Karriere-News

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2013 beantwortete Patrizia-Personalleiter Peter Jaksch die Fragen der Studierenden, in diesem Jahr stellen sich sogar zwei Personaler "dem Verhör".

2013 beantwortete Patrizia-Personalleiter Peter Jaksch die Fragen der Studierenden, in diesem Jahr stellen sich sogar zwei Personaler "dem Verhör".

Bild: IZ/Alexander Sell

Karriere 05.06.2014
Schicken Sie uns Ihre Frage zum Thema Bewerbung und gewinnen Sie ein Lehrbuch, um Ihr Immobilien-Englisch zu trainieren. ... 

Schicken Sie uns Ihre Frage zum Thema Bewerbung und gewinnen Sie ein Lehrbuch, um Ihr Immobilien-Englisch zu trainieren.

Bewerbungsratgeber gibt es viele. Allein Amazon listet unter dem Stichwort "Bewerbung schreiben" mehr als 1.000 Titel auf. Doch wem nützen die Millionen Seiten gespickt mit Tipps, wenn die Zeit zum Lesen fehlt? Wenn es nur eine ganz spezifische Frage gibt, die den Kandidaten umtreibt. Wenn es an dem besonderen Branchenfachwissen fehlt?

Mit Klaus Dettmer-Guttandin und Aileen Schneider werden zwei Personalprofis der Immobilienwirtschaft auf dem IZ-Karriereforum am 14. Juni dieses Jahres "zum Verhör" gebeten. Die beiden stellen sich allen Fragen rund um das Thema Bewerbung und Berufseinstieg. Dettmer-Guttandin ist bei Fraport als Kommunikations- und Führungskräftetrainer tätig und trainiert seit mehreren Jahren mit Facility-Management-Studenten das Vorstellungsgespräch. Schneider ist Head of Human Resources bei BNP Paribas Real Estate und hat zuvor schon für Cushman & Wakefield neue Mitarbeiter eingestellt. Die beiden Branchenexperten werden auf der Bühne ad-hoc die zuvor eingesandten oder live gestellten Fragen beantworten. Eine Zusammenfassung Ihrer Tipps können Sie nach der Jobmesse auch auf www.iz.de nachlesen.

Schicken Sie uns Ihre Frage bis zum 12. Juni 2014 per E-Mail an MeineFrage@iz.de. Unter allen Einsendern werden zwei Exemplare des Lehrwerks English Correspondence and Report Writing for Real Estate Professionals im Wert von 39 Euro verlost.

Sonja Smalian

Personalprofis beantworten Ihre Frage zur Bewerbung

Welche Fragen haben Sie zum Thema Bewerbung in der Immobilienwirtschaft? Mailen Sie sie an MeineFrage[at]iz.de – zwei Profis beantworten Sie ihnen.

Welche Fragen haben Sie zum Thema Bewerbung in der Immobilienwirtschaft? Mailen Sie sie an MeineFrage[at]iz.de – zwei Profis beantworten Sie ihnen.

Bild: BilderBox.com

Karriere 02.06.2014
Schicken Sie uns Ihre Frage zum Thema Bewerbung und gewinnen Sie ein Lehrbuch, um Ihr Immobilien-Englisch zu trainieren. ... 

Schicken Sie uns Ihre Frage zum Thema Bewerbung und gewinnen Sie ein Lehrbuch, um Ihr Immobilien-Englisch zu trainieren.

Bewerbungsratgeber gibt es viele. Allein Amazon listet unter dem Stichwort "Bewerbung schreiben" mehr als 1.000 Titel auf. Doch wem nützen die Millionen Seiten voll gespickt mit Tipps und Tricks, wenn die Zeit zum Lesen fehlt? Wenn es nur eine ganz spezifische Frage gibt, die den Kandidaten umtreibt. Wenn es an dem besonderen Branchenfachwissen fehlt?

Mit Klaus Dettmer-Guttandin und Aileen Schneider werden zwei Personalprofis der Immobilienwirtschaft auf dem IZ-Karriereforum am 14. Juni 2014 "zum Verhör" gebeten. Die beiden stellen sich allen Fragen rund um das Thema Bewerbung und Berufseinstieg. Dettmer-Guttandin ist bei Fraport als Kommunikations- und Führungskräftetrainer tätig und trainiert seit Jahren mit Facility-Management-Studenten das Vorstellungsgespräch. Schneider ist Head of Human Resources bei BNP Paribas Real Estate und hat zuvor schon für Cushman & Wakefield neue Mitarbeiter eingestellt. Die beiden Branchenexperten werden auf der Bühne ad-hoc die zuvor eingesandten oder live gestellten Fragen beantworten. Eine Zusammenfassung Ihrer Tipps können Sie nach dem IZ-Karriereforum auch auf www.iz.de nachlesen.

