Karriere-News

Michael Henn verlässt Gerchgroup aus freien Stücken

Köpfe 29.04.2019
Michael Henn (42), Head of Transactions beim Düsseldorfer Projektentwickler Gerchgroup, wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch Ende September 2019 verlassen. ... 

Michael Henn (42), Head of Transactions beim Düsseldorfer Projektentwickler Gerchgroup, wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch Ende September 2019 verlassen.

Henn hat seinen Arbeitsvertrag aus freien Stücken gekündigt, wie er im Gespräch mit der Immobilien Zeitung sagte. Bis zu seinem Abschied wird er sich vor allem um seine Familie kümmern: Anfang Juni geht Henn nämlich in Elternzeit. Seine Aufgaben bei Gerchgroup übernimmt der Vorstandsvorsitzende Mathias Düsterdick - allerdings nur solange, bis dieser einen neuen Transaktionschef gefunden hat. Außerdem will Düsterdick, wie einer Presseverlautbarung zu entnehmen ist, den Transaktionsbereich von Gerchgroup um- und personell ausbauen.

Henn kam 2013 als Assistent zu Düsterdick. Ende 2015 war er diesem und dessen Co-Vorstand Christoph Hüttemann gefolgt, als sie ihre Anteile an PDI Property Development Investors (heute: 6B47 Germany) an den österreichischen Projektentwickler 6B47 Real Estate Investors verkauften und Gerchgroup gründeten. Zum Transaktionschef hatte Düsterdick Henn Anfang 2017 befördert. Ein Jahr später erhielt Henn Prokura. Eigentlich sollte er in absehbarer Zeit als Düsterdicks Nachfolger in den Vorstand von Gerchgroup einziehen. Er entschied sich jedoch dagegen.

Harald Thomeczek

TLG: Kandidaten für den Aufsichtsrat bereiten Bauchschmerzen

Der Umsturz bleibt aus, aber Bedenken bleiben.

Der Umsturz bleibt aus, aber Bedenken bleiben.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Ulrich Schüppler

Köpfe 26.04.2019
Jonathan Lurie, Klaus Krägel und Lars Wittan: Diese drei Kandidaten schlägt der bestehende Aufsichtsrat der Gewerbe-AG TLG Immobilien als Nachfolger für ausgeschiedene bzw. ausscheidende ... 

Jonathan Lurie, Klaus Krägel und Lars Wittan: Diese drei Kandidaten schlägt der bestehende Aufsichtsrat der Gewerbe-AG TLG Immobilien als Nachfolger für ausgeschiedene bzw. ausscheidende Kontrolleure vor. Aktionärsschützer sind nicht begeistert.

Eigentlich wollte TLG-Hauptaktionär Ouram (Amir Dayan) Anfang des Jahres eine außerordentliche Hauptversammlung (HV) einberufen lassen, auf der vier Ouram-Kandidaten in den Aufsichtsrat hätten gehievt werden sollen. U.a. sollte Aufsichtsratschef Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Wohnen, und sein Stellvertreter Michael Bütter außer der Reihe abgewählt werden, obwohl ihre Mandate ohnehin mit der HV 2019 enden.

Doch dann veröffentlichte Zahn einen Brandbrief, in dem der scheidende Chefaufseher davor warnte, TLG könne „zukünftig von einem Minderheitsaktionär kontrolliert werden, ohne dass dieser den anderen Aktionären die Möglichkeit gibt, ihm Aktien im Rahmen eines Kontrollübernahmeangebots anzudienen“. Daraufhin zog Ouram seinen Antrag zurück.

Lurie und Krägel sind Wunschkandidaten von Ouram

Als Trostpflaster durfte Ouram stante pede Jonathan Lurie als Nachfolger für das langjährige Aufsichtsratsmitglied Claus Nolting, der dem Kontrollorgan Ende 2018 vorzeitig den Rücken gekehrt hatte, in das Gremium schicken. Allerdings gilt Luries Bestellung nur bis zum Ablauf der ordentlichen HV am 21. Mai 2019.

Auch Klaus Krägel, im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender von DIM Holding, steht auf der Wunschliste. Auch ihn wollte Ouram schon vor Monaten ins Rennen schicken. Beatrice Ruskol und Amir Ramot, die beiden übrigen von ursprünglich vier Ouram-Vorschlägen, fehlen. Dafür findet sich Zahns Noch-Vizechef bei Deutsche Wohnen, Lars Wittan, auf der Liste mit den Vorschlägen des bestehenden Aufsichtsrats. Dass nun drei statt vier Aufseher ausgetauscht werden sollen, liegt daran, dass Helmut Ullrich, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, nun doch nicht vorzeitig gehen soll.

