und Ansteckern entwerfen. Dieses ungewöhnliche Outfit - besonders in einer relativ konservativen Branche wie der Immobilienwirtschaft - soll nicht zuletzt auf Hochschulmessen für Aufmerksamkeit sorgen.

Zudem lädt das Unternehmen kleine Gruppen Studierender regelmäßig in die verschiedenen Niederlassungen ein. "Besonders bei diesen speziellen Veranstaltungen im kleinen Rahmen haben wir immer mehrere Studenten rekrutiert, z.B. als duale Studenten oder Trainees. Veranstaltungen dieser Art mit einer qualitativ hochwertigen Studentengruppe schaffen eine persönlichere Atmosphäre und eine äußerst hohe Recruiting-Effektivität", sagt Schönbeck.

CBRE hat rund 50% mehr Punkte eingefahren als im Vorjahr und den Vorjahresdritten locker überholt - und das bei einer leicht gesunkenen Zahl der Befragten. Fast hätte man sogar die Vizemeisterschaft geholt. Mark Spangenberg, COO von CBRE Germany, und seine Personalchefin Jacobé Gölz sind happy: "Studenten sind ein wichtiger Indikator, darum diskutieren wir das Arbeitgeberranking natürlich intern. Schließlich ist es nicht einfach, gute Leute zu bekommen, ob erfahrene oder Nachwuchsleute", sagt Spangenberg.

CBRE punktet - anders als JLL - vor allem mit seinem internationalen Flair. Fast zwei von drei CBRE-Wählern (63%) führen diesen Aspekt an. Die Übereinstimmung der eigenen Neigungen mit den tatsächlichen Tätigkeitsfeldern wird von 46% als Kriterium genannt - nur noch, muss man sagen, denn vor zwei Jahren waren es noch 68%. Auf Platz drei folgen die Karriereperspektiven (44%).

Mögliche Gründe für die deutliche Verbesserung fallen Gölz viele ein. "Der Besuch von Hochschulmessen ist mittlerweile ein fester Bestandteil in unserem Recruiting", beginnt die Personalerin aufzuzählen. "Angefangen haben wir mal mit nur dem IZ-Karriereforum. In diesem Jahr besuchen wir schon sieben Hochschulmessen." Und am Start bzw. Stand seien dort immer auch Kollegen aus den Fachabteilungen.

Damit sich Studenten und CBRE näherkommen können, lädt man drei, vier Mal im Jahr 20 bis 30 Studenten zu sich nach Frankfurt ein. Das Motto: Open House Day. "Es kommt aber nicht jeder rein, sondern nur Studierende, die uns mit ihrem Motivationsschreiben überzeugt haben", betont Gölz. Schließlich sollen ja Praktikanten und Werkstudenten angeworben werden - aus denen später, wenn es gut läuft, Trainees oder Direkteinsteiger werden. Deutschlandchef Alexander von Erdély macht dem Nachwuchs bei dieser Gelegenheit persönlich seine Aufwartung. Im Anschluss erzählen Kollegen aus den Fachabteilungen von ihrer täglichen Arbeit - ehe sich die Studenten an einem Beispiel aus der Praxis beweisen können. Der heimliche Höhepunkt ist das abschließende Get-together, bei dem die ersten Kontakte geknüpft werden.

Solche Events hinterlassen einen bleibenden Eindruck: "Es kommen immer mehr Firmen auf uns zu und laden uns zu sich ein. Wir Studenten müssen kaum noch selbst aktiv werden. Dadurch wird uns vermittelt, dass um uns gekämpft wird", sagt ein Student, der bei so einem Tag der offenen Tür dabei war.

Harald Thomeczek