Schicken Sie uns Ihre Frage bis zum 12. Juni 2014 per E-Mail an MeineFrage@iz.de. Unter allen Einsendungen werden zwei Exemplare des Lehrwerks English Correspondence and Report Writing for Real Estate Professionals im Wert von 39 Euro verlost.

Sonja Smalian

Jobmaschine Bauindustrie

Karriere 28.05.2014
Knapp 770.000 Beschäftigte zählt das deutsche Bauhauptgewerbe im Jahresdurchschnitt 2014. Das sind gut 10.000 mehr als im Vorjahr. Doch der Fachkräftemangel bleibt problematisch. ... 

Knapp 770.000 Beschäftigte zählt das deutsche Bauhauptgewerbe im Jahresdurchschnitt 2014. Das sind gut 10.000 mehr als im Vorjahr. Doch der Fachkräftemangel bleibt problematisch.

Mit knapp 770.000 Beschäftigten befindet sich das deutsche Bauhauptgewerbe weiterhin im Aufwärtstrend. Seit der beschäftigungspolitischen Krise im Jahr 2009, als nur 703.000 Menschen in der Branche ihr Auskommen fanden, zählt sie nun gut 60.000 Beschäftigte mehr. Und der Trend werde so schnell nicht abbrechen, lautet die Prognose von Thomas Bauer, Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie: "Dank der günstigen Entwicklung im Wohnungs- und im Wirtschaftsbau wird sich 2014 der Beschäftigungsaufbau im deutschen Bauhauptgewerbe fortsetzen."

Doch trotz der positiven Beschäftigtenzahlen bleibe der Fachkräftemangel ein großes Problem in der Branche. Jedes zweite Bauunternehmen sehe im Fachkräftemangel gar das größte Risiko für seine weitere wirtschaftliche Entwicklung, sagt Bauer. Zumal die Arbeitskräftereserven inzwischen fast ausgeschöpft seien. So lag die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter im April dieses Jahres bei 39.000. Im Jahr 2009 waren es insgesamt noch 30.000 mehr gewesen.

Bei den Bauingenieuren verhält es sich ähnlich. In diesem Jahr habe es noch 1.900 arbeitslose Bauingenieure gegeben, fünf Jahre zuvor seien es noch 1.100 mehr gewesen. Auch die Zahl der Auszubildenden reiche nicht aus, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Im vergangenen Jahr haben etwa 12.000 Azubis einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Gleichzeitig seien aber etwa 16.000 Beschäftigte in den Ruhestand gegangen.

Um die Lücken zu schließen, suchen auch immer mehr Unternehmen nach neuen Mitarbeitern im europäischen Ausland. Insbesondere die europäischen Krisenländer Spanien, Portugal und Griechenland wecken das Interesse der deutschen Bauunternehmen. Die Bemühungen sind offenbar von Erfolg gekrönt, denn die Zahl der Beschäftigten mit ausländischem Pass war 2013 um 11,6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Beschäftigten betrug damit 10,7% im September 2013. Im September 2009 habe ihr Anteil erst 7,8% ausgemacht.

Sonja Smalian

Innung SHK fördert Azubis

Karriere 28.05.2014
Die Innung Sanitär Heizung Klima Frankfurt am Main hat eine Ausbildungsoffensive gestartet und will ihre Mitgliedsbetriebe stärker bei der Nachwuchsrekrutierung unterstützen. ... 

Die Innung Sanitär Heizung Klima Frankfurt am Main hat eine Ausbildungsoffensive gestartet und will ihre Mitgliedsbetriebe stärker bei der Nachwuchsrekrutierung unterstützen.

Ausbildungsbetrieben wird von der Innung die Prüfungsgebühr für die Gesellenprüfung in Höhe von 250 Euro erstattet, sofern der Azubi die Prüfung besteht. "Wer nicht sät, kann nicht ernten. Wir müssen uns auf unsere eigenen Kräfte verlassen, sonst machen es andere Industrieunternehmen", sagt der gerade wiedergewählte Obermeister Peter Paul Thoma.