Rätselraten um Zahns Nachfolge

Mit Lurie, Krägel und Intown-Chef Sascha Hettrich, der seit einem Jahr im Kontrollgremium von TLG sitzt und ebenfalls dem Ouram-Lager zugerechnet wird, würde Ouram die Hälfte der TLG-Aufseher stellen. Sollte dann auch noch der Vorsitzende des Aufsichtsrats aus dem Kreis der Ouram-Schützlinge kommen, könnte der größte Einzelaktionär de facto das Sagen im Aufsichtsrat haben.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Einladung zur HV nicht zu entnehmen ist, wer Zahns Nachfolger werden soll: Da der Aufsichtsrat in wesentlichen Teilen neu gewählt werde, habe der derzeitige Aufsichtsrat bisher nicht über Zahns Nachfolge beraten, steht dort zu lesen. Und weiter: „Dementsprechend besteht kein Wahlvorschlag für den Vorsitz des Aufsichtsrats, der gemäß Ziffer 5.4.3 Satz 3 des Deutschen Corporate Governance Kodex bekanntzumachen wäre.“

„Bedenken gegen die Kandidatenzusammenstellung“

Michael Kunert, Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), zeigt verhaltene Freude: „Auch wenn der große Umsturz nach der abgeblasenen außerordentlichen Hauptversammlung diesmal bei der Aufsichtsratswahl ausfällt, gibt es doch Bedenken gegen die Kandidatenzusammenstellung.“ Zwar seien weiterhin auch unabhängige Mitglieder für das Kontrollgremium vorgesehen, „aber zwei größere Aktionäre mit einem Minderheitenanteil können den Aufsichtsrat zusammen kontrollieren, eventuell sogar Ouram Holding alleine. Da wäre es diesmal gut, wenn der Kandidat für den Aufsichtsratsvorsitz vor der Wahl bekannt ist, wie es der Deutsche Coporate Governance Kodex empfiehlt.“

Mit dem zweiten Großaktionär meint Kunert Dr. Gerhard Schmidt, der 9,24% an der TLG hält. Auch Schmidt schickte einen Wunschkandidaten in den Aufsichtsrat: Stefan Kowski. Amir Dayan ist mit 29,33% größter Aktionär. Das jüngste TLG-Aktienpaket (6%) übernahm Dayans Ouram Holding von DIC Asset. Damit bleibt Ouram jedoch immer noch unterhalb der magischen 30%-Schwelle. Erst deren Überschreiten löst eine Pflicht zu einem Übernahmeangebot aus.

Harald Thomeczek

Thomas Beyerle findet seine Berufung

Thomas Beyerle.

Thomas Beyerle.

Quelle: Catella Property Valuation GmbH

Köpfe 26.04.2019
Thomas Beyerle hat im wahrsten Sinne des Wortes seine Berufung gefunden: Der 1967 geborene Chefresearcher von Catella verantwortet seit diesem Sommersemester das Lehrgebiet Immobilienresearch im ... 

Thomas Beyerle hat im wahrsten Sinne des Wortes seine Berufung gefunden: Der 1967 geborene Chefresearcher von Catella verantwortet seit diesem Sommersemester das Lehrgebiet Immobilienresearch im Studiengang BWL (Bau und Immobilien) an der Hochschule Biberach (HBC). Neuland ist die oberschwäbische 33.000-Seelen-Stadt für den gebürtigen Karlsruher nicht: Beyerle wirkte schon viele Jahre als Dozent an der HBC sowie an der Akademie der Hochschule in Biberach.

Der umtriebige Tausendsassa, der schon für Degi/Aberdeen oder die IVG geforscht hat, freut sich auf die „spannende Aufgabe, die für eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung, gerade in der Immobilienwirtschaft, von essentieller Bedeutung ist“. Zu Beyerles Forschungsschwerpunkten zählt u.a. das Investorenverhalten an den Kapitalmärkten. Auch in vielen Verbänden ist Beyerle ein oft gesehener Gast: So ist er u.a. Vorstandsmitglied der Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) und sitzt im Ausschuss Transparenz und Benchmarking des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA).

Harald Thomeczek

Handelsinvestor FIM verdoppelt die Schlagkraft

Köpfe 25.04.2019
Die Unternehmensgruppe FIM aus Bamberg holt einen zweiten Geschäftsführer an Bord. So will das wachstumswillige Unternehmen schneller reagieren können, wenn sich Gelegenheiten bieten. ... 

