Karriere-News

JLL ist der Top-Arbeitgeber der Immobilienwirtschaft

Studenten haben in diesem Jahr Jones Lang LaSalle zum Top-Arbeitgeber gewählt.

Studenten haben in diesem Jahr Jones Lang LaSalle zum Top-Arbeitgeber gewählt.

Bild: iStockphoto.com/nico_blue

Karriere 05.07.2012
Mehr als 700 Studenten der Immobilienwirtschaft und verwandter Studiengänge haben ihre Top-Arbeitgeber der Branche gewählt. Der Makler und Immobilienberater Jones Lang LaSalle schaffte es ... 

Mehr als 700 Studenten der Immobilienwirtschaft und verwandter Studiengänge haben ihre Top-Arbeitgeber der Branche gewählt. Der Makler und Immobilienberater Jones Lang LaSalle schaffte es mit einem deutlichen Vorsprung auf Platz 1 der beliebtesten Arbeitgeber. Der Baukonzern und Vorjahressieger Hochtief wurde auf Rang 2 verwiesen. Auf Rang 3 folgt der Shoppingcenter-Entwickler ECE. Die drei Unternehmen konnten zusammen ein Fünftel aller vergebenen Punkte auf sich verbuchen. Auch in den vergangenen drei Jahren erreichten sie bereits Top-Platzierungen.

Für das Ranking befragte die Immobilien Zeitung Studierende der letzten vier Semester aus mehr als 50 Hochschulen deutschlandweit nach ihren Top-Arbeitgebern. Insgesamt wurden 213 verschiedene Unternehmen von den Studenten genannt. Unter den Top 15 finden sich neben Jones Lang LaSalle noch fünf weitere Makler- und Beratungshäuser. Und auch die IVG Immobi­lien, Ernst & Young, Bilfinger Berger, Drees & Sommer sowie die Deutsche Bank wurden weit nach vorne gewählt.

Für die angehenden Immobilienprofis zählen bei der Wahl ihres Wunscharbeitgebers vor allem das Tätigkeitsfeld des Unternehmens und gute Karriereperspektiven. Hier können die Top 3 punkten, die allesamt ein breites Aufgabenspektrum bieten und viel für ihre Nachwuchskräfte tun. Wichtige Kriterien bei der Arbeitgeberwahl sind zudem der Standort des Unternehmens, seine Internationalität und das Ansehen in der Öffentlichkeit.

Das Top-Arbeitgeberranking ist ein Teilergebnis der Joboffensive für die Immobilienwirtschaft unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan. Unterstützt wird die Initiative darüber hinaus von Aareal Bank, Bernd Heuer & Partner Human Resources, BNP Paribas Real Estate, DTZ, ECE, Gefma/Die Möglichmacher, Irebs Immobilienakademie, IVG Immobi­lien, KPMG, Messe München/Expo Real, mfi management für immobilien, Patrizia Immobilien und RGM.

Britta Kriechel

Umfrage: Wie arbeiten Frauen in der Immobilienbranche?

Mein Schreibtisch, mein Laptop, mein Job: Wie ist die Arbeitssituation von Frauen in der Immobilienbranche? Das will eine Untersuchung von IVG Research und dem Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft herausfinden.

Mein Schreibtisch, mein Laptop, mein Job: Wie ist die Arbeitssituation von Frauen in der Immobilienbranche? Das will eine Untersuchung von IVG Research und dem Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft herausfinden.

Bild: BilderBox.com

Karriere 29.06.2012
Frauenquote, Betreuungsgeld, gleicher Lohn für gleiche Arbeit ... viel wird derzeit über die Situation von Frauen in der Berufswelt diskutiert. Noch immer stellen sie nur knapp 28% der ... 

Frauenquote, Betreuungsgeld, gleicher Lohn für gleiche Arbeit ... viel wird derzeit über die Situation von Frauen in der Berufswelt diskutiert. Noch immer stellen sie nur knapp 28% der Führungskräfte und treten auf den obersten Managementebenen großer Konzerne lediglich vereinzelt auf, wie Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigen. Doch wie sieht es nun in der Immobilienwirtschaft aus - besser oder vielleicht schlechter? Was bestimmt in dieser Branche die Arbeitsbedingungen von Frauen? IVG Immobilien führt dazu eine Umfrage unter Personalverantwortlichen von Immobilienunternehmen und den Frauen in der Branche durch.

Licht in die Black Box zur Arbeitssituation von Frauen in der Immobilienwirtschaft will IVG Research mit einer Umfrage bringen, die in Kooperation mit dem Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft entstanden ist. Ziel der Umfrage sei es, erstmalig grundlegende Zahlen über das Geschlechterverhältnis in der deutschen Immobilienwirtschaft zu sammeln, um branchenweite Kennziffern zu erstellen und die Diskussion auf eine stabile statistische Basis zu stellen. Wie viele Frauen arbeiten auf den verschiedenen Hierarchieebenen, welche Qualifikationen bringen sie mit und in welchen Gehaltsklassen bewegen sie sich in der Immobilienwirtschaft? Die Interpretation der Daten werde offen gelassen, betont Thomas Beyerle, ?Managing Director und Head of CS & Research bei ?IVG Immobilien. Die Unternehmen haben die Chance, mit den Ergebnissen selbst weiterzuarbeiten und sie als Benchmark zu nutzen. Der drohende Fachkräftemangel führt bereits jetzt dazu, dass immer mehr Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um Frauen zu fördern und langfristig an das Unternehmen zu binden.

In Deutschland hinken auch viele Karrierefrauen bei der Vergütung hinterher. Im Schnitt verdienen weibliche Führungskräfte rund 1.000 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen, fand das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin heraus. Geschlechtsspezifische Gehaltsdifferenzen offenbaren sich auch in der Immobilienwirtschaft: So liegen die Gehaltsvorstellungen von Studentinnen immobilienwirtschaftlicher Fächer im Erststudium 9% und im Aufbaustudium sogar 18% unter denen ihrer männlichen Kommilitonen. Dieses Ergebnis offenbarte die Joboffensive 2011, eine Umfrage unter Studenten immobilienwirtschaftlicher Fächer in Deutschland, die von der Immobilien Zeitung jährlich durchgeführt wird.