Vom Fachkräftemangel ist besonders das Berufsfeld Bau und Gebäudetechnik betroffen, wie die Engpassanalyse 2013 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zeigte. Bei insgesamt 31% der 62 verschiedenen Berufsgattungen dieses Bereichs stellten die Forscher Fachkräftemangel fest. Häufig würde es an Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung fehlen. Besonders stark betroffen seien Berufe aus der Gattung der Kältetechnik sowie Sanitär, Heizung und Klimatechnik. Die Schwierigkeiten in der Rekrutierung sind so groß, dass die Handwerkskammer Rhein-Main im vergangenen Jahr 50 Azubi-Anwärter aus Spanien für kleine und mittelständische Unternehmen in der Region anwarb.

Dabei klingen die Ausbildungszahlen zum Teil recht positiv: 11.019 junge Menschen schlossen 2013 einen Ausbildungsvertrag zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ab. Damit belegt der Beruf Rang 14 der beliebtesten Ausbildungen in Deutschland. Für die Berufe Mechatroniker für Kältetechnik entschieden sich hingegen nur 1.179 (Rang 83) und für den Elektroniker für Gebäude- und Infrastruktursysteme gar nur 102 (Rang 208).

Sonja Smalian

Verwalter erwarten 2014 höhere Gewinne

Nach oben wird es 2014 für Umsätze wie auch Gewinne gehen, glauben gut zwei Drittel der vom DDIV befragten Immobilienverwaltungen.

Nach oben wird es 2014 für Umsätze wie auch Gewinne gehen, glauben gut zwei Drittel der vom DDIV befragten Immobilienverwaltungen.

Bild: BilderBox.com

Karriere 28.05.2014
69% der Immobilienverwalter in Deutschland erwarten in diesem Jahr höhere Gewinne. Das zeigt eine Umfrage des Dachverbands Deutscher Immobilienverwalter. Doch die Vergütungssätze sind ... 

69% der Immobilienverwalter in Deutschland erwarten in diesem Jahr höhere Gewinne. Das zeigt eine Umfrage des Dachverbands Deutscher Immobilienverwalter. Doch die Vergütungssätze sind seit 2010 kaum gestiegen und der Fachkräftemangel macht der Branche zu schaffen.

Die Grundvergütungen der Immobilienverwalter sind kaum höher als 2010 oder gar gesunken. Bei Eigentümergemeinschaften mit bis zu zehn Einheiten betrugen die WEG-Verwalterpauschalen durchschnittlich 21,67 Euro pro Einheit und Monat. Das entspricht preisbereinigt einem Plus von 1,5% im Vergleich zu 2010.

Die Vergütungssätze für eine WEG-Verwaltung mit mehr als 100 Wohneinheiten sanken von 16,20 Euro (2010) auf 15,91 Euro (2014). Bei der Sondereigentumsverwaltung lagen die Netto-Grundvergütungen bei bis zu zehn Wohneinheiten bei 22,27 Euro (2010: 18,42 Euro). In Anlagen mit mehr als 100 Wohneinheiten betrugen sie 18,50 Euro (2010: 16,98 Euro). Auch in diesem Bereich rutschen die Verwalter preisbereinigt mitunter ins Minus, beklagt der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV), der für sein Branchenbarometer 351 Immobilienverwaltungen in Deutschland befragt hatte.

Die Stundensätze sind von 2010 bis 2014 um bis zu 7,7% gestiegen (ohne Preisbereinigung). Am höchsten sind sie bei Ingenieuren mit 64,49 Euro (2010: 59,87 Euro), gefolgt von Geschäftsführern/Inhabern die 63,79 Euro (2010: 61,82 Euro) erhielten. Für Techniker gab es 2014 mit 47,35 Euro weniger als 2010 (48,31 Euro). Die Stundensätze von Sachbearbeitern beliefen sich auf 45,82 Euro (2010: 42,90 Euro). Die Umfrage offenbart ein großes West-Ost-Gefälle: Techniker verdienen in den neuen Bundesländern 40% weniger als in den alten. Bei Ingenieuren beträgt die Differenz 20% und bei Sachbearbeitern 13%.