Die Unternehmensgruppe FIM aus Bamberg holt einen zweiten Geschäftsführer an Bord. So will das wachstumswillige Unternehmen schneller reagieren können, wenn sich Gelegenheiten bieten.

Neuer zweiter Geschäftsführer ist Jan Lerke. Er leitet seit 2013 das Immobilienmanagement des Endinvestors. Seit 2015 hat er Prokura.

Hans-Joachim Fleischer, geschäftsführender Gesellschafter von FIM, erklärt die Verdoppelung der Manpower in der Geschäftsführung so: "Wir wollen in diesem Jahr rund 150 Mio. Euro in weitere Fachmarktzentren, Discounter oder Supermärkte investieren, um diese in unser langfristig angelegtes Bestandsportfolio aufzunehmen. Der von hoher Nachfrage geprägte Markt erfordert zunehmend kürzere Reaktionszeiten. Eine doppelt besetzte Geschäftsführung ermöglicht uns, schnell zu agieren und so den Ankauf geeigneter Objekte mit Entwicklungspotenzial zu forcieren."

FIM gibt Fokussierung auf Handel auf

Im vergangenen Jahr hat FIM das Investitionsvolumen im Vergleich zu den Vorjahren von 80 Mio. Euro auf rund 100 Mio. Euro hochgeschraubt. Im Einzelhandelsportfolio stecken damit zurzeit rd. 60 Immobilien mit einem Volumen von ca. 400 Mio. Euro. Um weiter zu wachsen, erhöht das Unternehmen nicht nur die Schlagkraft in der Führungsspitze, sondern weitet auch den Fokus: "Zusätzlich prüfen wir Investitionen und Beteiligungen als Finanzpartner in anderen Assetklassen, beispielsweise in Projektentwicklungen im Wohnungsbau", sagt Fleischer.

Harald Thomeczek

Hypoport: Zwei neue Vorstände für Bewertungstochter Value

Köpfe 25.04.2019
Nach der jüngst erfolgten Verschmelzung von HypService (Immobilienbesichtigungen und Dokumentation im Kleindarlehensbereich) und Value (Markt- und Beleihungswertgutachten oberhalb der ... 

Nach der jüngst erfolgten Verschmelzung von HypService (Immobilienbesichtigungen und Dokumentation im Kleindarlehensbereich) und Value (Markt- und Beleihungswertgutachten oberhalb der Kleindarlehensgrenze) zum neuen Immobilienbewerter Value vermeldet die 100%-ige Tochter des Finanzdienstleisters Hypoport drei personelle Veränderungen: Zwei neue Vorstandsmitglieder kommen, ein altes geht.

Doch der Reihe nach: Das bisherige Vorstandsmitglied Martin Spinty wechselt zum 1. Mai 2019 in den Aufsichtsrat der neuen Value. Dass der Value-Vorstand trotzdem nicht schrumpft, sondern ganz im Gegenteil wächst, hat zwei Gründe: Thilo Hofmann, Leiter des Essener Büros der alten Value und Prokurist, rückt zeitgleich in das oberste Führungsgremium auf. Der 47-Jährige übernimmt im Cockpit künftig das Produktsegment Individualgutachten. Hofmann kam nach mehreren Stationen in Sachverständigenbüros anno 2014 zu Value.

Ein Aufsteiger, ein Newcomer

Neu in den Value-Vorstand kommt auch Christoph Monnet (41). Genauer gesagt wird Monnet zum Monatswechsel komplettes Neuland betreten, denn bisher stand er in Diensten von Scout24, und zwar als Vice President Group Business Development von Scout24 und Head of Business Development bei ImmobilienScout24. Im neu zusammengesetzten Vorstand der neuen Value wird die Verantwortung für das Produktsegment Standardgutachten auf seinen Schultern ruhen, ebenso wie die Querschnittsthemen Personal, IT und Finanzen.

Vom alten Value-Vorstand bleiben Thomas Lucke und Jens Honigmann an Bord. Lucke kümmert sich um Besichtigungen, Honigmann soll den Bereich Bewertungen unter der Kleindarlehensgrenze ausbauen. Außerdem sind auch Vertrieb, Marketing und Business Development sein Beritt.

Hypoport hatte die alte Value Mitte 2018 übernommen. Durch die Verschmelzung mit der Hypoport-Tochter HypService zählt die neue Value demnächst rund 200 Mitarbeiter an acht Standorten.

Harald Thomeczek