Erstes Panel: Personalabteilungen der größten Immobilienunternehmen

Für die Umfrage hat IVG Research die größten Unternehmen der Immobilienwirtschaft angesprochen, von denen 420 ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert haben. Ihre Personalverantwortlichen geben anonym Auskunft zum Anteil der weiblichen Angestellten auf den verschiedenen Hierarchieebenen, zu den verschiedenen Projekten der Frauenförderung, der Gehaltsspanne ihrer weiblichen Angestellten, deren Berufsausbildung usw. Zudem sind sie aufgefordert, Stellung zu beziehen: Sind sie für oder gegen eine feste Frauenquote? Der Fragenkatalog wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft entwickelt.

Zweites Panel: Weibliche Beschäftigte in der Branche

Auch die Stimme der weiblichen Beschäftigten in der Branche wird gehört. Durch dieses zweite Befragungs-Panel können die Ergebnisse miteinander verglichen werden. Die Beschäftigten erhalten einen nahezu identischen Fragebogen und können anonym angeben, wie hoch sie den Anteil der weiblichen Angestellten auf den verschiedenen Hierarchieebenen ihres Unternehmens schätzen, ob ihr Arbeitgeber eine besondere Strategie zur Frauenförderung verfolgt und wie sie persönlich zur Frauenquote stehen.

Das Ausfüllen des Fragebogens dauert ca. 10 bis 15 Minuten und ist noch bis zum 6. Juli 2012 online möglich:

http://sgiz.mobi/s3/Beschaeftigtenumfrage-Frauen-in-der-Immobilienwirtschaft

Die Ergebnisse der Befragung werden auf der Expo Real 2012 vorgestellt.

Sonja Smalian

FM-Pioniere starten eigenes CSR-Projekt

Das Team der FM-Pioniere auf dem Kinderbauernhof Pinke-Panke (v.l.n.r.):
Monique Bahr, Isabel Mietzke, Niklas Pempel, Tina Eckelmann, Christiane
Eckstein, Corinna Knoll und Xuran Li.

Das Team der FM-Pioniere auf dem Kinderbauernhof Pinke-Panke (v.l.n.r.): Monique Bahr, Isabel Mietzke, Niklas Pempel, Tina Eckelmann, Christiane Eckstein, Corinna Knoll und Xuran Li.

Bild: Regina Zeitner

Karriere 28.06.2012
Acht Master-Studenten der htw Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin betraten in diesem Semester Neuland: Als Hochschulprojekt unterstützten sie einen Kinderbauernhof und wendeten ihr ... 

Acht Master-Studenten der htw Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin betraten in diesem Semester Neuland: Als Hochschulprojekt unterstützten sie einen Kinderbauernhof und wendeten ihr Projektmanagement-Wissen im Non-Profit-Bereich an. Doch es blieb nicht nur bei einem Projekt mit zwei Semesterwochenstunden. Die Studenten gründeten die FM-Pioniere, die auch im nächsten Semester wieder aktiv werden. Zudem sollen sie Teil der Corporate-Social-Responsibility-Strategie der htw Berlin werden.

Projektarbeit ist inzwischen ein festes Element im Lehrplan. Auch die Facility-Management-Studenten an der htw Berlin hatten bereits Projektentwicklungen auf realen Liegenschaften und Ähnliches bearbeitet. Doch nicht selten verschwinden die studentischen Ideen und Konzepte nach Semesterende in der Schublade. Aus diesem Grund sollten die Studenten im zweiten Semester Facility-Management dieses Mal etwas anderes machen. Begleitend zur Vorlesung Pilotprojekte sollten die acht Master-Studenten ein eigenes Projekt tatsächlich durchführen. Doch anders als in den Semestern zuvor, als ihnen das Projekt vorgegeben wurde, waren sie nun selbst aufgefordert ihren Einsatzort zu bestimmen. Innerhalb einer fünftägigen Projektwoche Ende März mussten sie ein Konzept entwickeln. Nach anderthalb Tagen hatte sich die Gruppe festgelegt: Der Kinderbauernhof Pinke-Panke in Berlin war "ihr Projekt".

Ziel der Übung war es, dass die Studenten alles, was sie bislang gelernt hatten, umsetzen sollten, erläutert Regina Zeitner, Professorin an der htw Berlin die Aufgabenstellung, die auch für sie neu und ungewohnt war. In der Vorlesung wurden die Inhalte thematisiert, die bislang im Lehrplan noch zu kurz gekommen waren. Das war das Gebiet Kommunikation und die daraus resultierende Wirkungskette aus Transparenz, Vertrauen, Reputation und Erfolg.

Projektmanagement im Live-Test

Und Kommunikation war denn auch eine der Schlüssel-Aufgaben bei der Umsetzung des Projekts, wie sich die Projektleiterin Isabel Mietzke erinnert. Denn sie hatten nun einen, wenn auch selbst gewählten, realen Auftraggeber. Und der Non-Profit-Bereich tickt anders als die Immobilienwirtschaft. Sie lernten die "Soft Skills" des Projektmanagements kennen. Und sie machten auch Kommunikation in eigener Sache. Ihre Bezeichnung, Studenten im zweiten Semester im Master-Studiengang Facility-Management an der htw Berlin, war ihnen bei der Ansprache von Unternehmen und Dienstleistern zu lang und zu sperrig. Ein neuer Name musste her: Die "FM-Pioniere" waren geboren. Damit sei aber keine Anspielung auf die Jugendorganisation der DDR geplant, sondern der Kontext "Neuland betreten" sollte assoziiert werden, erläutert Student Niklas Pempel die Namensgebung.