Angesichts dieser Zahlen überrascht es kaum, dass knapp jede vierte Verwaltung im Osten Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Technikern vorhersagt. Insgesamt 62% der Befragten sehen es als schwierig an, künftig qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Besonders an Sachbearbeitern und Buchhaltern mangele es ebenfalls. Für den Beruf gibt es keine eigene Ausbildung. DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler könnte sich jedoch vorstellen, dass der Verwalterberuf langfristig innerhalb der Ausbildung zum Immobilienkaufmann ein Schwerpunktfach wird.

Die Verwalter haben 2013 im Schnitt 562.000 Euro Umsatz erwirtschaftet und die Branche will weiter wachsen. Bei den Projekten Sanierung und Energieeffizienz spielen die Verwalter eine wichtige Rolle. 69% der Befragten rechnen in diesem Jahr mit steigenden Umsätzen - und Gewinnen. Mehr als jedes dritte Unternehmen erwartet sogar ein Umsatzplus von mehr als 10%.

Doch nicht alle schauen so positiv in die Zukunft: Knapp 12% der befragten Unternehmen gehen von sinkenden Umsätzen aus. Mit einem Anteil von 15% befürchten vor allem Verwalter in der Größenordnung 1.000 bis 3.000 Einheiten, dass die Umsätze in diesem Jahr niedriger ausfallen könnten. Sie hatten 2013 am häufigsten Personal eingestellt (58%) und lagen damit über dem Schnitt von 41%. Bei mehr als zwei Drittel der Kleinstverwaltungen hingegen blieb die Mitarbeiterzahl konstant.

Um die Mitarbeiter zu fördern, setzen drei Viertel der Unternehmen auf Weiterbildungen. Der DDIV hat vor kurzem mit dem Europäischen Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) eine Kooperation vereinbart. Gemeinsam sollen Angebote entwickelt werden. Angedacht sei auch die Konzeption eines dualen Studiengangs, sagt Kaßler. Damit dürfte er bei den Verwaltungen offene Türen einrennen. 57% würden einen Mitarbeiter unterstützen, der sich für ein duales Studium entscheidet. Bei den Großverwaltungen sagen das sogar 92% der Teilnehmer der Befragung.

Die Studie kann beim DDIV bestellt werden (E-Mail: info@ddiv.de).

Sonja Smalian

Karriereforum am 14. Juni

Karriere 22.05.2014
Der Anmeldeschluss für das fünfte IZ-Karriereforum für die Immobilienwirtschaft naht: Bis zum 1. Juni 2014 können sich Studenten, Absolventen und Young Professionals für die Karrieremesse ... 

Der Anmeldeschluss für das fünfte IZ-Karriereforum für die Immobilienwirtschaft naht: Bis zum 1. Juni 2014 können sich Studenten, Absolventen und Young Professionals für die Karrieremesse noch online anmelden.

Die Teilnehmer werden am Samstag, den 14. Juni 2014 von rund 30 Arbeitgebern, darunter Bilfinger, CBRE, ECE, Drees & Sommer, Kaufland und DIC auf dem Campus der Goethe-Universität Frankfurt erwartet. Die Aussteller haben insgesamt mehr als 450 Stellenangebote im Gepäck. Integriert in die Job- und Karrieremesse ist zudem der 5. RICS- Hochschultag.

Neben den Gesprächen mit Personalverantwortlichen an den Unternehmensständen können die Besucher ihre Bewerbungsmappen von Beratern prüfen lassen (begrenzte Teilnehmerzahl!). In den Ausstellersessions präsentieren sich zwölf Unternehmen jeweils eine Viertelstunde lang und informieren über ihre Geschäftsfelder, Einstiegsmöglichkeiten und besonders gesuchte Qualifikationsprofile.

Parallel dazu finden im Vortragssaal Diskussionsrunden mit Praktikern statt, die über ihren Berufsalltag berichten. Schwerpunkte sind in diesem Jahr mögliche Karrierewege für Immobilienprofis im öffentlichen Dienst. Außerdem stellen drei Young Professionals ihre Berufe vor. Sie arbeiten als Property-Manager, Projektmanager und Immobilienberater.

Sie haben eine Frage zum Thema Bewerbung? Bitte schicken Sie uns Ihre Fragen an MeineFrage@iz.de zu. Zwei Personaler beantworten sie Ihnen live auf der Bühne. Unter www.iz-jobs.de/Karriereforum finden Sie weitere Informationen. Ein Ticket kostet 39 Euro inkl. Mittagessen und Getränken.

