Karriere-News

Ein Dankeschön nach der Messe

Karriere 24.10.2013
Mit so genannten Kickoff-Meetings stimmen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter auf die Expo Real ein. Doch auch nach der Messe kann der Arbeitgeber für gute Stimmung sorgen, indem er Dankeschön ... 

Mit so genannten Kickoff-Meetings stimmen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter auf die Expo Real ein. Doch auch nach der Messe kann der Arbeitgeber für gute Stimmung sorgen, indem er Dankeschön sagt.

Am Montag nach der Expo Real wartet auf die Mitarbeiter von Aengevelt Immobilien, die auf der Messe mit dabei waren, ein kleines Präsent auf ihrem Schreibtisch: Ein Dankesschreiben für ihren Einsatz sowie zwei Weinflaschen von dem Rheingauer Weingut des Gesellschafters Lutz Aengevelt. Das sei vor vielen Jahren eine Idee der Gesellschafter gewesen und ein Zeichen der Wertschätzung, sagt Susanne Ollmann, Mitglied der Geschäftsleitung und zuständig für Personalwesen.

Dass den Mitarbeitern nach einem Messeauftritt gedankt wird, gehört zum guten Ton. Wie umfassend dieses Dankeschön ausfallen kann, hänge jedoch individuell von der Unternehmenskultur ab, sagt Hans-Jörg Klecha, Gründer von it's fair Agentur: Messe & Marketing. Was auf jeden Fall zur professionellen Nutzung des Marketinginstruments Messe gehöre, sei eine Manöverkritik der Messe, sagt der Trainer: Was lief gut, und was soll künftig anders gemacht werden? Diese Auswertungssitzung könnten Unternehmen aber mit einem Incentive als Dankeschön, verbinden.

Sonja Smalian

Neuer Studiengang lockt 880 Studenten

Zu ihm wollen die Erstsemester: Prof. Dr. Bernhard Griebel ist Leiter des Studiengangs Immobilienmanagement.

Zu ihm wollen die Erstsemester: Prof. Dr. Bernhard Griebel ist Leiter des Studiengangs Immobilienmanagement.

Bild: sma

Karriere 24.10.2013
An der Hochschule RheinMain in Wiesbaden hat in diesem Wintersemester der Studiengang Immobilienmanagement begonnen. Auf 70 Anmeldungen hatte die Hochschule gehofft - rund 880 Studenten schrieben ... 

An der Hochschule RheinMain in Wiesbaden hat in diesem Wintersemester der Studiengang Immobilienmanagement begonnen. Auf 70 Anmeldungen hatte die Hochschule gehofft - rund 880 Studenten schrieben sich schließlich ein.

Und das, obwohl die Hochschule nur wenig Werbung für das neue Angebot gemacht hatte. Zu zwei Informationsveranstaltungen seien etwa 100 Interessenten gekommen, sagt Studiengangsleiter Prof. Dr. Bernhard Griebel. Eine Hauptursache für den großen Zulauf aus dem gesamten Bundesgebiet sieht Griebel darin, dass das Angebot als technischer Studiengang konzipiert sei. Das sechssemestrige Studium Immobilienmanagement schließt mit dem Abschluss Bachelor of Engineering ab. Der Studiengang gehört zum Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen und umfasst etwa 60% technische Inhalte, 20% Betriebswirtschaft und 20% Recht.

Da die Hochschule nicht mit einem solch großen Interesse gerechnet hatte, war für den Studiengang kein Numerus Clausus vorgesehen und dieser somit nicht zulassungsbeschränkt. Durch ein automatisiertes Einschreibungsverfahren seien die vielen Bewerber direkt zugelassen worden. In der großen Anzahl neuer Studenten sieht Hochschulpräsident Prof. Dr. Detlev Reymann eine Bestätigung für das Studienangebot. Die Hochschule nimmt die ungewohnte Herausforderung an: "Wir werden alles unternehmen, um die Ausbildungsqualität sicherzustellen." Wohl auch, weil die Hochschule bereits zugelassenen Studenten nicht absagen könne, wie Reymann dem Wiesbadener Kurier sagte.