Die Studenten hatten ein großes Aufgabenpaket geschnürt. Von der Öffentlichkeitsarbeit über Renovierungsarbeiten, Fundraising bis zur Analyse der Bewirtschaftungskosten reichte ihre To-do-Liste. Doch nicht alles konnte umgesetzt werden. Die Analyse der Bewirtschaftungskosten war aufgrund der Datenlage nicht machbar. Beim Fundraising kontaktierten sie 30 Unternehmen, jedoch ohne Erfolg.

Als das Fundraising nicht so anlief wie geplant, da hoben sie kurzerhand ihre eigenen Ressourcen: die Muskelkraft ihrer Kommilitonen. Die Idee der "Zeit-Gutscheine" war geboren. Pempel stellte die FM-Pioniere in sieben Vorlesungen der Hochschule vor - und akquirierte 17 Helfer. 25 Freiwillige waren sie schließlich insgesamt, die zusammen 172 Arbeitsstunden auf dem Kinderbauernhof ableisteten. Sie ölten die Fachwerk-Balken und besserten ein Grün-Dach aus. Die teilnehmenden Studenten, die als Helfer an dem Projekt mitgearbeitet haben, erhielten eine offizielle Bescheinigung über ihr Engagement von der Hochschule und damit einen weiteren Baustein für ihre Bewerbungsmappe.

Verantwortung übernehmen

Doch das Hauptlernziel war: Verantwortung übernehmen und selbstständig handeln. In den wöchentlichen Treffen informierten die FM-Pioniere Zeitner über die Fortschritte, sie bot ihr Kontaktnetzwerk an, aber hielt sich ansonsten im Hintergrund. "Sie waren nicht alleine gelassen, aber sie durften es alleine machen", sagt Zeitner. Und das setzte ungeheure Kräfte bei allen Beteiligten frei. Sie sahen "ihr" Projekt wachsen, und das löste tiefe Befriedigung jenseits von ECTS-Kreditpunkten aus. "Das haben wir aufgebaut und geleistet. Das ist ein schönes Gefühl", sagt Pempel. Das sei die beste Vorbereitung auf die Arbeitswelt, die der Studiengang bieten könne, lautet Mietzkes Fazit.

Die FM-Pioniere haben Neuland betreten und dabei einiges in Bewegung gebracht: Derzeit sind die Studenten und Zeitner mit der Hochschule im Gespräch, wie die FM-Pioniere auch auf der htw-Homepage dargestellt und in die Corporate-Social-Responsibility-Strategie der Hochschule integriert werden können. Und auch die nächste Generation der FM-Pioniere ist schon rekrutiert, die Studenten im ersten Semester. Sie werden eine Grundschule in Berlin-Moabit unterstützen.

Sonja Smalian

IZ-Chefredakteur Thomas Porten für Lebenswerk geehrt

Thomas Porten bei der Eröffnung des diesjährigen IZ-Karriereforums.

Thomas Porten bei der Eröffnung des diesjährigen IZ-Karriereforums.

Bild: Melanie Bauer

Karriere 26.06.2012
Der Deutsche Preis für Immobilienjournalismus 2012 geht an den Chefredakteur der Immobilien Zeitung. Thomas Porten gehört zum vierköpfigen Gründerteam der Zeitung und habe sie zu einem ... 

Der Deutsche Preis für Immobilienjournalismus 2012 geht an den Chefredakteur der Immobilien Zeitung. Thomas Porten gehört zum vierköpfigen Gründerteam der Zeitung und habe sie zu einem führenden Medium der Immobilienbranche entwickelt. Heute sei die IZ "Pflichtlektüre für alle in der Branche Tätigen", so die Wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung des Immobilienjournalismus (WVFI), die den Preis nunmehr zum zwölften Mal verliehen hat.

Anfang der 90er Jahre war die Immobilien Zeitung ein reines Kleinanzeigenblatt für Immobilienofferten aus dem Rhein-Main-Gebiet. Der Schwenk hin zur Fachzeitung wurde maßgeblich von den Verlagsgesellschaftern Jan Mucha, Thorsten Karl, Thomas Gräf und Thomas Porten getragen. Mit etwa 20 Journalisten beschäftigt die IZ heute die größe Immobilienfachredaktion Deutschlands. Sie gehört seit einigen Jahren mehrheitlich zum Deutschen Fachverlag (dfv) in Frankfurt, der u.a. Titel wie die Lebensmittel Zeitung, Horizont, AHGZ und Textilwirtschaft herausgibt. Die IZ ist über ihre Tochtergesellschaft Heuer Dialog zudem im Veranstaltungsgeschäft tätig.

Vielfach preisgekrönt: Redaktion und Verlag

Die Leistung des Verlages und insbesondere der Redaktion ist bereits mehrfach mit Preisen gewürdigt worden. So ging der Deutsche Preis für Immobilienjournalismus bereits vor einigen Jahren an Redakteurin Monika Leykam und vergangenes Jahr an den langjährigen IZ-Mitarbeiter Christian Hunziker. Den Deutschen Journalistenpreis konnte Redakteurin Gerda Gericke 2008 in Empfang nehmen. Gleich mit zwei Preisen ist Redakteur Nicolas Katzung bedacht: einmal mit dem Bewertungs-Oscar, dem Certification & Valuation Award, einmal als einer der Top-Fachjournalisten des Jahres. Die Immobilien Zeitung selbst konnte sich bereits über den Golden Brick Award für eine der weltweit kompetentesten Internetauftritte eines Immobilienverlags freuen und wurde zudem 2008 als eines der besten Fachmedien Deutschlands geehrt.

"Gerne nehme ich die neuerliche Auszeichnung in Vertretung für die gesamte Redaktion entgegen", erklärte der 46-jährige Porten nach der jetzigen Bekanntgabe zum Deutschen Preis für Immobilienjournalismus. "Die Alternative, dass der Preis speziell für mein persönliches Lebenswerk - so hieß es wohl in den Diskussionen der Jury - verliehen wird, legte mir ansonsten einen doch allzu frühen Ruhestand nahe."

Die Preisverleihung an Thomas Porten findet am 9. Oktober 2012 um 17 Uhr auf der Expo Real in München statt.