Sonja Smalian

Ist das noch erlaubt?

Bevor eine Kündigung ausgesprochen wird, erhält der Arbeitnehmer meist
eine Abmahnung. Diese verbleibt dauerhaft in der Personalakte.

Bevor eine Kündigung ausgesprochen wird, erhält der Arbeitnehmer meist eine Abmahnung. Diese verbleibt dauerhaft in der Personalakte.

Bild: BilderBox.com

Karriere 22.05.2014
Das Handy stellt der Arbeitgeber, die geschäftlichen Kontakte sind oft im eigenen Xing-Profil gespeichert und zu manchen Geschäftspartnern werden fast freundschaftliche Verbindungen gepflegt. ... 

Das Handy stellt der Arbeitgeber, die geschäftlichen Kontakte sind oft im eigenen Xing-Profil gespeichert und zu manchen Geschäftspartnern werden fast freundschaftliche Verbindungen gepflegt. Arbeits- und Freizeit verschwimmen immer mehr, doch das Arbeitsrecht zieht klare Grenzen. Ab wann das Schreiben von privaten E-Mails am Arbeitsplatz den Personaler auf den Plan ruft und ob Abendveranstaltungen mit Canapées als Arbeitszeit gelten, erläutert Katrin Scheicht, Partnerin bei Norton Rose Fulbright.

Immobilien Zeitung: Frau Scheicht, jeder zehnte deutsche Arbeitnehmer kommt einmal im Monat zu spät zur Arbeit. 5% sind sogar mindestens einmal pro Woche nicht pünktlich, zeigt eine aktuelle Studie von CareerBuilder und JobScout24. Die Unternehmen lassen solches Fehlverhalten nicht ungesühnt. Ein Viertel der Personaler hat deswegen schon einmal eine Kündigung ausgesprochen. Wie schnell muss ein Arbeitnehmer mit solch drastischen Mitteln rechnen?

Katrin Scheicht: Regelmäßiges Zuspätkommen zählt zu den häufigsten Auslösern für Konflikte am Arbeitsplatz. Wie gravierend dieses Fehlverhalten ist, hängt jedoch von den Umständen ab. Gibt es in dem Unternehmen feste oder flexible Arbeitszeiten oder hat der Arbeitnehmer Kundenkontakt ab einer bestimmten Uhrzeit? Das sind Aspekte, die in die Bewertung einfließen.

IZ: Dem morgendlichen Nachzügler droht also nicht sofort die Kündigung?

Scheicht: Nein, wahrscheinlich nicht. Zunächst dürfte es ein Gespräch mit dem Vorgesetzten oder dem Personaler geben. Bessert sich das Verhalten nicht, folgt eine schriftliche Abmahnung, die in der Personalakte verbleibt. Kommt der Mitarbeiter auch nach der Abmahnung weiterhin zu spät, kann der Arbeitgeber eine zweite Abmahnung oder u.U. eine Kündigung aussprechen.

IZ: Wenn es keine Stechuhr gibt, wer dokumentiert dann die Arbeitszeit?

Scheicht: Der Arbeitgeber ist zwar zur Erfassung der Arbeitszeit, die acht Stunden überschreitet, verpflichtet, doch er kann dies an den Mitarbeiter delegieren.

IZ: Muss der Arbeitnehmer dann nur darauf achten, dass die Gesamtsumme stimmt?

Scheicht: Nicht ganz, denn wenn es eine Kernarbeitszeit gibt, dann müssen alle Mitarbeiter, auch solche im Außendienst, wie z.B. Makler, während dieser Zeit arbeiten.

IZ: Im Büro lockt der stete Internet-Zugang, mal schnell die privaten E-Mails zu checken. Ab wann sollten Angestellte auf die Uhr gucken, wenn sie privat im Internet surfen?

Scheicht: Wenn die Privatnutzung erlaubt ist, heißt das Stichwort "sozialadäquat", d.h. die private E-Mail-Nutzung muss in einem annehmbaren Verhältnis zur Gesamtarbeitszeit stehen. Gelegentlich zehn Minuten sind bei einem achtstündigen Arbeitstag i.d.R. nicht abmahnfähig.

IZ: Kann ein Arbeitgeber die private Nutzung des Internets gänzlich verbieten?