Für den Unterricht wurden Räume in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden angemietet, in denen sonst Kongresse und Messen stattfinden. Dort werden die Studenten zwei Tage lang Vorlesungen hören, denn über einen Saal für so viele Studenten verfügt die Hochschule nicht. Anderthalb Tage die Woche seien die Studenten dann auf dem Campus, sagt Griebel. Da die Bibliothek schon in vielen Bereichen angefangen hat, E-Books anzuschaffen, erwartet er bei den Lehrbüchern keine Schwierigkeiten. Auch bei den Lehrkräften wurde aufgestockt: Die Zahl der Professoren ist nun doppelt so hoch, auch dank Leihgaben von Lehrkräften aus anderen Fachbereichen. Zusätzliche Dozenten wurden angeheuert. Die Türen der Professoren sollen auch weiterhin für die Studenten offen stehen, sagt Griebel. Dafür teilte die Hochschule die Studenten in Gruppen ein. Diese müssen einen Sprecher bestimmen, der dann den Kontakt halte.

Sonja Smalian

Stipendium für Arbeitsaufenthalt in Istanbul ausgelobt

Für ein dreimonatiges Stipendium in Istanbul können sich berufserfahrene Bauplaner und Architekten bewerben.

Für ein dreimonatiges Stipendium in Istanbul können sich berufserfahrene Bauplaner und Architekten bewerben.

Bild: Bilderbox.com

Karriere 18.10.2013
Architekten und Bauplaner mit fünf bis acht Jahren Berufserfahrung können sich für einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in Istanbul bewerben. Für den Zeitraum vom 6. Januar bis zum 16. März ... 

Architekten und Bauplaner mit fünf bis acht Jahren Berufserfahrung können sich für einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in Istanbul bewerben. Für den Zeitraum vom 6. Januar bis zum 16. März 2014 wird ein Wohnatelier im Stadtteil Galata Beyoglu gestellt. Zudem erhält der Stipendiat 1.200 Euro sowie einen Reisekostenzuschuss von bis zu 300 Euro. Bewerber sollten neben einem tabellarischen Lebenslauf, auch eine Liste ihrer bisherigen Projekte und Arbeiten inklusive näherer Dokumentation eines Projektes einreichen. Die Unterlagen sollten auch ein Motivationsschreiben und einen Ablauf- bzw. Arbeitsplan für den Aufenthalt beinhalten.

Auslober des Stipendiums ist Manzara. Das Unternehmen vermietet zahlreiche neu gestaltete Wohnungen in Istanbul, organisiert Lesungen und Ausflüge und veranstaltet (Architektur-)Reisen. Gründer ist der Architekt und Maler Erdogan Altindis. Mit zum Kernteam gehört Gabriele Kern-Altindis, die über zwanzig Jahre Berufserfahrung im Projektmanagement von internationalen Großprojekten verfügt. Heute widmet sie sich auch der Gestaltung von Innenräumen. Beide verstehen sich als Grenzgänger zwischen Deutschland und der Türkei, dem Orient und dem Okzident.

Neben dem Manzara-Team gehören der Jury Mehmet Kütükcüoglu und Ertug Ucar von Teget Mimarlik (Istanbul), Erich Bernard von BWM Architekten (Wien) und Stefanie Rosenkranz vom Magazin Stern an.

Sonja Smalian

Viele Möglichkeiten, um Jobchancen auszuloten

Am Ende von Halle A2 bot die CareerCenter-Fläche auf der diesjährigen ExpoReal einen relativ diskreten ersten Anlaufpunkt für Jobsuchende. Mancheiner erkundigte sich dann aber doch erst einmal nach Einstiegschancen für einen "Verwandten".

Am Ende von Halle A2 bot die CareerCenter-Fläche auf der diesjährigen ExpoReal einen relativ diskreten ersten Anlaufpunkt für Jobsuchende. Mancheiner erkundigte sich dann aber doch erst einmal nach Einstiegschancen für einen "Verwandten".

Bild: sma

Karriere 17.10.2013
Die Expo Real ist der alljährliche Branchentreffpunkt in Deutschland. Auch wenn es vornehmlich um neue Projekte geht, nutzen immer mehr Unternehmen die Chance, sich als Arbeitgeber zu ... 

Die Expo Real ist der alljährliche Branchentreffpunkt in Deutschland. Auch wenn es vornehmlich um neue Projekte geht, nutzen immer mehr Unternehmen die Chance, sich als Arbeitgeber zu präsentieren. Wir berichten, wer wen sucht und welche Treffpunkte es gab.