IZ

Setzen, sehr gut!

Ihr Bildungsprogramm ist spitze (v.l.n.r.): die Professoren Tobias Just (Irebs Immobilienakademie), Nico B. Rottke (EBS Business School) und Hanspeter Gondring (DHBW Stuttgart).

Ihr Bildungsprogramm ist spitze (v.l.n.r.): die Professoren Tobias Just (Irebs Immobilienakademie), Nico B. Rottke (EBS Business School) und Hanspeter Gondring (DHBW Stuttgart).

Bild: Irebs Immobilienakademie/ Thomas Plettenberg, EBS Business School, DHBW Stuttgart

Karriere 21.06.2012
Welche Hochschule erhält die besten Noten? Zum vierten Mal konnten Studenten immobilienwirtschaftlicher Fächer die Studienbedingungen an ihrer Bildungseinrichtung bewerten. Den ersten ... 

Welche Hochschule erhält die besten Noten? Zum vierten Mal konnten Studenten immobilienwirtschaftlicher Fächer die Studienbedingungen an ihrer Bildungseinrichtung bewerten. Den ersten Platz belegt ein Neuzugang im Ranking, die Irebs Immobilienakademie. Aber auch die EBS Business School sowie die DHBW Stuttgart erhielten von ihren Studenten die Note "sehr gut".

Das IZ-Hochschulranking 2012 wird von drei neuen Namen angeführt: Die Irebs Immobilienakademie erhielt insgesamt die beste Benotung von ihren Studenten. Auf Rang zwei schob sich die EBS Business School. Und die Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart sicherte sich Rang drei.

Insgesamt 714 Studenten immobilienwirtschaftlicher Fächer aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich an der Umfrage zur Joboffensive 2012 beteiligt. Schirmherrin der Initiative war Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan. Ein Teilergebnis dieser Arbeitsmarktanalyse, die seit zwölf Jahren von der Immobilien Zeitung durchgeführt wird, ist das IZ-Hochschulranking.

Die Studenten bewerten dabei mit Schulnoten von eins bis sechs die Studienbedingungen an ihrer eigenen Hochschule in insgesamt acht Einzelkategorien: Neben der Zufriedenheit mit ihrem Studium insgesamt benoten sie die Studieninhalte, den Praxisbezug, Studienaufbau und -organisation, die Professoren, das Lernumfeld, die Ausstattung und den Hochschulstandort.

Irebs Immobilienakademie und EBS dominieren Einzelkategorien

Auch in den verschiedenen Einzelkategorien belegen die beiden Bestplatzierten Spitzenpositionen: Den ersten Rang sicherte sich die Irebs Immobilienakademie in den vier Kategorien Praxisbezug, Studienaufbau und -organisation, Professoren sowie Lernumfeld. Die EBS Business School setzte sich hingegen bei den Studieninhalten auf Rang eins und sicherte sich in fünf weiteren Einzelbewertungen Plätze auf dem Siegertreppchen.

Der Vorjahressieger, die HfWU Nürtingen-Geislingen, überzeugte in der Kategorie Professoren (Rang drei). Die Universität Regensburg, zweite im Vorjahres-Ranking, ist in diesem Jahr gleich mehrfach im Ranking vertreten. Zum einen über die Irebs Immobilienakademie, die ein An-Institut der Universität ist und in der die berufsbegleitende Weiterbildung gebündelt ist. Zum anderen über das Institut für Immobilienwirtschaft an der Universität, das Vollzeit-Studiengänge anbietet. Das Institut holte 2011 Silber: In diesem Jahr punktet es in den Einzelkategorien bei den Studieninhalten (Rang drei), bei Studienaufbau und -organisation (Rang drei), beim Lernumfeld (Rang eins) sowie beim Hochschulstandort (Rang zwei). Die Bergische Universität Wuppertal, 2011 auf Platz drei im Gesamtranking und 2010 Gesamtsieger, ist in diesem Jahr in keiner Kategorie ganz vorne mit dabei. Als zweite Weiterbildungseinrichtung ist die ADI Akademie der Immobilienwirtschaft im Ranking vertreten und überzeugt mit einem hohen Praxisbezug (Rang drei). Die Universität Leipzig punktet traditionell bei Ausstattung (Rang zwei) und Standort (Rang eins).

Insgesamt 21 Bildungseinrichtungen, darunter sieben Universitäten, zehn Fachhochschulen, zwei Berufsakademien und zwei Weiterbildungseinrichtungen, sind in diesem Jahr im Ranking vertreten. Es wurden alle Institutionen berücksichtigt, für die ausreichend Studenten eine Bewertung abgegeben hatten. Weitere Umfrageergebnisse der Joboffensive werden in Kürze veröffentlicht und finden sich auch im IZ-Karriereführer 2012/13 für die Immobilienwirtschaft, der diesen Sommer erscheint.

Sonja Smalian

Irebs, EBS und DHBW sind die Besten

Bild: IZ

Karriere 21.06.2012
Auf dem Siegertreppchen des IZ-Hochschulrankings 2012 stehen die Irebs Immobilienakademie, die EBS Business School und die DHBW Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. Sie erhielten von ... 

Auf dem Siegertreppchen des IZ-Hochschulrankings 2012 stehen die Irebs Immobilienakademie, die EBS Business School und die DHBW Duale Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. Sie erhielten von ihren eigenen Studenten die besten Noten für ihr immobilienwirtschaftliches Studienangebot. In den acht Einzelkategorien Studium insgesamt, Studieninhalte, Praxisbezug, Studienaufbau und -organisation, Professoren, Lernumfeld, Ausstattung und Hochschulstandort vergaben die Studenten Schulnoten von eins bis sechs. Auch in den Einzelsparten konnten sich die beiden Erstplatzierten häufig durchsetzen.