Scheicht: Ja, theoretisch kann er die Nutzung untersagen. Im Jahr 2014 erlauben aber viele Arbeitgeber die Privatnutzung.

IZ: In bestimmten Fällen darf der Arbeitgeber E-Mails eines Mitarbeiters öffnen. Wenn jemand auch seine private Korrespondenz über den Firmen-Account laufen lässt, wie kann er diesen Schriftverkehr kennzeichnen, um ihn zu schützen?

Scheicht: Wenn die Privatnutzung erlaubt ist, kann der Arbeitgeber nicht ohne weiteres auf den E-Mail-Account zugreifen. Zusätzlich kann in die Betreffzeile das Wort "Privat" geschrieben werden, um Zugriffe auf die privaten E-Mails noch weiter zu vermeiden.

IZ: Gilt für privates Telefonieren auch das Stichwort "sozialadäquat"?

Scheicht: Ja, und zwar auch, wenn die Telefonate in der Arbeitszeit vom privaten Handy und nicht vom Büro-Telefon geführt werden. In besonders schweren Fällen riskiert der Mitarbeiter durchaus eine fristlose Kündigung.

IZ: Was heißt schwerer Fall übersetzt für Nicht-Juristen?

Scheicht: Der Mitarbeiter einer Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft hatte innerhalb von sechs Wochen 18 Stunden lang nach Mauritius telefoniert - vom Anschluss seines Kollegen. Das ist ein schwerer Fall und das kostete ihn den Job.

IZ: Heutzutage wird von vielen Angestellten erwartet, dass sie über ein großes Netzwerk verfügen. Um das zu pflegen, sollen sie regelmäßig an Veranstaltungen teilnehmen, die oft abends stattfinden. Auch wenn dort die Atmosphäre eher locker ist, handelt es sich dabei nicht um ein Treffen unter Freunden. Gilt das als Arbeitszeit?

Scheicht: Nein, denn nach überwiegender Meinung werden Geschäftsessen und ähnliche Veranstaltungen nicht als Arbeitszeit angesehen.

IZ: Darf der Arbeitnehmer am nächsten Tag wenigstens entsprechend später ins Büro kommen?

Scheicht: Es gibt vielleicht Positionen, bei denen es erlaubt ist. Generell sollten Arbeitnehmer prüfen, wie solch ein Fall in ihrem Unternehmen und für ihre Position geregelt ist.

IZ: Welche Voraussetzungen müssen denn gegeben sein, damit der Fachvortrag mit Canapées um 19:30 Uhr vom Arbeitgeber vergütet wird?

Scheicht: Zum einen muss es einen konkreten Bezug zur Arbeit geben, und zum anderen sollte der Arbeitgeber den Mitarbeiter entsandt haben. Doch selbst dann dürfte es sich nur in Ausnahmefällen um Arbeitszeit handeln, weil die Beanspruchung generell geringer ist als im Büro.

IZ: Nehmen wir an, dass es sich um Arbeitszeit handelt. Bekommt der Arbeitnehmer dann die Überstunden vergütet?

Scheicht: Das hängt vom Arbeitsvertrag ab. Gibt es keine Regelung, kann der Mitarbeiter z.B. einen Anspruch haben, wenn sein Gehalt unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung liegt. Dies sind aktuell 71.400 Euro Bruttojahresgehalt in den alten Bundesländern und 60.000 Euro in den neuen.

IZ: Frau Scheicht, vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führt Sonja Smalian.

IZ

Wieder mehr Geld für Azubis

Karriere 15.05.2014
Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind im vergangenen Jahr abermals gestiegen. Von dieser Entwicklung profitierten auch die Auszubildenden in immobilienwirtschaftlichen Berufen. Für sie gab ... 

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen sind im vergangenen Jahr abermals gestiegen. Von dieser Entwicklung profitierten auch die Auszubildenden in immobilienwirtschaftlichen Berufen. Für sie gab es bis zu 10% mehr.

Die durchschnittliche tarifliche Bruttomonatsvergütung für Auszubildende in Deutschland betrug 761 Euro im vergangenen Jahr. Während in den alten Bundesländern die Auszubildenden mit 767 Euro etwas mehr erhielten, lag ihre Vergütung in den neuen Bundesländern mit 708 Euro im Monat nicht nur unter dem Bundesdurchschnitt, sondern auch knapp 8% unter der Vergütung ihrer Kollegen im alten Westen.

