Karriere-News

Udo Stöckl ist bei CTP schon wieder raus und bei HT an Bord

Deutschlandgeschäftsführer Udo Stöckl auf dem Avison-Young-Stand bei der Immobilienmesse Mipim 2019. Er verlässt das Unternehmen und ist nicht mehr operativ im Amt.

Deutschlandgeschäftsführer Udo Stöckl auf dem Avison-Young-Stand bei der Immobilienmesse Mipim 2019. Er verlässt das Unternehmen und ist nicht mehr operativ im Amt.

Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Köpfe 25.04.2022
Ex-Avison-Young-Deutschlandchef Udo Stöckl (41) ist schon wieder in veränderter Mission unterwegs. Anfang des Jahres erst beim niederländischen Logistikimmobilienentwickler CTP als ... 

Ex-Avison-Young-Deutschlandchef Udo Stöckl (41) ist schon wieder in veränderter Mission unterwegs. Anfang des Jahres erst beim niederländischen Logistikimmobilienentwickler CTP als Verantwortlicher für das deutsche Portfolio und die hiesige Expansion eingestiegen, heuert Stöckl nun beim Fondsanbieter HT Group an.

Der Hamburger Investment-, Asset- und Fondsmanager HT Group vermeldet, Stöckl komme Anfang Juni 2022 als Geschäftsführer von HT Immobilien Management an Bord. Als Head of Investment werde er künftig die Verantwortung für den gesamten Prozess des An- und Verkaufs der Immobilienobjekte in der HT Group tragen. Er löse damit Florian Howe ab, Managing Director und Head of Investment & Marketing bei Hamburg Trust.

Für Stöckl geht damit ein junges Kapitel seiner Karriere schon wieder zu Ende:
Der niederländische Entwickler und Bestandshalter CTP verpflichtete ihn Anfang des Jahres im Zusammenhang mit der Übernahme der früheren Deutsche Industrie Reit (DIR). CTP hatte nicht nur mit dem deutschen Bestandsportfolio einiges vor - u.a. Leerstände füllen und Mieten steigen lassen -, sondern wollte in Deutschland auch die Gesamtmietfläche bis zum Jahr 2026 auf etwa 3,2 Mio. qm verdoppeln. Diese Vorhaben in die Tat umsetzen sollte Stöckl.

Stöckls letzter längerer Auftritt ging Anfang 2021 zu Ende. Damals hatte er dem Vernehmen nach beim Maklerhaus Avison Young seinen Hut nehmen müssen. Die Geschicke der deutschen Dependance des kanadischen Immobiliendienstleisters leitete er rund sieben Jahre als Sprecher der Geschäftsführung. Avison Young hat seit seinem Eintritt in den deutschen Markt in allen Jahren - 2015 bis 2020 (aktueller Zahlen liegen nicht vor) - Verluste geschrieben. Im Geschäftsjahr 2020 wurde der Jahresfehlbetrag mehr als verdoppelt: Er stieg von 2,4 Mio. auf 5,8 Mio. Euro. In die Rolle des Country Managers für Deutschland schlüpfte im Frühsommer 2021 Nicolai Baumann, der 2017 zu Avison Young kam.

Harald Thomeczek

Ronald Pofalla wird Geschäftsführer bei der Gröner Group

Ronald Pofalla.

Ronald Pofalla.

Quelle: Imago, Urheber: photothek

Köpfe 20.04.2022
Der Projektentwickler Christoph Gröner hat zum 1. Mai den einstigen CDU-Politiker Ronald Pofalla in die Geschäftsführung der Gröner Group geholt. ... 

Der Projektentwickler Christoph Gröner hat zum 1. Mai den einstigen CDU-Politiker Ronald Pofalla in die Geschäftsführung der Gröner Group geholt.



Pofalla (62) war seit 2015 Vorstand bei der Deutschen Bahn. Dort verantwortete er seit 2017 das Ressort Infrastruktur mit dem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, Energie und Digitalisierung. Gemeinsam mit seinen Geschäftsführerkollegen Gröner und Lars Schnidrig soll er nun die für den Herbst geplante Umwandlung der Gröner Group in eine Aktiengesellschaft vorantreiben und sie kapitalmarktfähig machen. Pofallas Kompetenzen liegen dabei laut Unternehmensmitteilung in den Bereichen digitales Bauen und CO2-Neutralität.

Rüdiger Grube und Günther Oettinger sind schon mit an Bord

Gröner und Pofalla kennen sich bereits seit vier Jahren persönlich, und er ist nicht der erste Zugang aus Bahnerkreisen: Seit 2021 gehört Ex-Bahnchef Rüdiger Grube dem Beirat der CG Elementum an. Auch seine Vorliebe für Alt-Politiker hat Gröner bereits vor Pofalla mehrfach ausgelebt. Im April verkündete er Zuwachs im Unternehmensbeirat in Gestalt des einstigen EU-Kommissars Günther Oettinger (CDU). Zwischen Juni 2021 und März 2022 gab es außerdem ein Beraterverhältnis mit dem früheren Bundeskanzler und Putin-Freund Gerhard Schröder. Die Gröner Group beendete die Zusammenarbeit im Zuge des russischen Überfalls auf die Ukraine. 

Monika Leykam