Die drei Besten im IZ-Hochschulranking 2012 haben in der Kategorie "Studium insgesamt" ein "sehr gut" erhalten. Mit einer rechnerischen Differenz von 0,19 zwischen dem Erst- und dem Drittplatzierten sind die Unterschiede nur haarfein. Über eine eins in dieser Kategorie können sich auch der Vorjahreserste, die HfWU Nürtingen-Geislingen, der Vorjahreszweite, die Universität Regensburg sowie die ADI Akademie der Immobilienwirtschaft und die HAWK, Standort Holzminden freuen. Der Notenspiegel reicht in dieser Kategorie für die insgesamt 21 teilnehmenden Hochschulen und Bildungseinrichtungen von 1,00 bis 2,21 und liegt damit nochmals über den schon guten Vorjahresergebnissen zwischen 1,27 und 2,80.

Von den drei Sieger-Hochschulen war im vergangenen Jahr zum ersten Mal die EBS Business School im Ranking vertreten gewesen. Für die DHBW hatten in den Jahren 2009 und 2010 ausreichend Studenten ihre Stimme abgegeben. DHBW-Studiengangsleiter Prof. Dr. Hanspeter Gondring betont denn auch: "Ich gebe niemandem einen Kaffee oder eine Pizza aus, der sich an der Umfrage beteiligt." Zum ersten Mal im Ranking mit dabei sind neben der Irebs Immobilienakademie auch die EBZ Business School aus Bochum, die Hochschule Aschaffenburg, die TU Kaiserslautern und die HWR Berlin. Im Ranking berücksichtigt wurden alle Einrichtungen, die mindestens zehn Bewertungen erhalten hatten. Die Rangfolge gibt einen Überblick, welche Institutionen ihre Arbeit in den Augen ihrer eigenen Studenten gut gemacht haben, auch wenn sich die Studienangebote der 21 vertretenen Hochschulen stark unterscheiden.

Hochschulangebote unterscheiden sich stark voneinander

So auch bei den drei Besten: Neuzugang Irebs Immobilienakademie erhielt von seinen Studenten eine 1,0. Damit setzt sich die Weiterbildungseinrichtung an die Spitze des Rankings. Die Einrichtung ist ein An-Institut der Universität Regensburg, die sich auf die berufsbegleitende Weiterbildung spezialisiert hat und u.a. das Kontaktstudium Immobilienökonomie, einen Master of Business Administration (MBA) und verschiedene Zertifikatsstudiengänge anbietet. 1990 hatte Prof. Dr. Karl-Werner Schulte die Akademie an der European Business School (ebs) gegründet, war dann 2006 mit einem Team an die Universität Regensburg gewechselt und übergab die wissenschaftliche Leitung 2011 an Prof. Dr. Tobias Just. Seit dem Wechsel bildete die Akademie knapp 1.000 Immobilienökonome aus und zählt 333 Absolventen der Master- und Intensivstudiengänge ohne Teilnehmer der Seminare und Firmenprogramme. Die Irebs Immobilienakademie ist nicht zu verwechseln mit dem Irebs Institut für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg, das seit 2005 einen Bachelor of Science in BWL oder VWL mit Schwerpunkt Immobilienwirtschaft sowie seit 2008 einen Master of Science in Real Estate anbietet. Beide Studiengänge werden in Vollzeit unterrichtet und erhielten von ihren Studenten in den vergangenen drei Jahren Spitzennoten. In Folge heimste das Institut Gold (2009), Bronze (2010) und Silber (2011) ein.

Den zweiten Rang belegt die EBS Business School, die im vergangenen Jahr den Status Universität erhielt. Prof. Dr. Nico B. Rottke, Leiter des Real Estate Management Institute (Remi), bietet ebenfalls ein Vollzeit- und ein berufsbegleitendes Lehrangebot an. In Vollzeit können die Studenten einen Bachelor of Science in General Management mit Vertiefungsrichtung Immobilienwirtschaft absolvieren. Ein konsekutiver Master of Science in Real Estate rundet das Vollzeit-Angebot ab. Hinzu kommen berufsbegleitend ein Kontaktstudium Immobilienökonomie sowie zahlreiche Zertifikatsstudiengänge. Novum am Remi: In Kürze kann der Immobilienökonom auf berufsbegleitende Masterstudiengänge angerechnet werden (siehe Artikel "Remi stellt sein Weiterbildungsprogramm neu auf", IZ 48/10). "Vermittlung von Fach-, Führungs- und Methodenwissen mit höchsten Qualitätsansprüchen", lautet die Leitlinie nach Rottke. In dem Vollzeit-Masterstudiengang kommt die Hälfte der Studenten aus dem Ausland - Englisch ist aus diesem Grund Unterrichtssprache. Doch auch im Bachelor-Studiengang finden die Lehrveranstaltungen teilweise schon auf Englisch statt.

Den dritten Rang sicherte sich in diesem Jahr die DHBW Stuttgart. Wie eine Berufsakademie, allerdings mit dem Status einer Hochschule, wechseln sich dreimonatige Praxisphasen mit dreimonatigen Lehrphasen an der DHBW ab. Wer dort studieren möchte, der braucht ein Unternehmen, das den Studenten anstellt. Ausgedehnte Semesterferien sind nicht vorgesehen, dafür erhält der Student eine Vergütung vom Unternehmen. Das Konzept wirkt auf Studenten und Unternehmen gleichermaßen anziehend und bundesweit ist nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung die Zahl der Kooperationen von Unternehmen, die gemeinsam mit einer Hochschule duale Studienplätze anbieten im vergangenen Jahr, um 46% gestiegen. Und auch Gondring konnte 23 neue Kooperationspartner begrüßen. Nach sechs Semestern Studium BWL-Immobilienwirtschaft erhält der Student den Abschluss Bachelor of Arts im Umfang von 210 ECTS-Kreditpunkten. Seit kurzem gibt es auch einen dualen Masterstudiengang Business Management Banking & Finance, mit einer Wahl-Vertiefungsrichtung Immobilienwirtschaft.