Doch beide Gruppen konnten sich freuen: 2013 erhöhten sich die tariflichen Ausbildungsvergütungen abermals um 4,1% in den alten und um 5% in den neuen Bundesländern. Damit wurde der Trend aus dem Jahr 2012 sogar bis auf die Nachkommastelle exakt fortgeschrieben. Jährlich wertet das Bundesinstitut für Berufsbildung die tariflichen Ausbildungsvergütungen aus. Die Forscher haben 184 Berufe in West- und 152 Berufe in Ostdeutschland untersucht, in denen 88% der Auszubildenden ausgebildet werden.

Von den steigenden Vergütungen profitierten auch die Auszubildenden in den immobiliennahen Berufen, wie die BIBB-Untersuchung zeigt. Anders als im Jahr 2012, als die Immobilienkaufleute eine Nullrunde verzeichneten, sind 2013 die tariflichen Ausbildungsvergütungen in allen untersuchten Berufen gestiegen, allerdings mit großen Unterschieden. Die Spannbreite der Steigerungsraten reichte dabei von 1,9% bis zu 10%.

Diese extremen Unterschiede spiegelten sich u.a. im Beruf der Fachkraft für Schutz und Sicherheit wider. Die angehenden Sicherheitskräfte konnten sich über die höchste Steigerungsrate der immobiliennahen Berufe in den alten Bundesländern mit einem Plus von 7,1% freuen. Doch in den neuen Bundesländern belegten sie mit einer Steigerungsrate von nur 1,9% den letzten Platz. Während ihre Kollegen im Westen also 44 Euro pro Monat mehr im Portemonnaie hatten, gab es für die Sicherheitskräfte in Ausbildung im Osten nur 9 Euro mehr. Am stärksten erhöhte sich die Vergütung der Gebäudereiniger. Das Plus von 10% entsprach 55 Euro pro Monat mehr.

Nicht nur die Steigerungsraten, auch die Höhe der Ausbildungsvergütungen variierten erheblich: Am meisten verdienten angehende Maurer in den alten Bundesländern. Sie erhielten im Schnitt 999 Euro (Ost: 803 Euro). Im dritten und letzten Lehrjahr überschritt ihre Vergütung 2013 als einziger immobiliennaher Beruf sogar die 1.000-Euro-Grenze mit 1.299 Euro (Ost: 1.017 Euro).

Die Ränge zwei bis vier belegten in den alten Bundesländern die drei Ausbildungsberufe Elektroniker für Gebäude und Infrastruktursysteme (945 Euro), Bauzeichner (905 Euro) und Immobilienkaufleute (870 Euro). In den neuen Bundesländern führen die Rangliste die angehenden Elektroniker/innen für Gebäude- und Infrastruktursysteme mit einer durchschnittlichen Ausbildungsvergütung von 912 Euro an, gefolgt von den Immobilienkaufleuten (870 Euro), den Maurern (803 Euro) und den Bauzeichnern (742 Euro).

Schlusslichter im Westen waren die Berufe Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 590 Euro sowie die Mechatroniker für Kältetechnik mit 594 Euro. Im Osten verdienten die angehenden Fachkräfte für Schutz und Sicherheit mit 495 Euro bzw. die Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (564 Euro) am wenigsten. Generell bestanden deutliche Differenzen auch zwischen den Ausbildungsbereichen. Überdurchschnittlich hohe Ausbildungsvergütungen wurden in Industrie und Handel (West: 839 Euro bzw. Ost: 764 Euro) sowie im öffentlichen Dienst (West und Ost: 830 Euro) gezahlt. Die Vergütung in den Handwerksberufen lag im Allgemeinen unterhalb des Gesamtdurchschnitts mit 638 Euro in den alten und 542 Euro in den neuen Bundesländern.

Auch 23 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es kein einheitliches Vergütungsniveau zwischen Ost und West. Die Auszubildenden im Osten erhielten im Schnitt nur 92% des Westniveaus. Die immobiliennahen Berufe bildeten dabei keine Ausnahme, ausgenommen den Immobilienkaufmann. Die größte Differenz gab es bei den Fachkräften für Schutz und Sicherheit. Die Auszubildenden im Osten erreichten durchschnittlich nur 75% des Vergütungsniveaus ihrer West-Kollegen.

Sonja Smalian