Besonders gefragt sind derzeit technische Qualifikationen: Projekt- und Bauleiter, neben anderen Profilen, sucht beispielsweise der Haus- und Wohnungsbauer NCC Deutschland. Das Unternehmen beschäftigt bundesweit 750 Mitarbeiter. In den letzten beiden Quartalen seien etwa 50 neue Mitarbeiter eingestellt worden, sagt Geschäftsführer Nils Olov Boback. Voraussetzung seien immer gute Englischkenntnisse bei der deutschen Tochtergesellschaft des schwedischen NCC-Konzerns. Zu wenige Bewerbungen erhalte das Unternehmen auch von Nachwuchskräften für seine fünf dualen Studienplätze, an denen neben einer Maurerausbildung auch der Bachelorabschluss im Bauingenieurwesen erworben wird.

Technisches Know-how gefragt

Eine erhöhte Nachfrage nach Fachkräften mit technischem Know-how hat auch Olaf Kenneweg von Kenneweg Property Personalberatung in den vergangenen Monaten beobachtet. Gesucht würden u.a. Projektsteuerer, technische Asset-Manager und Baucontroller. "Insgesamt tut sich im technischen Bereich viel", sagt Kenneweg. Gefragt seien Kandidaten mit rund fünf Jahren Berufserfahrung. Aufgrund des knappen Personalangebots würden derzeit die Gehälter im technischen Bereich steigen. Sie sind im Durchschnitt jedoch weiterhin niedriger als bei kaufmännischen Positionen.

Erschwerend komme hinzu, dass in vielen Berufsprofilen nur noch 10% der Fachkräfte jünger als 40 Jahre sind, sagt Sabine Märten von Sabine Märten Executive Search. Der demografische Wandel hat auch in einem anderen Bereich Auswirkungen: "In einer alternden Gesellschaft nimmt die Wechselmotivation ab, das macht es schwieriger, Spezialistenpositionen zu besetzen."

Unternehmen nutzen deswegen auch verstärkt Messen, um sich als Arbeitgeber zu präsentieren. 46% der teilnehmenden Unternehmen an der diesjährigen IZ-Joboffensive zählen Messen zum festen Rekrutierungsrepertoire für Nachwuchskräfte. Auf die Frage, auf welcher Messe die Personalverantwortlichen die Augen nach Berufseinsteigern vorwiegend offen halten, nannten fast drei Viertel der Befragten die Expo Real.

Das zeigt, wie hoch der Netzwerkcharakter und wie gut die Darstellungsmöglichkeiten auf dieser "Arbeitsmesse" von den Personalern eingeschätzt werden. Dieser Fokus auf den Nachwuchs spiegelt sich auch in den 80 Stellenausschreibungen wider, die die Online-Jobbörse der Expo Real verzeichnet: Ausbildungsplätze und Werkstudententätigkeiten werden dort ebenso annonciert wie Senior-Positionen, die immer noch die Mehrheit der Stellenangebote ausmachen. Doch Studenten gehören zur Messe fest dazu: Bei zahlreichen Preisverleihungen, Alumni-Treffen, Rundgängen zu Messeausstellern und an den eigenen Hochschulständen erhalten die jungen Nachwuchskräfte viel Aufmerksamkeit.

Auch Berufseinsteiger gesucht

An sie richtet sich auch der CareerDay im Planning-&-Partnerships-Forum am dritten Messetag. In verschiedenen Diskussionsrunden werden Themen wie Berufsbilder, Joballtag oder Vergütung diskutiert. Auf dem Podium stehen Personaler und Praktiker, aber auch Hochschulvertreter und Studenten selbst. Auch im Zuschauersaal sitzt so manch ein Personaler.

Wer aus dem Vortragssaal herauskommt, steht direkt vor der CareerCenter-Fläche und kann mit verschiedenen Personalern sprechen. Wieder mit einem Stand dabei war auch das Kölner Maklerhaus Greif & Contzen. Carolin Dissmann, u.a. zuständig für Personalmanagement, hatte zwei offene Stellen dabei. Neben Studenten und Young Professionals habe auch so mancher Mittdreißiger den Weg zu ihr gefunden, der sich umorientieren möchte. Vollständige Bewerbungsmappen seien jedoch nicht über den Tresen gereicht worden. Die Fläche sei eher dazu gedacht, sich über Einstiegsmöglichkeiten zu informieren. Im vergangenen Jahr hatten es zwei Messekontakte ins Auswahlverfahren geschafft.

Sonja Smalian