Die beiden Besten haben eins gemeinsam: Ihre Angebote sind kostenpflichtig. Auch wenn sich mitunter die Arbeitgeber an den Studiengebühren beteiligen oder diese ganz übernehmen. Auf den Studiengängen klebt ein Preisschild, das es so an staatlichen Hochschulen nicht gibt. Deutlich leichter tun sich denn auch die Studenten staatlicher Einrichtungen damit, das Notenspektrum auszureizen und vergeben häufiger auch mal eine "sechs" - und beteiligen sich auch in größerer Zahl.

Kopf-an-Kopf-Rennen von EBS und Irebs Immobilienakademie

Die beiden Erstplatzierten, die Irebs Immobilienakademie und die EBS Business School, liefern sich auch in sechs weiteren Einzelkategorien ein Kopfan-Kopf-Rennen: Bei der Bewertung der Studieninhalte belegt die EBS Business School wie schon im Vorjahr Rang eins, gefolgt von der Irebs Immobilienakademie und dem Irebs Institut für Immobilienwirtschaft. Rang zwei und drei gehen also an die Universität Regensburg. In der Einzelkategorie Praxisbezug liegt dann die Irebs Immobilienakademie vor der EBS Business School und die ADI belegt Rang drei (Vorjahr: Rang eins). Alle drei erhalten ein "sehr gut" von ihren Studenten.

In der Kategorie Studienaufbau und -organisation punkten abermals die Irebs Immobilienakademie, gefolgt von der EBS Business School und der Universität Regensburg, die ihren dritten Rang aus dem Vorjahr verteidigt. Auch bei der Bewertung der Professoren steht wieder die Irebs Immobilienakademie auf dem Treppchen ganz oben. Ihre Studenten loben den guten Mix aus Praktikern und Akademikern. Die EBS Business School sicherte sich den zweiten Platz. Auf dem dritten findet sich der Vorjahresgesamtsieger und Bestplatzierte in dieser Kategorie, die HfWU Nürtingen-Geislingen, wieder.

Die Atmosphäre an der Hochschule, die Betreuung durch Mitarbeiter und die Arbeit studentischer Netzwerke wird über die Kategorie Lernumfeld abgefragt. Hierbei haben die Regensburger die Nase vorn: Den ersten Rang teilen sich die Irebs Immobilienakademie und das Institut für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg. Den dritten Rang belegt die EBS Business School. Die Studenten der Irebs Immobilienakademie loben die kleinen Gruppen, das Netzwerk und die "ganz tolle Location". Für die Vollzeit-Studenten der Uni Regensburg gibt es die studentische Vereinigung Irebs-CoRE Community of Real Estate, die für viele das Lernumfeld positiv prägt und "ein starkes studentisches Netzwerk" sei. Bei allen dreien äußern sich die Studenten über die sehr gute Betreuung, ein wichtiger Wohlfühlfaktor.

Nur in den beiden Einzelkategorien Ausstattung und Hochschulstandort tauchen vermehrt neue Namen auf: Bei der Ausstattung liegen abermals nicht die privaten Bildungseinrichtungen, sondern die staatlichen Hochschulen auf den ersten Plätzen: Die HAWK Holzminden hat einen Rang gut gemacht und die Universität Leipzig auf Rang zwei verdrängt. Bibliothek, IT-Infrastruktur, Beamer und White-Boards in jedem Raum loben die HAWK-Studenten. An dritter Stelle kommt die EBS Business School und die Irebs Immobilienakademie.

Und auch beim Hochschulstandort können die staatlichen Einrichtungen punkten: Unter den ersten dreien liegen die Universität Regensburg und die Fachhochschule Münster. Die Studenten der Universität Leipzig residieren in einem Neubau direkt in der Innenstadt. Die gute Lage wissen die Studenten sehr wohl zu schätzen und vergeben zum vierten Mal in Folge Bestnoten für die Universität Leipzig, in diesem Jahr eine 1,0! Und so bestätigt auch in diesem Jahr der Nachwuchs ein altes Dogma der Branche: "Lage, Lage, Lage."

Die Ergebnisse des Hochschulrankings

Bewertung Studium gesamt*

1. Irebs Immobilienakademie
2. EBS Business School (4.)
3. DHBW Stuttgart

*Dies ist eine eigenständige Einzelbewertung der Studenten und keine aggregierte Gesamtnote aus den nachfolgenden Kategorien; Vorjahresposition in Klammern.

Bewertung Studieninhalte

1. EBS Business School (1.)
2. Irebs Immobilienakademie
3. Universität Regensburg

Bewertung Praxisbezug

1. Irebs Immobilienakademie
2. EBS Business School
3. ADI Akademie der Immobilienwirtschaft (1.)

Bewertung Aufbau und Organisation

1. Irebs Immobilienakademie
2. EBS Business School
3. Universität Regensburg (3.)

Bewertung Professoren

1. Irebs Immobilienakademie
2. EBS Business School (3.)
3. HfWU Nürtingen-Geislingen (1.)

Bewertung Lernumfeld

1. Universität Regensburg (1.)
Irebs Immobilienakademie
3. EBS Business School

Bewertung Ausstattung

1. HAWK Holzminden (2.)
2. Universität Leipzig (1.)
3. EBS Business School/Irebs Immobilienakademie

Bewertung Hochschulstandort

1. Universität Leipzig (1.)
2. Universität Regensburg (2.)
3. Fachhochschule Münster

Für folgende Bildungseinrichtungen wurden ausreichend Studenten-Bewertungen abgegeben, sodass sie im Hochschulranking berücksichtigt werden konnten:

ADI Akademie der Immobilienwirtschaft, Berufsakademie Sachsen in Leipzig, Bergische Universität Wuppertal, DHBW Stuttgart, EBS Business School, EBZ Business School, Fachhochschule Münster, HAWK Standort Holzminden, HfWU Nürtingen-Geislingen, Hochschule Anhalt, Hochschule Aschaffenburg, Hochschule Biberach, Hochschule Mittweida, HTW Berlin, HWR Berlin, Irebs Immobilienakademie, TU Darmstadt, TU Kaiserslautern, Universität Leipzig, Universität Regensburg, Universität Stuttgart

© Immobilien Zeitung

JOBOFFENSIVE 2012

Das IZ-Hochschulranking ist ein Teilergebnis aus der Umfrage zur Joboffensive 2012. Diese Befragung zum Arbeitsmarkt sowie Anforderungs- und Qualifikationsprofilen führt die Immobilien Zeitung seit zwölf Jahren unter Studenten immobilienwirtschaftlicher und verwandter Studiengänge und Unternehmen der Immobilienwirtschaft durch. Schirmherrin der Initiative ist Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan. Unterstützt wird die Joboffensive von Unternehmen und Vereinigungen der Immobilienbranche: Aareal Bank, Bernd Heuer & Partner Human Resources, BNP Paribas Real Estate, DTZ, ECE, Gefma/Die Möglichmacher, Irebs Immobilienakademie, IVG Immobilien, KPMG, Messe München/Expo Real, mfi management für immobilien, Patrizia Immobilien und RGM.

714 Studenten, die ihr Studium innerhalb der nächsten vier Semester abschließen werden, haben sich im März und April 2012 an der Umfrage beteiligt und ein Votum für ihre eigene Hochschule abgegeben. Alle Umfrageergebnisse u.a. zu Karrierechancen und Gehaltsentwicklung finden Sie im IZ-Karriereführer 2012/13 für die Immobilienwirtschaft, der diesen Sommer erscheint. Ihre Hochschule fehlt? Machen Sie und mindestens neun Kommilitonen bei der nächsten Joboffensive im Frühjahr 2013 mit und gewinnen Sie einen von zahlreichen Preisen. Infos: www.iz-jobs.de (Menü: Karriere - Joboffensive).

Sonja Smalian

Weiterbildung zwischen Weinbergen

Schulungsgebäude (links) im Kloster Eberbach.

Schulungsgebäude (links) im Kloster Eberbach.

Bild: Michael Palmen Stiftung Kloster Eberbach

Karriere 21.06.2012
Zum ersten Mal ist die Irebs Immobilienakademie im IZ-Hochschulranking dabei und sicherte sich gleich den ersten Platz. Die Studenten gaben ihrer Bildungseinrichtung die Bestnote. Flaggschiff der ... 

Zum ersten Mal ist die Irebs Immobilienakademie im IZ-Hochschulranking dabei und sicherte sich gleich den ersten Platz. Die Studenten gaben ihrer Bildungseinrichtung die Bestnote. Flaggschiff der Akademie ist immer noch das Kontaktstudium Immobilienökonomie.

Das Kontaktstudium Immobilienökonomie sei für alle, "die Immobilienwirtschaft verstehen wollen", sagt Prof. Dr. Tobias Just, der seit 1. November 2011 wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Irebs Immobilienakademie ist. Interdisziplinarität ist ein wichtiges Grundkonzept des Studiengangs. Der Banker soll den Architekten verstehen - und umgekehrt. Darüber hinaus legt Just viel Wert auf Internationalität des Studiums. Auch wenn die Kursteilnehmer ihr Geschäft nur lokal in Deutschland betreiben, sollten sie internationale Zusammenhänge kennen und erfassen. Mit dem Institut für Immobilienwirtschaft an der Universität Regensburg weiß die Akademie ein stabiles akademisches Fundament im Rücken, das durch Dozenten aus der Praxis ergänzt wird. Die Irebs Immobilienakademie selbst hat den Status eines An-Instituts der Universität.

Erstes RICS-akkreditiertes Studium in Kontinentaleuropa

Die Immobilienakademie war 1990 - damals noch unter dem Namen ebs Immobilienakademie an der European Business School - von Prof. Dr. Karl-Werner Schulte gegründet worden. 2006 war Schulte mit weiteren Lehrkräften der Akademie an die Irebs International Real Estate Business School der Universität Regensburg gewechselt. Schulte hat sich zusammen mit seiner Frau und Mit-Geschäftsführerin Dr. Gisela Schulte-Daxbök zum Jahresende 2011 aus der Irebs Immobilienakademie zurückgezogen. Dennoch ist Schulte der Immobilienwirtschaft treu geblieben und lehrt als Honorarprofessor weiterhin in Regensburg, und zwar am Irebs Institut für Immobilienwirtschaft.

Seit Gründung 1990 zählt das Kontaktstudium Immobilienökonomie 3.221 Absolventen. Es war die erste Weiterbildung zum Immobilienökonom, die in Kontinentaleuropa von der Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) akkreditiert wurde. Heute bietet das Institut zahlreiche weitere Fort- und Weiterbildungen, In-House-Schulungen sowie einen MBA-Studiengang an.

Lehrpläne werden an aktuelle Themen angepasst

Die Lehrpläne beim Kontaktstudium Immobilienökonom werden permanent an neue Entwicklungen, wie Basel III, Corporate Governance oder das Thema Wohnen angepasst. "Jeder Jahrgang ist auf dem aktuellen Stand", sagt Just. Rund 120 Teilnehmer absolvieren das 15 Monate währende Kontaktstudium Immobilienökonomie jedes Jahr. Davon sind vier Monate für die abschließende Projektarbeit reserviert, bei der in interdisziplinären Teams ein Projekt entwickelt und dann vor der vierköpfigen Prüfungskommission verteidigt werden muss.

Beheimatet ist die Irebs Immobilienakademie im Kloster Eberbach in Eltville im Rheingau. Hinter den dicken Mauern wurden einst Szenen für den Film "Der Name der Rose" gedreht. Just sieht das große Plus des Standorts darin, dass die Studenten aus ihrem Alltag herauskommen und Abstand zum Tagesgeschäft erhalten. Auch in München ist die Akademie im ruhigen Umland untergebracht und in Essen auf der Zeche Zollverein. Nur in Berlin lehre man in der Nähe der Friedrichstraße und damit mittendrin in der Stadt.

MBA und Intensiv-Studiengänge ergänzen das Programm

Das Kursprogramm der Akademie umfasst jedoch auch einen Executive MBA Real Estate sowie verschiedene Intensivstudiengänge u.a. zu Handelsimmobilien, zum Real Estate Asset Management oder zum Certified Real Estate Investment Analyst. Wer sich für den MBA interessiert, muss sehr gute Englischkenntnisse mitbringen, denn der Unterricht bzw. die Prüfungen werden teilweise in Englisch abgehalten. Während des Programms verbringen die Teilnehmer Zeit in Harvard, in Reading und in Hongkong/Schanghai.

Auch wenn die Programme berufsbegleitend sind, legt Just viel Wert auf die Präsenzphasen. Wer beispielsweise zwei Wochen gemeinsam durch Hongkong und Schanghai laufe, lerne sich gut kennen, so Just. Dadurch könne sich Vertrauen entwickeln, das für das Entstehen eines Netzwerks wichtig sei. (sma)

Sonja Smalian

Fokus auf Finance

Studenten vor dem Leisler-Kiep-Center in Oestrich-Winkel.

Studenten vor dem Leisler-Kiep-Center in Oestrich-Winkel.

Bild: EBS Business School

Karriere 21.06.2012
Die EBS Business School verdrängt in diesem Jahr die Universität Regensburg vom zweiten Platz. Neben einem wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Studiengang mit Vertiefungsrichtung ... 

Die EBS Business School verdrängt in diesem Jahr die Universität Regensburg vom zweiten Platz. Neben einem wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Studiengang mit Vertiefungsrichtung Immobilienwirtschaft und einem Masterstudiengang Real Estate bietet die Hochschule auch ein umfangreiches Weiterbildungsprogramm sowie das Kontaktstudium Immobilienökonomie an.

Als European Business School 1971 in Offenbach gegründet, erhielt die private Hochschule im vergangenen Jahr den Status einer Universität und trägt nun als offizielle Bezeichnung den Namen EBS Universität für Wirtschaft und Recht. Die immobilienwirtschaftliche Ausbildung ist am Real Estate Management Institute (Remi) der EBS Business School zusammengefasst, das von Prof. Dr. Nico B. Rottke geleitet wird. Als Vollzeit-Studiengänge bietet die Universität ein Bachelorstudium General Management mit immobilienwirtschaftlichen Wahlfächern wie Immobilieninvestment & Finanzierung an. Der konsekutive Masterstudiengang Real Estate, der mit dem Grad Master of Science abschließt, umfasst sieben Module, u.a. Real Estate Valuation und wird auf Englisch gelehrt. Rund 60 Studenten absolvieren pro Jahr verschiedene immobilienwirtschaftliche Module, auch aus anderen Studiengängen. Im Immobilienbereich lehren elf haupt- und nebenberufliche Professoren. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen zudem zwei neue Stellen geschaffen werden, so Rottke. In der Weiterbildung arbeitet das Remi mit mehr als 220 Dozenten zusammen. Rund 300 Teilnehmer zählt die Weiterbildung pro Jahr. Viele davon absolvieren das 21 Monate dauernde Kontaktstudium zum Immobilienökonom.

Im April dieses Jahres erhielt die EBS Business School die Equis-Akkreditierung, mit der die European Foundation for Management Development weltweit Business-Schools auszeichnet. Aktuell strebt das Remi die Akkreditierung durch die Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) an.

Sonja Smalian

Nachgefragt: Duales Studium

Die DHBW ist in Stuttgart auf 21 Standorte verteilt.

Die DHBW ist in Stuttgart auf 21 Standorte verteilt.

Bild: DHBW Stuttgart

Karriere 21.06.2012
Zum dritten Mal ist die DHBW Stuttgart im IZ-Hochschulranking vertreten und steht erstmals auf dem Siegertreppchen. Die Hochschule bietet ein duales Bachelor-Studium BWL-Immobilienwirtschaft an ... 

Zum dritten Mal ist die DHBW Stuttgart im IZ-Hochschulranking vertreten und steht erstmals auf dem Siegertreppchen. Die Hochschule bietet ein duales Bachelor-Studium BWL-Immobilienwirtschaft an und begeistert damit nicht nur die Studenten, sondern auch immer mehr Unternehmen. Der duale Master Business-Management offeriert Real Estate Management als Vertiefungsrichtung.

Jeweils drei Monate Theorie in der Hochschule wechseln sich mit drei Monaten Praxisphase im Unternehmen ab. Das ist das Konzept des dualen Studiums, das vor mehr als 35 Jahren mit der Berufsakademie Baden-Württemberg aus der Taufe gehoben wurde. Seit 2009 trägt die Bildungsinstitution den Namen Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und vergibt nun die akademischen Grade Bachelor und Master. Stärker als früher an der Berufsakademie stehe an der DHBW die wissenschaftliche Ausbildung im Vordergrund, sagt Studiendekan und Studiengangsleiter Prof. Dr. Hanspeter Gondring. Über alle sechs Semester des Bachelorstudiums BWL-Immobilienwirtschaft werden Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens gelehrt. Der Studiengang bietet drei Profilfächer (Immobilienfinanzierung, Facility-Management und Immobilienrecht) und ist von der Royal Institution of Chartered Surveyors akkreditiert. Sieben Professoren und etwa 30 Praktiker lehren die immobilienwirtschaftlichen Fächer. Etwa 35 junge Menschen werden pro Jahr zum Bachelorstudium zugelassen und in diesem Jahr sollen es nach Gondring bis zu 50 werden. Rund 700 Immo-Absolventen zählt die DHBW Stuttgart, die mit ihrem dualen System auch immer mehr Unternehmen überzeugt: Allein 2012 hat Gondring 23 Unternehmen als duale Partner zugelassen. Seit Herbst 2011 gibt es zudem den dualen Master in Business Management Banking & Finance, der eine Vertiefung in Real Estate Management umfasst. Künftig kann über die Kooperation mit einer anderen Hochschule ein MBA erworben werden.

Sonja Smalian